Hallo, ich bin der Werner.
Ich habe seit einem Jahr ein BKW auf dem Dach meines Hauses. 2 Panels a 405 Watt auf jeder Dachfläche in Ost/West-Ausrichtung. Dazu kommt der Hoymiles HM-1500, der entsprechend auf 600/800 W gedrosselt (Ahoy-DTU) war/ist.
In diesem Jahr habe ich 1100 kWh erzeugt. Eigenverbrauch 770 kWh, Einspeisung 330 kWh. Das sind die Werte, die auf der AC-Seite gemessen wurden.
Nun denke ich über einen Speicher mit integriertem Wechselrichter nach.
Lege ich den Einspeisewert mit einem Strompreis von 0,30 € und einer Verlustleistung von 10% zu Grunde, ergibt das einen Betrag von rund 90 € im Jahr. Setze ich dagegen den Kaufpreis des Speichers mit 750 - 800 € an, so rechnet sich der Speicher nach 8 - 9 Jahren.
Meine Frage geht aber nun dahin, dass die 4 Panels, welche den Akku direkt speichern würden, eigentlich viel mehr (Gleich-)Strom erzeugen, welcher durch die Drosselung des Wechselrichters "verpufft". Also müsste sich durch den Akku ein viel höheres Einsparpotential ergeben, oder sehe ich das falsch?
Ja, aber mich interessiert wieviel Watt Gleichstrom, kann man das so sagen, ich "verschenke", der normalerweise in den Akku gehen würde, sofern ich einen hätte.
Frage erstmal: wieviel Energie brauchst Du, wenn keine Sonne scheint?
Eventuell hast Du jetzt Messwerte und kannst vor Allem nur Leistungen bis 600/800 W betrachten!
Kannst Du diesen Bedarf mit den bisherigen oder auch 2 zusätzlichen Paneln decken? Reicht dazu die Batteriekapazität?
Jetzt hättest Du Werte für eine Kalkulation.
Als Hobby ist es OK, aber reich wirst du damit nicht.
Ich habe exakt mit den gleichen Komponenten angefangen, Homi1500 + 4 Paneele + OpenDTU
Das Ding hätte sich nach 6 Jahren rentiert.
Dann Habe ich mit dem PV-Tool von Andreas die große Anlage durchgespielt und habe festgestellt, dass die sich auch in 6 Jahren auf 0 amortisiert.
Den Rest kannst du dir denken... Jetzt habe ich eine 16KWP auf dem Dach mit 14kWh Eigenbau Speicher. und das ganze für 9k inkl. Anmeldung und Zählerschrank Umbau
Naja, Du nutzt ja jetzt schon 70% der erzeugten Gesamtleistung selber, mit Batterie können also noch die restlichen 30% dazu kommen, wirst Du aber vermutlich nie schaffen. Aber 90-95% sind drin.
Du sprachst aber anfangs nur von 2 Panelen, später dann von 4. Mit 2 Panelen 1100 kWh zu generieren ist schon eine Leistung, vermute daher es sind tatsächlich 4.
Wenn Du alles in diy machst lohnt es sich. Bei einer Fertigbatterie eher nie (oder nach 30+ Jahren...)
Ich nutze 70% der Leistung, die aus dem gedrosselten Wechselrichter kommt.
Die Frage ist, wieviel Leistung erzeugen die 4 Panels und wieviel % kann ich davon einerseits ohne Akku und andererseits mit Akku nutzen. Aus der Differenz, nach Abzug von unbekannten Verlusten (10%?), kann ich ausrechnen was mir der Akku bringt, bzw. welche Kapazität des Akkus sinnvoll wäre.
Naja, PV-GIS gibt dir eine ganz gute Einschätzung was du max. herausholen könntest. Damit kannst du es dir ausrechnen.
Ich habe einen 2,66 kWh-Akku an meinen 4 Panelen (24V/105Ah) - das passt für mich recht gut. Es schadet nie, wenn der Akku größer ist, rechnet sich aber schlechter. Optimalerweise hast Du mind. 1 oder mehrere Zyklen am Tag, sonst lohnt sich ein Akku kaum (weniger).
Ich denke mal durch deine Ost-West Ausrichtung wirst du nicht über 1400 kwh/a kommen.
Also hättest du evtl 300 verbraten.
Ob du die, zusammen mit den eingespeisten kwh, komplett nutzen kannst glaub ich aber auch nicht. Zumindest nicht mit einem Akku in der 1,5-2,5 kwh Klasse.
Mit einem Invest von unter 1000 und Wechsel von ahoy zu OpenDTUoB könntest du aber vieles davon nutzen.
Einkaufsliste für den genannten Fall:
1x Tasmota Lesekopf mit Wlan
2x Noah 2000 (geht auch mit anderen Herstellern)
Zusammen unter 1k€ zu bekommen.
Optional: Wlan-Erweiterung, damit der Tasmota aus dem Zählerschrank ins Netz kommt. Dann bist du aber auch nicht weit über 1000,-
Setup:
Die Noah je mit 400W Dauerabgabe an den WR konfigurieren und mit OpenDTUoB und Daten des Lesekopfs die benötigte Leistung einspeisen.
Überproduktion geht in den Akku, kommt nicht genug von den Modulen wird wieder entladen.
Ich würde bei vier Modulen, je ein Modul O/W pro Noah anschließen.
Zwischen O und O sollten die Akkus gut voll werden.
Statt Einspeisung wird bei vollen Akkus abgeregelt.
Wenn, wie in oben genannter Konfiguration, noch Platz auf dem Dach ist, kann man ja (im Rahmen der Legalität) noch ein 380W Modul dazu montieren.
Ob sich sowas rechnet muss jeder selbst entscheiden.