zuerst einmal vielen lieben Dank für den Wahnsinns Input und Eifer den hier sehr viele Forumsmitglieder liefern und an den Tag legen.
Nach ausgiebigem Studium des Forums habe ich mir folgende Anlage aufgrund meiner Anforderungen und örtlichen Gegebenheiten überlegt...habe aber noch ein paar Fragen dazu, die ihr mir hoffentlich beantworten könnt (Fragen habe ich fett unterlegt):
Wenn möglich Notstromfähig -> finde weder bei Fronius (Gen24 kann max 10kWp) noch bei SMA einen Notstromfähigen WR der die gesamte Panelleistung als Einzelgerät händeln kann. Gibt es da eventuell doch welche, eventuell von alternativen Herstellern?
Batterie
DIY
Kapazität von 30kWh -> Ziel: maximaler Autarkiegrad
Zellen: EVE 280Wh oder CATL 304Wh LIFePo4
Spannung 48V
BMS: JK BMS oder Seplos BMS in Kombi mit EEL Gehäuse (das Gehäuse finde ich sehr akkurat)
Batterie-WR:
Option 1: Victron und JK BMS im Hinblick auf Kommunikation mit Fronius WR. Habe ehrlich gesagt keine Lust, die Verbindungen und Konfiguration über ein Raspberry-Pi selbst basteln zu müssen. Anstatt Rasp-Pi würde ich einen Cerbo-GX verwenden.
Zudem glaube ich, dass der Multiplus 2 keinen Ausgang für einen Heizstab hat, ich also ein Quattro benötige.
Das JK BMS fände ich aufgrund der möglichen, hohen Balanceströme gut.
Option 2: Sunny Island und Seplos BMS im Hinblick auf Kommunikation mit SMA WR. Gegebenenfalls 3 Stück Sunny Island um 3 Phasen zu ermöglichen.
Funktioniert das Seplos BMS auch mit dem Victron WR?
Mir ist zudem nicht ganz klar, ob ich bei den beiden Optionen dann noch Smartmeter von Fronius bzw. SMA benötige?
Ich gehe davon aus, dass ich bei 3-phasigem Betrieb auch drei einzelne Batterieblöcke benötige, richtig?
Verbraucher
Haus: ca. 5000kWh/a -> Ziel: Deckung gesamte Eigenbedarf
Heizung per Heizstab im Pufferspeicher -> Ziel: Verzicht auf aktuell installierte Ölheizung
Danke für den Hinweis...habe erst mal kräftig Videos von "OffGridGarage" und "Meine Energiewende" geschaut...erklärt vieles, vor allem in Richtung Victron!
Zudem scheint das Seplos BMS seine Balancing Probleme ab dem aktuellsten Firmwarestand in den Griff bekommen zu haben...
Das mit dem Relais am Cerbo reicht mir eigentlich. Bezüglich der Haussteuerung...eine KNX/EIB Haussteuerung habe ich...aber auch da ist es doch Bastelei mit Relais und Ausgängen notwendig.
Der Verzicht auf die Ölheizung geht einher mit einem Kamin mit Wassertasche, die den Pufferspeicher belädt. Damit kann ich im Winter jetzt schon von Oktober bis April die Ölheizung ausmachen...ist halt dann heizen nach Altvätersitte.
Nach der weiteren Datenrecherche stellt sich mein System wie folgt dar:
DIY, 2x 16S, 48V, Kapazität: 2x 14,4kWh, EVE 280Wh LIFePo4, 2 x 16 Stück
Seplos BMS in Kombi mit EEL Gehäuse, je 2 Stück
Batterie-WR: Victron Multiplus 2 48/10000/140-100, 3 Stück für 3 phasigen Betrieb, Wahl des 10000er Modell habe ich wegen der 1:1-Regel bezüglich max. Ladestrom vs max. PV-WR Leistung getroffen…ist die Auswahl korrekt?
Mit den Victrons direkt am AC-Netz und dem nachgeschalteten PV-WR hätte ich dann ja auch schon meine Notstromlösung…
Sonstiges
Cerbo GX / Ggbfs. Victron MPPT 150/70 für drei Module als Schwarzstarthilfe eines Notstromsystems / Energiezähler Victron/Carlo Gavazzi EM24, RS485 oder RJ45
Die 1:1 Regel ist nur zu beachten, wenn der PV Wechselrichter am AC-out von den Multis angeschlossen wird, damit im Notstrombetrieb die Multis groß genug sind um dem PV WR das Netz zu stellen. Bei einem 20KW PV WR würden aber 3 8000 Multis schon locker ausreichen. Mit den 3 8000er kannst du eine PV WR mit 24KW betreiben.
Die 3 8000er könnten deinen leeren Akku in ca. 1,5 Stunden komplett aufladen wenn er leer ist.
Dein 150/70 ist etwas groß gewählt, damit könntest du locker 4KWp bedienen.
Mal ne blöde Frage wegen leveln der maximalen Leistung des PV-WR vs des maximalen Ladestroms. Kann der Multiplus die verfügbare Energie nicht nur zum laden der Batterie verwendet werden sonder auch parallel zurück ins Netz speisen?
Geht das überhaupt zeitgleich?
Im Bild ist nicht der eventuell gleichzeitige Anschluss von ein paar Modulen über MPPT als Schwarzstartabsicherung.
Wenn die WR am AC-Out hängen wird der Strom durchgeleitet. Die Multis nehmen sich genau soviel Strom zum Laden der Akkus, dass kein Netzbezug entsteht.
Liefert der PV WR mehr als die Akkus aufnehmen können, geht die Differenz iins Netz.
Wenn ich es richtig rechne wäre die Ladeleistung bei einem 48V-System (51,2V) und drei 3000ern mit 70A max. Ladestrom "nur" 10.752W und damit deurlich unter der maximalen PV Leistung.
Da passen die drei 8000er mit ca. 16.900W max Ladeleistung schon besser.
Ist schlussendlich eine Preisfrage...die größeren Modelle sind schon heftig teurer.
3x10000er würden mit ca. 21500W Ladeleistung optimal passen...aber sind preislich schon ein Schluck aus der Pulle...und wann erzielt man schon wirklich jemals die max. Leistung der Panels.
Die Größe deiner Multis richtet sich doch nicht nach deiner kwp. Die Größe deiner Multis richtet sich nach der Größe deines Speichers oder nach dem max deines Verbrauchs.
3x100000 nützen dir nicht viel bei 10 oder 20 kwh Speicher. Der ist dann ja in einer halben Stunde voll oder leer.
Speicher und Größe der Multis sind Abhängig von deinem Verbrauch in der Sonnenlosen Zeit.
Das sind die elementaren Fragen die du dir stellen musst. Deine Max Kwp musst du sowieso entweder abregeln oder ins Netz einspeisen.
Das sind elementare Fragen, die du für dich erstmal klären musst