Lagerung großer Mengen an 18650 Li-Ion Zellen

Klar, deshalb brennen regelmässig E-Bike und Laptop Akkus ab weil die Sicherungsmechanismen funktionieren.
Und nein Tesla verbaut nicht die gleichen Zellen. Tesla verbaut eine ganz andere Qualität an Zellen in ihren Speichern.

grad eben auf yt gesehen: youtube.com/watch?v=vS1J1AyFrjo

5:40 sticht in eine super-safe Lifepo4 zelle - nix passiert: mini Rauchwölkchen
9:05 Tesla NMC Zelle geht ab wie eine Rakete
9:40 sticht in eine 280Ah Lifepo4 zelle - wie viele von uns im Keller haben: raucht extrem aber kein fire
10:50 sticht in einen Stack fetter NMC Zellen: Kernschmelze

das Szenario ist aber sehr unwarscheinlich im Keller, mit einem Speer die Zellen malträtieren.
interessanter wäre extrem overcharging/undervolting/kurzschluss

das Szenario ist aber sehr unwarscheinlich im Keller, mit einem Speer die Zellen malträtieren.
interessanter wäre extrem overcharging/undervolting
Tesla plant auch nicht ihre Akkus zu überladen oder unterladen und denoch brennt hier und da mal ein Auto aus dem nichts ab. Beim überladen siehts sogar schlimmer aus, da mehr Energie im Akku gespeichert ist.
Leute...WENN ein Lionakku brennt sind das sehr schnell Temps jenseits von 500°.
Habt ihr mal die Wassermengen gesehen um die es bei Elektroautobränden geht?
Da bin ich gern mal auf praktische Tests gespannt... :wtf:
https://www.youtube.com/watch?v=yIH9ED0j5dQ
https://www.youtube.com/watch?v=aspF-GFOqHo
tl;dw - Akkus brennen mit 10-facher Energiemenge ihrer Kapazität in ca. 1-2 Minuten weg, Sprinkler können das Feuer löschen, aber nur langsam.
Ein voll aufgeladener (4.2v) 3000mAh Akku, heizt im schlimmsten Fall 2L 20°c warmes Wasser auf etwa 70°c, 5L auf 40°c.
  1. Danke für die Zahlen
    2) Da normales Wasser leitfähig ist würde ein Untertauchen nur zu einem KS des gesamten Pack führen. Destiliertes Wasser känte helfen, allerdings sind die Akkus wohl nicht sauber (müste man ggf entmanteln und mit Clean Flussmittel Löten bzw. Punktschweißen. Danach müste es teoretisch ohne Probleme Möglich sein ein Pack unter Wasser zu Lagern. Müste aber hermetisch dicht sein nicht dass sich im lauf der Zeit der Leitwert verändert.
    Was ich definitiv nicht weis ist wie sich die Akku Sicherung der 18650 Zellen verhält bzw. ob Auto Akkus extra abgedichtet sind.
    3) Öl anstelle von Wasser wäre denkbar, wenn das dann allerdings zum Brennen anfängt......
    4) Für PC's gibt es, ich weis nicht mehr wie es sich Nennt, eine Spezielle Flüssigkeit die direkt mit Elektronik in Kontakt kommen kann und über das reine Volumen einen PC super Kühlt. Die blubbert wenn sie mit heißen Oberflächen (50° oder so) in Berührung kommt und erzeügt so zusätzliche Konvektion.
    5) Die größte Gefahr ist ja dass die eine böse Zelle deine ganze Powerwall in Brand setzt. Deshalb verstehe ich die Leute nicht so ganz die alle Blöcke dicht gedrängt in eine Box einbauen oder in einen Schrank und hoffen dass eine Fermazellplatte die irgent wie dazwischen liegt den Brand abschottet. Hitze breitet sich aus, besonders nach oben und wie man in dem Video schön gesehen hat kommt es da zum Kaminefeckt. Sofern ich in einem Schrank die einzelnen Ebenen nicht so getrennt habe dass keine warme Luft von einer Ebene in die andere ziehen kann sondern in einen "Kamin" abgeleitet wird hat man wohl eher einen Brandbeschleüniger gebaut.
    Die gut Isolierte Box lass ich mir ja eingehen wenn sie mit Hitzemelder ausgestattet ist und Handelbar ist, sprich ich das innen brennendeTeil noch aus meinem Haus raustragen kann (wenn ich zu Hause bin).

    Mein aktueller Ansatz sind kleinere Einheiten, diese in X bzw. y min 10cm Abstand und y 40cm zwischen den Packs aufweisen. Masive Stahlwinkel als Träger in die Wand verschraubt auf denen 2 Fermacellplatten als Boden. Fermacellplatten (15cm hoch) bilden darauf ein Raster. Wo ich mir nicht ganz sicher bin ob ich es mit feinem (Sicherungs) Quarzsand fülle, da muss ich mich erst schlauer machen oder ob Glas-Hohlkugeln oben auf kommen.
    Das ganze in einem kleinen Raum der nur durch eine Öltankraum-Türe (Feuerfeste Türe die nur halb hoch ist) zugänglich ist. Solte das ganze doch "stärker" zu Brenen Anfangen kann man die untere Raumhälfte mit Wasser Fluten und die einzelnen Lagen ins Wasser kippen (Interesant wäre das mit einer Automatik zu versehen).

Was für ein Aufwand, wäre Lifepo4 nicht viel günstiger?

