LW-WP vs. Gas : Mache ich hier gravierende Denkfehler ? Gedanken eines Neulings

@m-alex61 Erfahrungen habe ich bislang keine gefunden oder gelesen. Aber, und da muss man auch einfach mal drüber nachdenken: Der Preisunterschied wäre mir deutlich zu gering. Wenn dann eine China WP hier bei mir für 2.000,- Euro steht, darf damit in den nächsten angenommenen 10 Jahren nichts passieren. Kein einziger defekt. Und da wäre mir das Risiko, dass eben doch etwas kaputt geht einfach zu hoch. Bei der WP eines etablierten Herstellers mit Service-Netz und Ersatzteilservice kann ich erstmal davon ausgehen, dass ich eben Ersatzteile dafür bekomme. Da wäre ich bei der China-Variante nicht so sicher. Und dann kostet mich die China-WP im Falle eines defektes einfach zu viel. Entweder kaufe ich dann noch eine, oder ich kaufe dann aufgrund der schlechten Erfahrung eine andere. Das ist dann der Zeitpunkt wo es zu teuer wird.

Wenn man von 2.000,- Euro für eine WP aus China ausgeht und ich für eine Pana 7kW 3.700,- Euro gezahlt habe ist der Unterschied einfach zu gering. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ich aufgrund vieler Erfahrungen weiß, dass die Pana funktioniert und das auch länger als 2 Jahre. Unabhängig davon, dass die Angaben zu der China-WP komplett erfunden sein können... Sowohl von der Leistung als auch von der Effizienz.

Ich kaufe auch gerne in China, insbesondere ja auch die Akkubauteile, aber bei einer Heizung muss das Ding funktionieren. Wenn man das mal weiter spinnt: Aufgrund der im Hinterkopf behaltenen Ungewissheit bei der Zuverlässigkeit lasse ich dann doch die Gastherme angeschlossen als Backup. Die kostet mich ja auch Geld, nur weil sie da steht. Grundpreis, Schornsteinfeger, Wartung... Díe günstige China-WP wird dann höchstwahrscheinlich einfach viel zu teuer.

Deshalb wirst Du kaum jemanden finden der sich auf das Experiment eingelassen hat. Und ich würde es auch nicht tun.

@donpepe23

Nein. R32 ist dreckiger FCKW Giftmüll. So etwas kommt mir unter keinen Umständen ins Haus...

Aber man kann ja auch Markenware mit Propan als Kältemittel kaufen, wenn sich die WP schnell bezahlt macht.

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Verfahren habe ich verstanden, kann ich definitiv umsetzen. Ich habe bereits die Steigung von 1.4 auf 1.2 reduziert und es sieht immer noch so aus, als ob die Räume ausreichend warm werden.

Was den Verzicht auf Einzelraumregelung angeht: Da frage ich mich, wie man mit Kinderzimmern umgeht. Die dienen nachts als Schlafzimmer und sollen eher 18 °C haben, tagsüber aber schon mal 22 °C. Das eine ist sogar gleichzeitig Kinder-Schlaf- und gleichzeitig mein Home-Office-Arbeitszimmer. Hier brauche ich tagsüber die 22°C im Winter. Wie macht man das, außer dass abends der Thermostat (automatisch zeitgesteuert) heruntergedreht und morgens wieder hochgedreht wird? Dann ändere ich aber definitiv die hydraulischen Verhältnisse.

was für ein Quatsch.... R32 gehört zur Gruppe der FKW. GWP liegt bei 675 / FCKW bei 4660... ODP ist bei R32 und R290 = 0... Sicher ist R290 besser, aber R32 mit FCKW gleichzusetzen ist einfach falsch. Sorry.

Grüße

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Man muss das auch in der Gesamtschau sehen. R290 Anlagen sind noch recht selten. Bei Split-Klima gibts derzeit erstmal eine am deutschen Markt und keine von den etablierten Markenherstellern. Oft hat man also gar nicht die Wahl. Und dann schau mal, was dein Auto vor der Tür an Kältemittel hat... Autos ohne Klima findet man ja kaum noch.

R32 halte ich für akzeptabel, so lange es keinen breiten Markt von R290-Geräten gibt.

Hallo zusammen

und erst mal Danke für die interessanten Beiträge zum Thema bisher.

Der Umzug meines Festnetzanschlusses hat etwas gebraucht und ich hatte auch ein paar andere Dinge zu erledigen

die etwas mehr Priorität für mich hatten. Deswegen war ich hier nicht mehr online.

Inzwischen war ich zwei mal im neuen Haus.

