Nochmal zur Effizienz:
Dass Split-Klimas deutlich effizienter sein werden, haben ja auch andere schon geschrieben. Dein Umbau auf 2-Schlauch-Betrieb hat schonmal etwas Effizienz gehoben, trotzdem hast Du nun einen ziemlich warmen nicht isolierten Schlauch, der durch Dein Zimmer führt. Der wird mehrere 100W Wärme ins Zimmer einbringen, was eine richtig Split-Klima nicht machen würde. Aber da kann man als Heimwerker vielleicht noch was tun.
Andreas hat ja in einem seiner letzten Videos gezeigt, das offensichtlich auch bei den Effizienzen von (portablen) Split-Klimas getrickst wird.
Aber zumindes bei den renommierten Herstellern kann man schon davon ausgehen, dass man auch bei den Hitzwellen Arbeitszahlen jenseits der 4 leicht erreicht.
Da kommen die Schlauchgeräte aus verschiedenen Gründen einfach nicht hin, weil:
Der Abluftschlauch ist heiß und heizt den Raum
Die Lüfter brauchen viel mehr Strom, weil sie die ganze Luft durch den Schlauch durchpressen müssen
Der Temperaturunterschied zwischen Ansaugschlauch und Abluftschlauch dürfte deutlich größer sein als der bei Split-Geräten
Die Wärmetauscher sind klein gegenüber denen von richtigen Klimas
Die Dinger sind sehr billig, es ist kaum zu erwarten, dass da eine hocheffizienter optimierte Wärmepumpe verbaut wurde
Ich will das, was Du tust gar nicht in Abrede stellen. Wenn das für Euch passt: Alles richtig gemacht.
Aber die Aussage, dass man mit einer echten Split nicht viel mehr sparen könne, teile auch ich nicht.
Wenn Du damit zufrieden bist, würde ich allein wegen der Stromkosten nicht auf Splitgeräte umrüsten. Das amortisiert sich vermutlich nie.
Vorteil Deiner Monoblöcke ist auch, daß Du im Schadensfall sehr leicht ein Gerät einfach tauschen kannst.
Als ich noch einen Monoblock benutzt hatte, habe ich den Ablaufschlauch mit einer dünnen Wolldecke isoliert. Drum rum gewickelt, und mit Kabelbindern fixiert.
Bei mir sind seit dem 23.06.2026 bis heute (15.08.2026) ca. 500kWh für zwei Comfee Monoblöcke mit Zweischlauchumbau verbraucht worden. Die kühlen jeweils ein Schlafzimmer auf 20°C herunter und sorgen durch die geöffneten Türen und mit Unterstützung durch zwei Tischlüfter auch im Rest des Erdgeschoß für erträgliche Temperaturen. Der Strom kommt vom Dach, bei der aktuellen Einspeisevergütung von ca. 0,13€ (gemittelt aus 13 und 2 Jahre alten Anlagen) hätte ich für den zur Kühlung benutzten Strom 65€ erlösen können. Eine Split-Anlage zum Kühlen würde sich daher niemals rechnen, wäre aber bequemer, weil man die im Gegensatz zu den Schläuchen bei Regen und Sturm nicht abbauen muß.
Witziges Detail: Ich habe bereits einen thermisch und akustisch isolierten Schlauch mit passendem Innendurchmesser (150mm) doch ich bin bisher noch nicht dazu gekommen, den auch anzubringen. Da der Aussendurchmesser mit 175mm wesentlich stärker ist, muss ich mir eine passende Befestigung am Gerät überlegen, aber ich habe vor die Abluftschläuche aller Geräte spätestens zur nächsten Saison auszutauschen.
Und genau da kommt das "H" bei der Typenbezeichnung Troec PAC 3500SH ins Spiel, denn diese können auch heizen!
Das war meine Idee für diesen Typ, dass ich die Heizkosten im Winter dadurch verringere, indem ich 2-3 der insgesamt 6 Heizkörper im Dachgeschoss abdrehen kann.
Wegen der nicht vorhandenen Dämmung ist es unterm Dach im Sommer brütend heiß während man sich im Winter Frostbeulen holt.
Wir haben zwar eine sehr effiziente Gastherme, aber trotzdem wird nahezu 70% des gesamten Wärmebedarfs im Dachgeschoss verbraucht.
Bei den technischen Daten des Gerätes ist es unwahrscheinlich, dass du da Heizkosten gegenüber der Gasheizung einsparen kannst.
SCOP nach Klimazone steht im Datenblatt ja gar nicht.
Wenn du im Winter einen COP besser als 2 schaffst wäre das schon gut.
Aber halt trotzdem teurer als die Gasheizung.
Und ein Balkonkraftwerk bringt dir in den Heizintensiven Monaten auch nichts weil der Strom der im Dezember-Februar reinkommt deckt mit Glück den normalen Haushaltsverbrauch der sowieso anliegt.
(Im Sommer um die Kühlkosten zu senken hingegen wird ein Balkonkraftwerk definitiv sinnvoll sein und sich auch sehr schnell amortisieren)
P.S
Bitte verstehe mich nicht falsch. Du kannst das ja trotzdem mal einen Winter lang ausprobieren und sehr gern hier berichten. Solche Berichte sind immer gern gesehen.
