Moin Zusammen,
ich habe für mich zuhause einen "digitalen Zwilling" meiner Panasonic VZ12 gecshrieben, um gewissen Szenarien bald automatisiert zu optimieren (Nachtabsenkung, Raum als Wärmespeicher nutzen, Dynamische Strompreise nutzen usw.)
Den digitalen Zwilling konnte ich sogar in HTML packen und ihr könnt das gerne mal testen, bisher nur für das Forum freigegeben:
Ist sehr interessant wie das System reagiert. Man kann ziemlich viel lernen.
PS. Der COP ist noch etwas mit Vorsicht zu genießen, da ich den Luftstrom nicht wirkliuch gut kenn. Tendenziell wird der bei mir eher "überschätzt". Der Verlauf und die Änderungen sollten aber gut wiedergegeben werden.
Ich habe mir (Brave Browser und Firefox getestet) das Verhalten, dass der input am Slider input#i_tset die div#d_tset erst ändert wenn man auf Simulation starten klickt.
Ich auch
Ne, da waren wirklich einige Überraschungen dabei. Das System hat sich an einigen Stellen völlig anders verhalten als ich das erwartet hätte. Bspw. war die Leistungszahl ein sehr schlechter Parameter, um das optimale Ergebnis zu erhalten.
Ich bin auch gespannt. Was ich aber ebenfalls spannend fände:
Gibt es denn technisch keine Möglichkeit, besser an den Luftstrom und die Austrittstemperatur zu kommen? Irgend ein Bauteil oder irgend eine Möglichkeit indem man z.B. ein Rotorblatt mit nem weißen Edding bemalt oder einen Mini-Magneten dranklebt und dann mit einem Zähler die Umdrehungen zählt und gleichzeitig die ausgestoßene Luft messen? Auch ggf. am Radiator selber (falls man beispielsweise bei Multisplit ein Gerät ausgeschaltet hat, der Lüfter aus ist, aber dennoch Kältemittel durchgepumpt wird). Das wäre eine unfassbare Erleichterung und unabhängig vom Gerät, also zum nachrüsten für “Bastler”.
Weil was der Hersteller sagt wieviele U/Min der Lüfter hat und welche Temperatur gerade ausgeworfen wird, das ist ja auch bei anderen Herstellern immer mit Vorsicht zu genießen.
Das ist nun keine Kritik oder Arbeitsauftrag, sondern nur eine Frage meinerseits weil ich weiss, dass du wohl mehr Kontakte hast als der Normalsterbliche in einem Forum. Vielleicht kann Herr Hundhausen da mithelfen was in Erfahrung zu bringen.
Beim Luftausstoß stelle ich es mir extrem schwierig als Funktion der Drehzahl gute Werte für den Volumenstrom zu bekommen, mit Blenden, die sich bewegen können oder nicht, unterschiedlich dichter Filter, Abstand zur Decke ... Vielleicht liese sich auch was um ein günstiges Anemometer herum basteln, was man in definierter Weise adaptiert und dann einmalig mit Vitamin B in einem Institut calibriert werden müßte ...
Aber vielleicht kommts auf die absoluten Zahlen ja auch nicht so an, wenn es um das Verständnis und die Optimierung geht.
Erstmal sehr spannend die Simulation, ich denke da können auch die WP Entwickler noch von dir lernen.
Folgender Effekt ist mir bei der SIM aufgefallen.
Da sinkt die Temperatur im Raum während die Heizung läuft oder verstehe ich da was falsch?
Bei Vorwahltemperatur 22°C steigt die Temp, vielleicht ein kleiner ...
Ja das kann passieren und ist ein spannender Effekt:
Du hast 21° eingestellt und die Klimaanlage misst diese Temperatur am Lufteinlass. Diese Temperatur hat du erreicht, deswegen wird die Leistung gedrosselt.
Und auch der Fan.
Also die warme Luft kommt nicht beim eigentlichen "Thermostat" an. Die Raumtemperatur wird ca. 4-5m entfern auf 1.5m Höhe gemessen und die Klimatemperatur auf ca. 2.1m Höhe
Du hast hier also eine Wärmeblase um die Klimaanlage geschaffen.
Das fiese dabei: Der cop ist sehr hoch. Die Effizienz im Raum - Katastrophe.
Der Raum wird hier mit modelliert
Danke für die Erklärung.
Ist dieser Temperaturabfall ein Effekt der Simulation durch die gewählten Messpuntke oder passiert das auch in echt im Wohnzimmer?
Bei Lüfterstufe 1 könnte ich mir das mit der Wärmeblase vorstellen, bei einem hohen Lüfterdurchsatz müsste die Umwälzung im Raum doch passen, oder nicht?
Heizkörper, Öfen und Fussbodenheizungen sind normalerweise im Raum unten. Da steigt die Wärme von selbst auf und setzt eine Umwälzung ganz ohne Lüfter in Gang.
Klimaanlagen montiert man oben. Das ist im Kühlbetrieb gut, weil die kalte Luft von selbst herunterfällt und so die Verteilung im Raum in Gang setzt. Im Heizbetrieb bleibt die warme Luft oben, wenn man sie nicht per Lüfter nach unten schafft. Das erzeugt aber Zugluft, die unangenehm sein kann.
Eigentlich müsste das Innengerät zum Heizen unten sein (und zum Kühlen oben).
Müssen wir vielleicht ein neues Innengerät konstruieren? 2m hoch, kalte Luft oben raus, warme Luft unten raus.
Ok, dann ist das wohl ein Thema der VZ12.
Wenn mein 25er Daikin Innengerät auf niedrigster Lüfterstufe läuft, bewegen sich die Gardinen am ca. 4m entfernten Fenster.
Das bedeutet für mich, dass die Luftumwälzung bis dahin stattfindet.
Wundert mich, wenn unsere Daikin ATXF oder MHI SRC/SRK auf Lüfterstufe 1 läuft, ist kaum Luftbewegung zu spüren und es entsteht eine Wärmeblase. Geht in der Übergangszeit gut, aber unter 7 Grad müssen wir höhere Stufen anwählen.
Die vz12 fährt auf Stufe 1 schon sehr runter. Aber der Sensor war seitlich 4-m entfernt. Nicht direkt vor dem Strahl.
Am Ende dürfte es auf die blanke Luftmenge ankommen, die für die Verteilung sorgt.
Vermutlich wird es auch auf Stufe 1 irgendwann klappen, aber dauert sehr lange und man transportiert viel Wärme zurück.
Zur daikin kann ich nichts sagen. Ich würde aber vermuten, dass die Wärmeverteilung ein generelles Problem darstellt. Bei ir basierten Heizungen vermutlich weniger.