Lifepo - Überwachungsmethoden und Elektronik

Ja, bei uns ist es ziemlich hügelig und mein Moped war öfters mal kaputt. Ich kenne den Einfluss der Steigung aus leidlicher Erfahrung. Die Spannung von langen M4 Gewindestangen kann ich aber durch Anzupfen gleichmäßiger zueinander einstellen. Bei M10 braucht das eine wesentlich höhere Spannung und Länge.

Mein Aufbau des Gehäuses mit Leimholz-, OSB- und Dreischichtplatten war zu Beginn noch alles andere als definiert, das musste sich erst einmal setzen.

Die Zellen habe ich auch nicht mit 3kN als Zielwert verpresst, sondern nur auf Vorspannung mit mit den Fingerspitzen an der Nuss angelegt. Die Endspannung haben sie sich dann selbst geschaffen.
Das war die ersten Zyklen noch stark abhängig vom SOC und hat sich inzwischen eingependelt, da verändert sich nicht mehr viel.

Datenblatt. Z.B. wird für die LF280K die “Expansion Force” mit BOL <= 3kN und EOL <=50kN genannt
Dort wird auch erwähnt, dass bei 50kN interne Defekte erkannt wurden und die Zelle bei >100kN undicht wurde.

Einmal weil jedes Brett andere Eigenschaften hat, bei einfachem Leimholz ist das extrem.
Dazu kommt, dass bei schwankender Luftfeuchtigkeit und Temperatur sich mehrere “gleich” aufgebaute Packs noch weniger vergleichbar verhalten.
Ich mag es einfach nicht, wenn ich zu viele undefinierte und dazu noch variable Einflüsse in meinen Messreihen habe. Das macht nur Wahnsinnig und führt zu nichts.

Das was ich mit allen Messergebnissen mache:
Ich lerne wie sich ein System in verschiedenen Zuständen verhält,
kann es hierfür auch im Grenzbereich betreiben und dadurch Fenster definieren, welche ich für die Überwachung verwende. Die vier Sensoren des JK-BMS sind zwar nett, ein Ereignis in einer einzelnen Zelle bekomme ich damit aber nicht mit:
Den magischen Rauch riechen zu können ist zwar immer aufschlussreich, aber ohne ausreichende Messdaten nicht sonderlich hilfreich.

Kenne ich jedoch das Verhalten, kann ich Grenzwerte sehr eng setzen. Für Meldungen, wie auch zur Abschaltung. Die Meldungen sind für mich dann z.B. ein Hinweis auf unerwartetes, bzw. unbekanntes Verhalten, welches ich im Nachgang anhand der gespeicherten Messwerte auswerten kann.

Bisher hatte ich die Logdaten immer in SQL-Datenbanken, oder als XML-Dateien welche ich über Scripte auswerte. Mit der Zeit entsteht dabei eine hübsche Sammlung an Analysewerkzeugen, welche ich im Hintergrund oder bei Bedarf gezielt ausführe.
Das Energieprojekt (PV, Akku, Wärmepumpe, Heizung, Verbraucher) habe ich jedoch mit Homeassistant und Influx aufgesetzt, wegen zu vielen anderen und meist wichtigeren Projekten noch nicht an der automatisierten Auswertung arbeiten können.
Durch die guten Visualisierungsmöglichkeiten war der Bedarf dazu aber auch noch nicht akut, daher beschränken sich meine Scripte bisher nur auf die Steuerung, um Unzulänglichkeiten in der Software der einzelnen Komponenten zu umgehen, bzw. deren Verhalten an meine Gegebenheiten anzupassen.

Wie schon geschrieben, ist das insgesamt ein schönes Hobby, welches noch vergleichsweise günstig ist und ausnahmsweise auch einen direkten Nutzen bringt.
Dazu kommt, dass mir ein intensives Interesse an Zusammenhängen und Details wohl bereits in die Wiege gelegt wurde. Also liegt es nahe, an allen Enden noch etwas für Außenstehende auf den ersten Blick unnötiges gleich mit umzusetzen.

Die Temperaturmessung (Aufzeichnung) als Beispiel:
DS18B20 sind günstig und an einem IO , die verwende ich im ganzen Haus.
In Verbindung mit einem ESP32 und ESPhome sind die fix an einem Versuchsaufbau angebracht und die Messwerte in Homeassistant verfügbar.
Von Aliexpress habe ich mir günstig eine Platine (KC868-A16) mit jeweils 16 über Optokoppler getrennten Ein- und Ausgängen geholt. Wenn das timing keine besondere Rolle spielt, habe ich damit innerhalb kurzer Zeit einen Logger für verschiedenste Anwendungsfälle erstellt und muss nicht tagelang mit Notizblock und Messgeräten vor der Anlage stehen, um auf einen sporadischen Fehler zu warten.