Laufzeiten LLWP im Herbst/Winter

Hallo zusammen,

seit einigen Tagen läuft jetzt bei uns die Klima zum heizen.

Wie sind eure Erfahrungen oder Empfehlungen/Einstellung für eine gute Laufzeit/Effizienz?

Kurze Info, wir haben eine Mitsubishi Heavy:

Außengerät SCM40ZS + Innengerät SRK35ZS+SRK20ZS

Eine Gastherme läuft ebenfalls noch mit, die hält alle Zimmer auf 17 Grad, außer Küche und 2 Badezimmer- da kommt kein Luftstrom hin und da sind in unseren Anwesenheitszeit 21 Grad.

Grundsätzlich laufen beide Geräte im Silent Modus, der ja die Stromaufnahme etwas reduziert- und das in Verbindung mit Lüfterstufe 3 von 4. Ist schon relativ laut, aber dafür wird alles schnell Warm, auch bei offenen Türen verteilt sich die Wärme gut im Haus (außer die 2 Badezimmer + Küche). Angenehm empfinden wir die Raumtemparatur von 22-23 Grad.

Ich habe auch schonmal Silent+Eco gleichzeitig aktiviert, aber in diesem Modus wird z.B. das Wohnzimmer (ca.50qm) nicht wirklich warm- für mich wirkt es als ob das eher dafür gedacht ist bei minimaler Stromaufnahme die Raumtemp. zu halten.

Wie Handhabt Ihr das so?

Jetzt für Oktober haben wir bis jetzt ca. 350kwh Gas verbraucht und 85kwh Strom für die Heizung.

Das Haus ist aus den 1930er Jahren, Freistehend mit ca. 120qm Wohnfläche, Massivbau und wurde in den später 80er Jahren zusätzlich verklinkert und gedämmt.

Beste Grüße an alle!

Wenns zu kalt ist, schalt ich sie ein. Einige Räume muss ich am Tag nicht heizen (Schlafzimmer) andere Räume muss ich nachts nicht heizen (Küche + Wohnzimmer).

Es gibt einen anderen effizienten Modus bei dieser Anlage: SILENT + Lüfterstufe 4. Warum? SILENT limitiert die Leistungsaufnahme der Anlage auf maximal 50 %. Und Lüfterstufe 4, weil das die einzige Lüfterstufe ist, die man direkt anwählen kann, wo also dann wirklich immer höchste Lüfterdrehzahl für effizientes Heizen an ist. Wir hätten gerne Lüfterstufe 3, aber da geht die Anlage wieder in die Automatik. 3 heißt für die Anlage: Mach automatische Anpassung zwischen 1-3.

So funktioniert es zumindst bei der Single-Split. Kann sein, dass deine Multi sich da etwas anders verhält.

Ansonsten: Wir heizen ausschließlich mit Split und nur die Räume, die wir gerade nutzen. Aber es hängt viel von den Komfort ab, den man haben will. Bedarfsweises heizen ist am sparsamsten, aber kann auch ungemütlich werden. Da muss dann jeder seinen besten Kompromiss finden.

Es lohnt sich, wenn man irgendwie die Gasheizung auslassen kann, gerade jetzt in der Übergangszeit. Da kann es sogar billiger sein, mit Heizlüfter die Räume zuzuheizen, wo schlecht Wärme durch die Split-Klimas hinkommt.

Schlafzimmer heizen wir derzeit noch nicht, da sind es jetzt 16 Grad.

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Bei unserer SCM 41 ist tatsächlich die Lüfterstufe auf Auto in der Regel hoher, verglichen mit Lüfterstufe 3 direkt aktivieren.

Das ist bei uns meist ein guter Kompromiss aus guter Luftverteilung und Lautstärke, sowie Effizienz.

Das macht von der Steuerung nicht wirklich intuitiv Sinn, ist aber so. Auf Eco, ist die Lüfterstufe deutlich geringer.

Einfach mal nah an ein Innengerät stellen, Lüfter manuell auf Stufe 2 oder 3 stellen. Dann auf Automatik stellen. Bei unseren Anlagen merkt man dann direkt mehr Luftzug und man kann auch hören, dass der Lüfter schneller dreht.

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Eigentlich relativ simpel.
Generell arbeite ich überall mit einer Nachtabsenkung die so ausschaut, dass Nachts die Klimaanlage ganz generell schlichtweg aus ist.

2 Vorteile:
a) Nachts werden außer Schlafzimmer eh keine Räume genutzt

b) Nachts ist es am Kältesten und der COP dann auch am schlechtesten.

Regelmäßig tagsüber genutze Räume werden hingegen durchgehend beheizt.
Mit dem Heizen fange ich 2 Stunden bevor die Räume betreten werden an, da es sich sonst ob kalter Oberflächen/Abstrahlung unangenehm anfühlen könnte.
Ausschalten passiert zu der Uhrzeit, ab der die Räume nicht mehr genutzt werden.

Da beim Vorheizen eine Stunde sparen ist Kosten/Wohlfühlfaktor-Verhältnis einfach nicht passend.
Zumindest nicht in den kältesten Monaten Dezember-Februar.