Mein Gasverbrauch :

  • 19.06.2022 bis zum 15.12.2022 : 96m³

Die Heizung war meistens aus bzw. seit November im Frostschutzbetrieb.

Warmwasser nur bei Bedarf.

Als ich am 15.12. dort ankam war die Bude richtig kalt.

Also Heizung hochgestellt und den Kamin geheizt , da sind sicherlich 2-3 SRM durch den Kamin gegangen.

Vom 15.12.22 bis zum 03.01.2023 liefen dann 240m³ Gas über den Zähler (die Bude musste ja erst mal "warm" werden).

Bis zum 15.01.2023 kamen dann noch mal knapp 80m³ hinzu.

Also rund 410m³ Gas in etwa 190 Tagen. Wenn das, mit 3 multipliziert (1200m³) mein Jahresverbrauch an Gas werden sollte kann ich damit leben.

Eine Fußbodentemperatur zwischen 16 und 18 Grad strebe ich nach Möglichkeit an.

Die Regelung der Heizung ist rudimentär und bedarf der baldigen Verbesserung.

Die Diskussion mit dem Gasversorger in Folge über die viel zu hohen Abschläge war dann schon mal spannend und das Thema ist auch noch nicht endgültig geklärt.

Die Solaranlage wäre prinzipiell fertig (vsl. im März kommen noch die restlichen Paneele auf der Garage. Der Netzbetreiber ist aber offensichtlich noch im Winterschlaf, weder Genehmigung zum Betrieb noch Zählerwechsel, also still ruht die Solarzelle .

Dann hatte ich noch eine abendliche Diskussion mit dem (jungen) Installateur meines Vertrauens der eine prinzipiell positive Einstellung zu Alternativen

Heizungen hat.

Es waren gerade minus 12 Grad draußen und er erzählte von einem tagesaktuellen Telefonat mit einem Techniker eines Wärmepumpenherstellers mit dessen Produkt es Probleme gab:

Zitat Techniker: "das ist keine Temperatur für den Wärmepumpenbetrieb".

Er meinte dann auch nur das er das Thema mittlerweile skeptischer sieht.

Eine Klimaanlage wäre jedoch eine Alternative für die Übergangszeiten .

Was die Lebensdauer und die ET-Versorgung der verbauten Gasanlage betrifft sah er das sehr entspannt und er meinte das ein Ersatz auf Jahre noch problemlos sei.

Ich werde als erste Maßnahme eine Klimaanlage einbauen. Die hätte sogar seit Weihnachten (mit PV-Strom) einiges an Wärme in das Haus bringen können.

Im Frühjahr folgen dann der Heizstab für Trinkwasser und eine vernünftige Heizungsregelung.

Auch werde ich das Jahr abwarten was die Zahlen an Gasverbrauch und Einspeisung ergeben. Vor allem werde ich das Frühjahr im Auge halten.

Die KA wird aber ggfs. ein separates Thema.

Danke noch mal für die Beiträge.

Gruß

Norbert

@norban schau dir mal (alle!) Videos von https://youtube.com/@Heizung an , oder efg.de, sind einige gute Ideen enthalten.

Ich selbst habe Gas-BWT, Brötje, 27 Jahre alt!, Ich bin 56, da überlegt man auch 2x, was man für die "Restlaufzeit" noch an Geld in die Hand nimmt, zumal die Gas-BWT nach DIY-Grundreinigung des Wärmetauschers bessere Werte als eine neue hatte. Der Schorni hat nicht schlecht gestaunt, der Heiz.bauer hat mir ein Jobangebot gemacht. Er hatte sie eigentlich schon abgeschrieben.

Trotzdem will man aber für den Totalausfall schon mal gerüstet sein....

Habe schon zig Varianten durchgespielt, aber lande fast immer bei einer Amortisationszeit von 20 Jahren, eigentlich uninteressant, aber als Ing. beschäftigt man sich eben mit sowas gerne.

?

super arbeit, nachhaltig ist das was man noch selbst lange nutzen und reparieren kann (ärgert manch einen, weil die kasse nicht klingelt)

@mf2105 ,

wie hast Du den WT denn wieder recycled? Solche Geschichten mag ich, wenn vermeintlicher Schrott dann doch wieder flott wird.

Daumen hoch!

Danke auch für den Link zu den Videos.

Was die Leute da sagen ist durchaus und in vielen Dingen richtig.

Allerdings scheinen die schon ein gewisses Interesse daran zu haben ihren Wärmespeicher zu promoten.

Meine 20 Jährige Erfahrung mit Solarthermie (mit Schichtladespeicher) und 10m² Flachkollektor sind gemischt.

