Moin!
Ein Freund von mir™ hat eine 4,5kWp-Anlage mitsamt Pylontech 4kWh-Akku, was im Optimalfall durch stetig geregeltes Laden und Entladen zur Nulleinspeisung führt. Die Verbrauchsdaten stammen von einem Tibber Pulse IR am Smartmeter, welcher nach ein wenig Optimierung in den Konfigurationsparametern nun zuverlässig im 2s-Takt überträgt. Ein Node-RED bringt das Ganze mit zwei ESPs zusammen, auf denen OpenDTU-OnBattery wahlweise ein Huawei R4850G2-Ladegerät oder einen HMS2000-Wechselrichter ansteuert.
Das funktioniert gut bis sehr gut bei kleineren Schwankungen und einfachen Großverbrauchern wie Wasch- oder Spülmaschine, aber relativ schlecht bei taktenden Geräten wie Mikrowelle und (besonders) Backofen. Läuft dann so, dass erst der Verbrauchspeak entsteht, dann schaltet das Ladegerät weg (sofern aktiv), dann schaltet sich der Wechselrichter zu, und bis dahin macht der Thermostat des Ofens meist schon wieder auf, so dass dann kurzzeitig 2kW ins Netz gepumpt werden, Das passiert dann in einer Schleife über die gesamte Backdauer.
Da demnächst ein Ausbau der Anlage ansteht, bei dem ich den Wechselrichter potenziell zweitverwerten könnte, wäre in dem Zuge der Wechsel auf ein "richtiges" ESS denkbar, z.B. einen Multiplus-II mit 5kW. Kann hier jemand Erfahrungswerte liefern, wie genau (oder besser gesagt: dynamisch) die Regelung für solche Grenzfälle funktioniert? Braucht man dafür zwangsläufig einen externen Energiezähler, und reicht dann z.B. eine Shelly 3EM oder muss es das Victron-Original für 250€ sein?
Vielen Dank!
