Eigentlich relativ simpel.
Generell arbeite ich überall mit einer Nachtabsenkung die so ausschaut, dass Nachts die Klimaanlage ganz generell schlichtweg aus ist.
2 Vorteile:
a) Nachts werden außer Schlafzimmer eh keine Räume genutzt
b) Nachts ist es am Kältesten und der COP dann auch am schlechtesten.
Regelmäßig tagsüber genutze Räume werden hingegen durchgehend beheizt.
Mit dem Heizen fange ich 2 Stunden bevor die Räume betreten werden an, da es sich sonst ob kalter Oberflächen/Abstrahlung unangenehm anfühlen könnte.
Ausschalten passiert zu der Uhrzeit, ab der die Räume nicht mehr genutzt werden.
Da beim Vorheizen eine Stunde sparen ist Kosten/Wohlfühlfaktor-Verhältnis einfach nicht passend.
Zumindest nicht in den kältesten Monaten Dezember-Februar.
Ich hab das zwar letzten Winter lange so gemacht. Aber obwohl die Luft gleichwarm ist fühlt es sich einfach unangenehmer an. Und wenn man am Schreibtisch erstmal kalte Finger hat… hat man kalte Finger. Muss nicht sein.
Sporadisch genutze Räume (Wohnzimmer z.b erst nach Feierabend) werden entsprechend tagsüber nicht 12-16h lang beheizt sondern kürzer. Da die Räume weniger Grundtemperatur haben fange ich mit dem Aufheizen dort aber eher 3h vorher an damit sich einfach ein angenehmes Raumklima ergibt.
Unser Wohnzimmer ist aber auch sehr schlecht isoliert.
Wir haben jetzt bei diesen Temperaturen in der Heizpause bereits 7°C Temperaturverlust.
Bei besserer Isolation reichen vielleicht auch 2h
Schlafzimmer heize ich generell nie in der Nacht da mögliche Abtaugeräusche Nachts beim Schlafen stören können. Schlafzimmer werden tagsüber in soweit geheizt, dass die Temperatur Nachts ausreichend ist. Wie lang man heizen muss kommt aber auf die Temperatur der Nebenräume und persönliche Präferenzen an. Das ist individuell.
Das Vorheizen der Räume mache ich generell immer auf maximaler Lüfterstufe und sofern ausreichend Leistung vorhanden auf 95% Bedarfssteuerung (oder Econo) damit das Aufheizen bei maximal 40°C Ausblastemperatur erfolgt und damit der COP in einem guten Bereich bleibt.
Das ist bei mir aber sowieso alles automatisiert via Home Assistant.
Ich nutze allerdings Daikin in Kombination mit Faikin-Modulen.
Generell könnte man die Lüfterstufe über Bewegungsmelder auch an die Präsenz koppeln und die Lüfterstufe wieder erhöhen wenn der Raum verlassen wird. Habe aber festgestellt, dass zu häufiges regelmäßiges starkes Schwanken der Lüfterstufe bei Daikin nachteilhaft bei der internen Regelung sein kann. Vor allem, wenn der Heizbedarf der Räume eher an der unteren Modulationsgrenze ist.
Wie sich das bei Mitsubishi verhält kann ich aber nicht sagen.
Ist für mich aber die Lösung, die am sinnvollsten Funktioniert.
Da Büro hier zu Hause ist und nicht Außerhalb gearbeitet wird ist es zwar ein bisschen suboptimal, dass das wieder aufheizen natürlich auf eine sehr kalte Tageszeit fällt.
In Kombination mit hoher Lüfterstufe ist es vom Stromverbrauch aber dennoch ein spürbarer Effizienzvorteil verglichen mit keiner Nachtabsenkung.
Versuchen die Anlage so effizient wie möglich zu betreiben ist zwar schön und gut.
Das habe ich letzten Winter glaube ich auch ganz gut ausgereizt. Hab für mich aber entschieden, dass die letzten 10% Ersparnis zu Lasten des Komforts es für mich einfach nicht wert sind.
Gerade im Winter braucht es für ein gutes Wohnklima schon eine gewisse Laufzeit weil die Wände sonst doch einfach kalt abstrahlen.
(Wenn man damit Leben kann, wäre es aber ein Ansatz wo man nochmal gut Strom sparen kann. WIN reizt das ja glaube ich auch ganz gut aus beim Trim Richtung Effizienz. Ich peile eher guten Wohnkomfort an, mach aber was Effizienz angeht dennoch das, was halt sinnvoll ist. Nachtabsenkung, Lüfterstufen, Ausblastemperatur im Rahmen halten , Takten vermeiden etc)