Ertrag:

max. 25KWH am Tag im Sommer, bei hoher Abnahme und leerem Speicher.

Im Winter nicht erwähnenswert.

Frühjahr und Herbst , Ertrag reicht nicht aus um den Speicher (800Liter) zu füllen und den Heizbedarf tagsüber zu bedienen.

Sommer: max. Ende April bis Mitte Oktober (Kölner Bucht) läuft die Heizung nicht.

Wenn die Sonne nicht länger als 1 Woche Pause macht.

Diesen Sommer kochte der Kollektor über Wochen "im eigenen Saft".

Ersparnis an Pellets etwa 10% p.a. = 800kg wenn alles beheizt ist und 5 Personen im Haus wohnen. Macht etwa 160,-€ bis 2019, - 400,-€ aktuell.

Die Auszeiten in der Sonnenreichen Periode und eine ggfs. verringerte Taktung werden die Lebensdauer des Pelletofens mutmaßlich etwas erhöht haben.

Die Anlage wurde noch ordentlich gefördert, aber ob die Ersparnis von 16 Tonnen Pellets auf 20 Jahre = 3200,-€ (zu den Preisen von 2019) eine Rendite

darstellen möchte ich anzweifeln.

Für mich ist das Thema Solarthermie im neuen Haus durch.

  • das Dach ist weitgehend belegt mit PV

  • bestenfalls passt ein 500 Liter Speicher am Stück bei mir in den Keller.

  • Solarthermie ist immer eine Inselanlage, wenn der Speicher voll ist war es das

Wenn man einen 20m³ hochisolierten Pufferspeicher bezahlen und in der Erde vergraben kann mag die Sache für Solarthermie anders aussehen.

Solarstrom den man selber nicht braucht, kann man immerhin noch an den Netzbetreiber verschleudern.

Ich werde versuchen das Haus als Puffer für Wärme zu nutzen, wenn es genug PV Strom gibt.

Die Hütte ist vorhanden und verursacht erstmal keine weiteren Kosten, hat aber sicherlich in dieser Funktion auch ihre Schwachstellen.

Gruß

Norbert

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@bennyb21 Wo findet man die Handbücher, insbesondere COP-Kurven? bei panasonicproclub.com wird man scheinbar als Privatperson nicht zugelassen?!

Auch möche ich wissen, in wie weit ich die WP in eine eigene Steuerung integrieren kann, oder in Home Automation (auch Parameter der WP einlesen oder ändern).

Hast du eine vollständige Doku deiner WP als PDF? Wäre für den Anfang mal hilfreich.

Wenn man das bei Google eingibt: "Panasonic planungs- und installationshandbuch" ist es direkt der erste Link. :wink:

Für das Auslesen und Steuern solltest Du Dich in dieses Projekt mal einlesen:

Da gibt es auch einen Link um die fertige Platine bei Etsy zu bestellen. Kostet nicht die Welt. Alternativ, wenn man viel selber basteln möchte könnte man es wahrscheinlich auch nur mit einem ESP selber bauen...

Wenn man die Heishamon-Platine dann am laufen hat, kann man damit quasi alles machen was man möchte. Ist per MQTT auszulesen und zu steuern. Im Github gibt es entsprechende Anleitungen für die Integration in HomeAssitsant usw. In Home Assistant gibt es aber mittlerweile auch eine sehr gute Integration, die über den HACS installiert werden kann.

Sieht dann so aus (Nur ein Auszug)

Hier mal ein Link zu den Reinigungs-Bildern (das sind einfach 2 Metallsägeblätter, ausgebaut braucht man nur das lange) und den Messwerten "danach". Es geht einfacher, wenn man den WT (Pos. 9) ganz herausnimmt, dann kann man die Auffangschale/Abgasführung (Pos. 11) darunter auch richtig saubermachen, nur Spülen hilft in dem Alter nicht mehr (das war dann letztendlich auch der Fehler des HB, er hat ihn praktisch mit dem gelösten Schmutz "zugespült" > zu wenig Luftdurchsatz > zu kleine Flammen > kein Flammensignal mehr > schaltet ständig ab).

Einfach zwischen allen "Pilzreihen" mit dem Sägeblatt durchfahren, Zähne "auf Grund", einmal [ / ] und einmal [ \ ], dann kräftig spülen.

Die Therme habe ich auf 10kW/40% im Heizbetrieb umgestellt (180m², Ytong 30cm, ungedämmte Wand!), nur Warmwasserspeicher macht er noch mit 24 kW, regelt dort aber auch ab nach 5 min auf 40%, also auch zuviel Leistung.

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