Und ich will dich auch nicht entmutigen.
Aber das ist ein relativ erwartbares Ergebnis.
Wenn du jetzt noch nen uraltes Heizsystem mit Nachtspeicherheizung hättest.
Ja, da wäre die Kostenersparnis offensichtlich. Aber solang die Gaspreise nicht wieder ab heute massiv steigen (wer weiß?) wird das kostentechnisch leider nicht günstiger sein.
Der Wirkungsgrad der Gasheizung ist ja ungefähr bekannt. Welchen COP man real erreichen muss um günstiger zu sein kann man ja berechnen.
Die Nagelprobe steht ja noch aus und wie viel Heizlast die beiden Geräte tatsächlich stemmen können wird erst die Praxis zeigen. Daher ist es noch zu früh für Annahmen und Unkenrufe...
"Grau werter Freund ist alle Theorie, doch golden des Lebens grüner Baum!" (J.W.v. Goethe in Faust)
Klar die Gastherme hat einen recht guten Wirkungsgrad und auch eine Berechnung des COP würde vielleicht Sinn machen, aber ich bin eher ein "praktischer Pragmatiker" und werde mal sehen was geht bzw. nicht geht. Hier nur mal so als kleiner Einwurf:
Wir haben einen zentralen Treppenaufgang mt Flur der über alle drei Etagen vom Keller bis ins Dachgeschoss durchgeht. Im Winter wirkt der Flur wie ein Kamin und saugt kalte Luft aus dem EG (ungedämmt) bis unters Dach. Der Effekt war auf jeder der oberen Etagen als unangenehmer Luftzug zu spüren.
Zur nächsten Winter Saison habe ich den unteren Treppenaufgang mit einem schweren isolierten Stoffvorhang komplett verhängt - natürlich so dass man den Vorhand beiseite ziehen konnte, wenn man in die Wohnung oder aus dem Haus ging und ganz oben an der Decke des Flurs direkt unter dem Dach Isoplatten angebracht. Zusätzlich habe ich einen Konvektionsstrahler mit 1,2kWh im 1.OG aufgestellt, der bei Bedarf per Raumtemperaturfühler ein- bzw. abschaltet.
Das Ergebnis fast 18% Ersparnis beim Gas und im Winter angenehme Wärme vom Dach bis in den Keller
Naja. Korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege. Ich hab das nur fix überflogen.
Dein Gerät hat einen COP von 2.8 wenn das Datenblatt stimmt.
Aber nur wenn es warme Luft ansaugt. 20°C Trocken und 12°C Feuchttemperatur (Drinnen UND Draußen), dabei wird der COP deines Gerätes berechnet, oder lieg ich da falsch?
Bei den Bedingungen wirst du aber ja nicht heizen weil 20°C im Tagesschnitt haben wir vielleicht höchstens in den Sommermonaten.
Bei den Bedingungen würden selbst die ganz günstigen 400€-Daikin-Splitgeräte noch einen COP von 7-9 schaffen statt nur 2,8
Wenn es kalt wird sinkt der COP jedoch bekanntlich sehr deutlich ab.
Ich kenne deinen Stromtarif nicht. Aber wenn du nen guten Tarif hast, regelmäßig wechselst und Preise vergleichst wirst du ja trotzdem wahrscheinlich mindestens einen COP von besser als 2.2-2.3 benötigen um günstiger zu sein. (Die Verluste über die Fenster sind da noch gar nicht berücksichtigt!)
Deine Berechnungen mögen völlig korrekt sein, dazu kann ich offen gestanden nichts sagen, da ich mich damit bislang nicht auseinandergesetzt hatte.
Ich sehe die Möglichkeit mit den beiden Geräten zu heizen viel mehr als zusätzliche Unterstützung für die vorhandenen Heizkörper und nicht als alleinige Heizquelle. Wir haben in Raum A insges. 4 Heizkörper und zwar ziemlich großflächige Dinger. Allein wenn es mir gelänge 2 der Heizkörper soweit herunterzuregeln oder vielleicht sogar ganz abzudrehen, wäre das ein Erfolg - vorausgesetzt die Rechnung Strom gegen Gas geht auf.
Und falls es nicht klappen sollte können die Dinger vielleicht in der Übergangszeit Herbst zu Winter bzw. Winter ins Frühjahr die kühleren Tage etwas aufwärmen wer weiß...
Selbst wenn die Heizfunktion überhaupt nicht zu grbrauchen wäre ist das auch kein Beinbruch - ich hatte die beiden PAC 3500SH für jeweils 272.- € (inkl. MwSt) vergangenen November bei Trotec geschossen. Guck dich mal um, was heute für so'n Monoblock aufgerufen wird.
Also bei einem eigenen Haus wenn man billig will dann günstige Splits in Italien kaufen, selbst verbunden und dann jemand suchen der das Ventil für alle auf einmal aufdreht
Bei einer Wohnung zahlt sich heizen wahrscheinlich gar nicht aus, da ja die Nachbarn mitzahlen, bzw man die die Nachbarn zahlt. Da sind monoblocks wahrscheinlich wirklich das billigste - aber der Lärm und Aufwand ist halt nicht zu verachten...
