Mein DIY PV Projekt 20kWp/30kWh

Hallo Allerseits,

zuerst einmal vielen lieben Dank für den Wahnsinns Input und Eifer den hier sehr viele Forumsmitglieder liefern und an den Tag legen.

Nach ausgiebigem Studium des Forums habe ich mir folgende Anlage aufgrund meiner Anforderungen und örtlichen Gegebenheiten überlegt...habe aber noch ein paar Fragen dazu, die ihr mir hoffentlich beantworten könnt (Fragen habe ich fett unterlegt):

Solarpanels

  • 20,2kWp à 46 Stück, Trina 440W
  • Ausrichtung: Süd-Süd-West, Flachdach, Winkel: 15-20°
  • 3 Strings, Spannungen je String: 500-800V

Wechselrichter, am liebsten Fronius oder SMA

  • Ein einziger Wechselrichter für alle Panels
  • 3 Phasig
  • Wenn möglich Notstromfähig -> finde weder bei Fronius (Gen24 kann max 10kWp) noch bei SMA einen Notstromfähigen WR der die gesamte Panelleistung als Einzelgerät händeln kann. Gibt es da eventuell doch welche, eventuell von alternativen Herstellern?

Batterie

  • DIY
  • Kapazität von 30kWh -> Ziel: maximaler Autarkiegrad
  • Zellen: EVE 280Wh oder CATL 304Wh LIFePo4
  • Spannung 48V
  • BMS: JK BMS oder Seplos BMS in Kombi mit EEL Gehäuse (das Gehäuse finde ich sehr akkurat)
  • Batterie-WR:
Option 1: Victron und JK BMS im Hinblick auf Kommunikation mit Fronius WR. Habe ehrlich gesagt keine Lust, die Verbindungen und Konfiguration über ein Raspberry-Pi selbst basteln zu müssen. Anstatt Rasp-Pi würde ich einen Cerbo-GX verwenden.

Zudem glaube ich, dass der Multiplus 2 keinen Ausgang für einen Heizstab hat, ich also ein Quattro benötige.

Das JK BMS fände ich aufgrund der möglichen, hohen Balanceströme gut.

Option 2: Sunny Island und Seplos BMS im Hinblick auf Kommunikation mit SMA WR. Gegebenenfalls 3 Stück Sunny Island um 3 Phasen zu ermöglichen.

  • Funktioniert das Seplos BMS auch mit dem Victron WR?
  • Mir ist zudem nicht ganz klar, ob ich bei den beiden Optionen dann noch Smartmeter von Fronius bzw. SMA benötige?
Ich gehe davon aus, dass ich bei 3-phasigem Betrieb auch drei einzelne Batterieblöcke benötige, richtig?

Verbraucher

  • Haus: ca. 5000kWh/a -> Ziel: Deckung gesamte Eigenbedarf
  • Heizung per Heizstab im Pufferspeicher -> Ziel: Verzicht auf aktuell installierte Ölheizung
  • Überschuss: Einspeisung
  • Zukünftig: E-Auto
Gruß,

TripleD

  • Cerbo ist in Q4 beim Kauf eines MP2 mit bei

  • Heizstab kannst Du am MP2 über AC-Out2 anschließen und steuern

Seplos und JK können beide gut mit Victron, schau Dir mal die Videos der OffGridGarage bei YT an.

Einen Akku für alle drei Wechselrichter. Mit einem Akku pro WR funktioniert das nicht.

Du hast am Cerbo 2 Relais, damit kannst du ein größeres Relais ansteuern für deinen Heizstab.

Einfacher und funktionaler geht das aber mit einer kleinen Haussteuerung.

Verzicht auf deine Ölheizung nur mit PV Strom wird nicht funktionieren, da im Winter kaum Strom von der Photovoltaik kommt.

@grumpy_badger

Danke für den Hinweis...habe erst mal kräftig Videos von "OffGridGarage" und "Meine Energiewende" geschaut...erklärt vieles, vor allem in Richtung Victron!

Zudem scheint das Seplos BMS seine Balancing Probleme ab dem aktuellsten Firmwarestand in den Griff bekommen zu haben...

@stromsparer99

Das mit dem Relais am Cerbo reicht mir eigentlich. Bezüglich der Haussteuerung...eine KNX/EIB Haussteuerung habe ich...aber auch da ist es doch Bastelei mit Relais und Ausgängen notwendig.

Der Verzicht auf die Ölheizung geht einher mit einem Kamin mit Wassertasche, die den Pufferspeicher belädt. Damit kann ich im Winter jetzt schon von Oktober bis April die Ölheizung ausmachen...ist halt dann heizen nach Altvätersitte.