Ich hab das zwar letzten Winter lange so gemacht. Aber obwohl die Luft gleichwarm ist fühlt es sich einfach unangenehmer an. Und wenn man am Schreibtisch erstmal kalte Finger hat… hat man kalte Finger. Muss nicht sein.

Sporadisch genutze Räume (Wohnzimmer z.b erst nach Feierabend) werden entsprechend tagsüber nicht 12-16h lang beheizt sondern kürzer. Da die Räume weniger Grundtemperatur haben fange ich mit dem Aufheizen dort aber eher 3h vorher an damit sich einfach ein angenehmes Raumklima ergibt.

Unser Wohnzimmer ist aber auch sehr schlecht isoliert.
Wir haben jetzt bei diesen Temperaturen in der Heizpause bereits 7°C Temperaturverlust.
Bei besserer Isolation reichen vielleicht auch 2h

Schlafzimmer heize ich generell nie in der Nacht da mögliche Abtaugeräusche Nachts beim Schlafen stören können. Schlafzimmer werden tagsüber in soweit geheizt, dass die Temperatur Nachts ausreichend ist. Wie lang man heizen muss kommt aber auf die Temperatur der Nebenräume und persönliche Präferenzen an. Das ist individuell.

Das Vorheizen der Räume mache ich generell immer auf maximaler Lüfterstufe und sofern ausreichend Leistung vorhanden auf 95% Bedarfssteuerung (oder Econo) damit das Aufheizen bei maximal 40°C Ausblastemperatur erfolgt und damit der COP in einem guten Bereich bleibt.
Das ist bei mir aber sowieso alles automatisiert via Home Assistant.
Ich nutze allerdings Daikin in Kombination mit Faikin-Modulen.

Generell könnte man die Lüfterstufe über Bewegungsmelder auch an die Präsenz koppeln und die Lüfterstufe wieder erhöhen wenn der Raum verlassen wird. Habe aber festgestellt, dass zu häufiges regelmäßiges starkes Schwanken der Lüfterstufe bei Daikin nachteilhaft bei der internen Regelung sein kann. Vor allem, wenn der Heizbedarf der Räume eher an der unteren Modulationsgrenze ist.

Wie sich das bei Mitsubishi verhält kann ich aber nicht sagen.
Ist für mich aber die Lösung, die am sinnvollsten Funktioniert.

Da Büro hier zu Hause ist und nicht Außerhalb gearbeitet wird ist es zwar ein bisschen suboptimal, dass das wieder aufheizen natürlich auf eine sehr kalte Tageszeit fällt.
In Kombination mit hoher Lüfterstufe ist es vom Stromverbrauch aber dennoch ein spürbarer Effizienzvorteil verglichen mit keiner Nachtabsenkung.

Versuchen die Anlage so effizient wie möglich zu betreiben ist zwar schön und gut.
Das habe ich letzten Winter glaube ich auch ganz gut ausgereizt. Hab für mich aber entschieden, dass die letzten 10% Ersparnis zu Lasten des Komforts es für mich einfach nicht wert sind.
Gerade im Winter braucht es für ein gutes Wohnklima schon eine gewisse Laufzeit weil die Wände sonst doch einfach kalt abstrahlen.

(Wenn man damit Leben kann, wäre es aber ein Ansatz wo man nochmal gut Strom sparen kann. WIN reizt das ja glaube ich auch ganz gut aus beim Trim Richtung Effizienz. Ich peile eher guten Wohnkomfort an, mach aber was Effizienz angeht dennoch das, was halt sinnvoll ist. Nachtabsenkung, Lüfterstufen, Ausblastemperatur im Rahmen halten , Takten vermeiden etc)

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Bei meiner MHI im Erdgeschoss: Sie ist permanent eingeschaltet im Winter. Lüfterstufe auto, das gibt dem Gerät die meiste Freiheit ordentlich zu regeln, und ist meist recht leise. Lüfterstufe 4 ist zwar effizienter, aber das ist es mir nicht wert.

Nachts schalte ich auf silent, wodurch das Wohnzimmer zwar etwas abkühlt im Winter, aber es kühlt wenigstens nicht so weit aus wie als wenn ichs ganz abschalten würde, außerdem wärmt er dann morgens etwas schneller wieder auf.

Mein Tipp grundsätzlich wäre: halte es einfach, lass das Gerät mal ein paar Tage machen und sich "einschwingen". Danach kannst du immer noch versuchen zu optimieren, wenn Du das gerne machst.

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Genau, halte ich auch für eine gute Strategie: Erstmal wenn möglich, komplett durchlaufen lassen, Lüfter auf Automatik. Gut dokumentieren, was die Anlage so verbraucht bei welchen Außentemperaturen und Innentemperaturen.

Das ist dann die komfortable Basis und von da aus kann man optimieren.

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Im Übergang aber unnötig. Da ist zuviel Fluktuation draußen. Aber wie immer, man muss es selber wissen. Im Kernwinter laufen lassen wäre ebenfalls besser, noch besser wenn man noch eine Heizung hat, die die Hausmasse nutzen kann.

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