Wichtiger ist erstmal Fenster mit Alufolie im Sommer abkleben von außen außer es sind dreilagige und man hat außen Beschattung....
Ja, ja das hört sich alles total simpel an... isses aber nicht.
Ich kraxele mit meinen siebzig Jahren bestimmt nicht mehr auf dem Dach herum um die Leitungen für die verschiedenen Räume zu verlegen und den Kondensator unter dem Balkon anbringen kriege ich ebenfalls nicht hin. Dann müssen die Leitungen ja auch noch ins Haus, was Kernbohrungen nach sich zieht und, und, und...
Kurzum, wenn man jung ist und im Vollbesitz von Kraft und Gesundheit ist das sicher eine machbare Sache, aber nicht alle hier sind jung, haben noch die körperliche Fitness oder sind gesund.
EVCC erfasst die Daten kontinuierlich. Ich denke da kommt kein Splitgerät. (Wir hatten mal eines uns das lief 24/7 lauf und in Volllast. Hat also mehr gebraucht (knapp 2kW) als die neue Anlage die in Summe ca. 35000 BTU liefern könnte in aller Regel aber super entspannt im unteren Teillastbetrieb läuft.
Bei PV ist das alles mehr oder weniger gar keine Gedanken an die Energie Wert. Bei mir arbeitet eine 15,4 kWp Anlage am Dach. Da fällt die LLWP kaum ins Gewicht. Und da ich die ganzen Klimawandelleugner eh nicht mag, unterstütze ich diese auch nicht mit meinem Strom
Ok. Polemik Ende
Anbei die letzte Woche als Chart.
Man sieht schon das es auch mal richtige Leistungsspitzen gibt. Meist ist es aber echt im unteren Bereich.
Kurzer Nachtrag: Wenn ich deinen Stromverbauch durch die Anzahl der Tage teile und mit meinem Stromtarif multipliziere, bekomme ich 2,41€/Tag raus. Das entspricht den Kosten eines Monoblocks (2,39€/Tag).
Hallo,
Ich verstehe ja, daß der stolze Handwerker nach Stunden der mühsamen Arbeit seine technische Schöpfung verteidigen will, die ja sozusagen nun sein "Kind" ist, aber man sollte auch die Messwerte im Auge behalte, und die lügen meist nicht. (Wenn das Messgerät und der Bediener was taugt)
Soweit ich weiß, werden Monoblöcke wegen ihre etwa 4 (bestes Teil ) bis 8 (Letztes Teil) fach schlechteren Energie-Effizienz (je nach Modell) seit 2012 von Stiftung Warentest nicht mehr getestet, denn sie kamen bei den letzten Tests nicht mehr über eine Note von "ausreichend" hinaus.
Zitat: " Warum wir keine Monoblöcke mehr testen
Die Stiftung Warentest untersucht seit 2021 keine Monoblöcke mehr. In unseren Tests kamen die Geräte vor allem wegen ihrer vergleichsweise geringen Kühlleistung im Verhältnis zum Stromverbrauch nicht über die Note 3,8 hinaus − das ist nur ausreichend. Nach unseren Berechnungen war die Effizienz der mobilen Monoblock-Geräte bis zu siebenmal geringer als die von fest installierten Klimageräten."
...und weiter zu Midea Porta Split mit dort gemessenem SEER 4.6:
"....Tatsächlich erreichte das Midea Portasplit in unserem Test eine Effizienz auf dem Niveau mancher fester Splitgeräte." (oder sogar teilweise über den mit "gut" bewerteten.)
Meine 2 Porta Split, die für mich echte SplitKlimaanlagen sind, (auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen), verbrauchten (kalibriert und doppelt nachgemessen) zusammen
seit März/April in bis Mitte August...
in 927 Betriebsstunden nur
231 kWh a 30 ct macht
70€ Netzstrom bei 38 vollen Tagen Betriebszeit, macht genau 1,84€/24 Std ...aber beide zusammen,
gegen 5-6€ Tag bei Chrisly also mit 3 Mal so hohen Kosten.
Pro Betriebsstunde und Gerät waren es im Schnitt also genau 240W, also 7,5 ct,
...und wir hatten nach etwas Heizbetrieb im März den heißesten Sommer ever und
ich schlafe unterm Bitumenpultdach (immerhin mit 12cm gedämmt) mit dann bis 80°C heißer Oberfläche und mit darunter dann 32°C.
Wfl.: 75m².
Wir hatten bei moderater mittlerer und daher leiser Leistungsstufe immer 22-23°C.
Und im Herbst- Winter- Frühjahr kann ich damit auch noch mit je 3 kWh je Gerät effektiv heizen.
Bin gespannt.
Wenn ich nun die Lebensdauer veranschlage und die etwaigen jährlichen Betriebsstunden....
Wartung fällt jedenfalls nicht an.
Anbei habe ich mal die bisherige gemessene Bilanz der zwei Geräte für Interessierte aufgeführt: