Lifepo4 Reihenschaltung

Hallo, ich würde gerne statt 5 AGM Batterien für den Roller, 5 Lifepo4 20 A Batterien in Reihe schalten. Gibt es dafür eine Lösung? Da laut Angabe max. 4 in Reihe geschaltet werden dürfen.

Beste Grüße

Dann gibt es eigentlich keine Lösung.

Außer man baut selbst und macht gemeinsames BMS über alle Zellen.

Hallo,

ich stehe gerade vor dem selben Problem. Ich habe gelernt, dass im Falle eines Abschalten EINES Akkus, die übrigen 4 diesen quasi Rückversorgen und dessen BMS dann statt 12V etwa -48V sieht und die Beine hochreißt.
Könnte man das nicht damit umgehen indem man zu jedem Akku eine dicke Shottky-Diode antiparallel schaltet und bei unklarer Last, diese auch nochmal mit einer Verpol-Diode entkoppelt?
Ja ich bin mir der Verlustleistung bewußt! Und ich möchte hier auch nicht über wirtschaftliche Nutzen reden oder über Kauf oder Eigenbau. Ich habe das Ganze mal grob in LT-Spice simuliert und sehe da keine zu hohe Spannung - aber vlt. überseh ich ja was?!?

Gruß

Stefan

Warscheinlich. Der laststrom fliesst aus drei akkus weiter.

Der Laststrom ist in diesem Fall eine Motor-Elektronik, die bei Unterspannung abschaltet - d.h. eigentlich dürfte der Peak in der Antiparallel-Diode doch nur von kurzer Dauer sein, bis die Last abschaltet und dann nur noch mit ein paar mA "lauert" bis wieder alles an Spannung verfügbar ist?!

Wenn du damit zufrieden bist...

Darum gehts mir nicht - ich möchte vermeiden, mir Lifepo4-Akkus für n paar 100 Eur zu schrotten, weil ich 5 in Reihe schalte statt der erlaubten 4. Ich versuche zu verstehen warum da was sterben könnte und überlege was ich dagegenmachen kann.
Der einzige Problemzustand ist der, dass ein Akku abschaltet bevor die Board-Elektronik des Fahrzeugs sagt:"es ist nicht genug Saft da" und die Arbeit verweigert. Sollte letzteres der Fall sein wird ja niemals ein Akku abschalten. Ich kann halt nicht garantieren, dass dieser Fall nicht auftritt und möchte sicher sein, dass da nichts blödes passiert.

Und Untertemperatur, Übertemperatur, Überstrom.
Das Unterspannungsábschalten kann durch fehlendes Balancing früher kommen als die Spannung dir sagt.
Ich sag dir was, ich hab das auch mal gemacht. Hatte einen 10 s, brauchte einen 14s für einen Test bei 48 V (LiIon). Laptopzellen genommen, ein 4 s BMS dran. Passiert ja nix, ist nur ein Test, ich bin vorsichtig.
Beim Testen hatte ich ganz kurz Überstrom - kurze Abschaltung, wiedereingeschaltet. Dann eine Etrladung, Erwärmung testen, zum Telefon gerufen worden, als ich wiederkam war der 4 S auf 0,5 V/zelle. Ein Mosfet war durch. Die schalten in dem Fall immer durch, Kurzschluss.

Und deswegen sage Ich: Lass die Finger davon. Das Risiko kennst du jetzt.

Die Lösung heißt 15-16 Zellen und passendes BMS.
Dein nächstes Problem könnte sein, daß die Roller-Elektronik mit dem besseren Innenwiderstand der Zellen überfordert ist.

Das Selberbasteln interessiert mich schon aber ich fürchte dazu habe ich gerade in keinster Wesie die Zeit. Fällt also raus bzw. steht gaaaanz hinten an.
Was die Zellenzahl angeht: derzeit sind 5Stk 12V-Bleigel verbaut - also 60V - ich dachte an 5Stk Lifepo4, welche mit je 4 Zellen bestückt sind. Macht also 20Zellen. Wenn man einkalkuliert, dass die Lifepos etwas mehr Spannung liefern, würde ich bei einer Selbstbaulösung auf 19Zellen gehen.
Die Überforderung mit dem Innenwiderstand hätte ich gerne nochmal phyikalisch erklärt - da kann ich nämlich noch nicht ganz folgen.
Was allerdings ein Problem werden könnte ist, dass ein voller Bleiakku 12,9V hat ein voller LifePo4 13,6V - das wären, auf 5Stk in Reihe, bei voller Ladung knapp 5V mehr.
Wenn dann würde ich am ehesten dort Schwierigkeiten sehen - lasse mich aber gerne eines Besseren belehren......sonst müsste ich euch ja nicht fragen :wink:
Gruß
Stefan

P.S.: ich habe bereits aus der aktuellen Konofiguration einen Balancer übrig und eine Ladung erfolgt über relativ lange Zeit mit verhältnismäßig kleinen Leistungen - ich werde also nicht die Reihe mit 10 oder 20A laden...

Ich hätte hier - um auszuschließen, dass wir hier aneinander vorbeireden - einmal das Schema!

Für den Entladefall kannst Du mit den Dioden die Schalter der einzelnen BMS gegen Unterspannung schützen. Das Konzept hatte ich zuletzt auch hier beschrieben.
Für den Ladefall ( z.B. Rückspeisung beim Bremsen ) reicht das aber für den allgemeinen Fall nicht. Da könnte es zu Überspannung kommen. Wenn man statt normalen Dioden unidirektionale TVS Dioden ( Durchbruchsspannung etwas größer als maximale Batteriespannung, z.B. 15 V ) nimmt, hätte man zumindest etwas Schutz dagegen.
Im Schaltplan hast Du bereits eine zusätzliche Diode gegen Rückspeisung beim Bremsen vorgesehen. Wenn die bis jetzt nicht vorhanden ist, der Motorregler aber von der Rückspeisemöglichkeit ausgeht, könnte das den Motorregler durch Überspannung zerstören. Falls der Motorregler einen "Bremswiderstand" hat, um seine Busspannung notfalls zu begrenzen, wäre das aber unkritisch.

Mit 15 oder 16 neuen Li-zellen hast mit normaler Fahrt belastet wahrscheinlich ähnlich viel Spannung wie mit den Bleidingern. Der Innenwiderstand von blei ist höher.
Beim losfahren hast aber einen hohen Anlaufstrom, und was die neuen Zellen liefern muss die elektronik abkönnen