Nach der weiteren Datenrecherche stellt sich mein System wie folgt dar:

Solarpanels

  • 20,2kWp, 46 Stück, Trina 440W, 3 Strings, Spannungen je String: 400-800V
Wechselrichter
  • Fronius Symo Advanced 20.0-3-M
Batterie
  • DIY, 2x 16S, 48V, Kapazität: 2x 14,4kWh, EVE 280Wh LIFePo4, 2 x 16 Stück
  • Seplos BMS in Kombi mit EEL Gehäuse, je 2 Stück
  • Batterie-WR: Victron Multiplus 2 48/10000/140-100, 3 Stück für 3 phasigen Betrieb, Wahl des 10000er Modell habe ich wegen der 1:1-Regel bezüglich max. Ladestrom vs max. PV-WR Leistung getroffen…ist die Auswahl korrekt?
  • Mit den Victrons direkt am AC-Netz und dem nachgeschalteten PV-WR hätte ich dann ja auch schon meine Notstromlösung…
Sonstiges
  • Cerbo GX / Ggbfs. Victron MPPT 150/70 für drei Module als Schwarzstarthilfe eines Notstromsystems / Energiezähler Victron/Carlo Gavazzi EM24, RS485 oder RJ45
Liebe Grüße,

TripleD

Als Gridmeter bitte den EM540 statt des EM24.Dazu noch 2-3 Lynx Powerin mit Mega Fuses als DC-Verteiler.

Die 1:1 Regel ist nur zu beachten, wenn der PV Wechselrichter am AC-out von den Multis angeschlossen wird, damit im Notstrombetrieb die Multis groß genug sind um dem PV WR das Netz zu stellen. Bei einem 20KW PV WR würden aber 3 8000 Multis schon locker ausreichen. Mit den 3 8000er kannst du eine PV WR mit 24KW betreiben.

Die 3 8000er könnten deinen leeren Akku in ca. 1,5 Stunden komplett aufladen wenn er leer ist.

Dein 150/70 ist etwas groß gewählt, damit könntest du locker 4KWp bedienen.

@grumpy-badger

Ok...gibt es einen Grund dafür? Hatte nur gelesen, dass der ET340 Probleme beim Export der Daten hat.

@stromsparer99

Mein angedachter Aufbau wäre wie folgt:

...dann wäre der PV-WR ja am AC-Out!

Mal ne blöde Frage wegen leveln der maximalen Leistung des PV-WR vs des maximalen Ladestroms. Kann der Multiplus die verfügbare Energie nicht nur zum laden der Batterie verwendet werden sonder auch parallel zurück ins Netz speisen?

Geht das überhaupt zeitgleich?

Im Bild ist nicht der eventuell gleichzeitige Anschluss von ein paar Modulen über MPPT als Schwarzstartabsicherung.

An AC-Out 2 käme dann der Heizstab dran.

Wenn die WR am AC-Out hängen wird der Strom durchgeleitet. Die Multis nehmen sich genau soviel Strom zum Laden der Akkus, dass kein Netzbezug entsteht.

Liefert der PV WR mehr als die Akkus aufnehmen können, geht die Differenz iins Netz.

Vorsicht....die multiplus 10000 darfst du nur im 3 Phasenbetrieb betreiben wegen der Schieflage.

Möglichkeiten

3x 10000 .....dürfte für dich zu groß sein

1x 5000 ....reicht die Leistung.....?

3x 3000 im 3Phasenbetrieb......?

@stromsparer99

Dann ist doch alles gut, wenn ich 3x8000er nehme.

Wenn ich es richtig rechne wäre die Ladeleistung bei einem 48V-System (51,2V) und drei 3000ern mit 70A max. Ladestrom "nur" 10.752W und damit deurlich unter der maximalen PV Leistung.

Da passen die drei 8000er mit ca. 16.900W max Ladeleistung schon besser.

Ist schlussendlich eine Preisfrage...die größeren Modelle sind schon heftig teurer.

3x10000er würden mit ca. 21500W Ladeleistung optimal passen...aber sind preislich schon ein Schluck aus der Pulle...und wann erzielt man schon wirklich jemals die max. Leistung der Panels.


Ein paar grundsätzliche Dinge solltest du nochmal nachlesen

Gerne...wo und was?

Die Größe deiner Multis richtet sich doch nicht nach deiner kwp. Die Größe deiner Multis richtet sich nach der Größe deines Speichers oder nach dem max deines Verbrauchs.

3x100000 nützen dir nicht viel bei 10 oder 20 kwh Speicher. Der ist dann ja in einer halben Stunde voll oder leer.

Speicher und Größe der Multis sind Abhängig von deinem Verbrauch in der Sonnenlosen Zeit.

Das sind die elementaren Fragen die du dir stellen musst. Deine Max Kwp musst du sowieso entweder abregeln oder ins Netz einspeisen.

Das sind elementare Fragen, die du für dich erstmal klären musst

Wenn du deine PV auch im Notstrombetrieb nutzen möchtest reichen die 3 8000er locker aus.

Aber warum willst du deinen Akku in weniger als 2 Stunden laden können? das macht doch keinen Sinn.

Selbst die 3 8000 würde ich in der Ladeleistung begrenzen.