Zu 2. Ist mir alles bewusst, aber wenn es brennt, möchte ich lieber einen Akkublock weniger haben als ein ganzes Haus weniger. Meine Idee ist es ja, pro Parallel-schaltung ein Flutbecken, nicht den ganzen Akku fluten.
Zu 3 & 4.. Sind beide deutlich teurer als Wasser und wenn sie dir mal auslaufen, wirds nicht sehr spaßig sauber zu machen.
Zu 5. Ein Akku fängt nur sehr sehr selten von sich aus Feuer, daher gibt es vermutlich auch kaum Tests dazu im Privaten Bereich.


Was für ein Aufwand, wäre Lifepo4 nicht viel günstiger?

Preislich? Nein. Nervlich? Definitiv.
LiFePo4 kostet ca. 4-6 mal so viel, spart aber deutlich Zeit & Nerven.

German Angst is euch nen Begriff??

German Angst is euch nen Begriff??
In der Tat, ja ist er. Aber stell dir mal vor, man hätte ohne German Angst Atomkraftwerke gebaut. Ach warte, da gabs ja mind. 3 bei denen es schief lief.
Sind ja auch nur Ideen und noch nichts umgesetztes ^^ Die Zeit habe ich dazu eh, daher stört es mich nicht, mehr Vorkehrungen zu treffen als zwingend notwendig.

... ich bin nun etwas weiter... mit meinem DIY 3 cm Abstandhalter...

Das Brennen eines Halters via Porzellan hat nicht geklappt - die Plattem verwinden sich, sind ungenau, ... usw... Ich bin nun zu einer anderen Lösung gekommen:

Ich drucke die Halter aus - jedoch sind diese einseitige Hohlschalen und werden mit feuerfesten Beton (bis 1200 Grad) ausgegossen. So habe ich die Massgenauigkeit und im Havariefall etwas was eine
in Brand geratene Zelle an ihrem Platz fixiert und genügend Abstand zu den anderen Zellen bietet. Darüber hinaus drucken sich diese Halter jetzt auch schneller...

Hier ein Bild eines Tests:

Was meint Ihr dazu?

Meine eigene Kritik: Das ist ja Beton. Beton hält zwar Druck aus aber eben kein Zug-Kräfte. Wenn - wie in meinem Fall - also 280 Zellen (=12,5 KG) da dran hängen - bricht der vermutlich.... und Metalleinlagen finde ich jetzt nicht so prikelnd zumal die bei einer Haverie eh schmelzen werden, siehe 9/11


Anbei die OpenSCAD-Datei für andere zum Nachmachen sowie einen Satz mit 5x4 STL 3D Dateien...

11306=2595-stl.zip|attachment (1020 KB)

11306=2596-18650_holder_openscad.zip|attachment (1.11 KB)

Das hier ist eine weitere Lösung:

https://www.youtube.com/watch?v=kor54Yh2e0E

Sieht mir danach aus, als hätte man nichts anderes als ein Material rein gestopft, dass hohe Temperaturen standhalten kann und gut isoliert. Jedoch ist der Kostenaufwand da vermutlich recht hoch.

Hallo,
Ich bin neu in diesem Forum.
Ich interessiere mich für gebrauchte 18650 Lipo Zellen.
Kann ich die über euch bekommen.
Gruß
Hermhau

Hallo,
Ich bin neu in diesem Forum.
Ich interessiere mich für gebrauchte 18650 Lipo Zellen.
Kann ich die über euch bekommen.
Gruß
Hermhau
Eher weniger, es gibt kaum gute Quellen. Auf Ebay-Kleinanzeigen lassen sich oft Anbieter finden, die für 1€ das Stück + Versandkosten alte Laptop Akkus verkaufen, die Ausbeute ist jedoch mit 1/4 - 1/3 an brauchbaren Akkus eher nicht so gut. Ansonsten hat AJS hier und da mal paar bessere: https://forum.drbacke.de/viewtopic.php?t=936&start=50

re

Im schlimmsten Falle muss eben ein Gutachter zu dem schluss kommen, das alles korrekt und fachlich ok ausgeführt wurde. Wenn ein Bauteil defekt ist/wird und es deshalb zum Schaden kommt kann man mir dann nicht vorwerfen. Im übrigen betreibt die Tesla-Powerwall im meinem Keller auch tausende dieser Zellen ....
Das ist in Deinem Fall sehr einfach.

Mehrere völlig verschiedene und auch noch gebrauchte Zellen zusammen gebaut -> KEINE fachliche korrekte Ausführung

Falls Du auch nur an einer Zelle gelötet hast oder alte geschweisste Verbinder von den gebrauchten Zellen abgetrennt hast -> KEINE fachliche korrekte Ausführung

Ne, also sooo einfach ist das dann doch nicht.

Mehrere völlig verschiedene und auch noch gebrauchte Zellen zusammen gebaut -> KEINE fachliche korrekte Ausführung
Wo steht das geschrieben? Din Norm? Gesetz?

Was meinst du mit 'völlig' verschiedene Zellen? Es werden schon Zellen mit den gleichenelek. Eigenschaften verbaut. (Gleiche Min/max-Spannung, verwendung des niedrigsten C für alle Zellen)
Falls Du auch nur an einer Zelle gelötet hast oder alte geschweisste Verbinder von den gebrauchten Zellen abgetrennt hast -> KEINE fachliche korrekte Ausführung
Wo steht das geschrieben? Din Norm? Gesetz?

Die Spanne von korrekter Interpretation von Normen bis zum völligen Missverstehen ist noch größer als die der Ahnungslosigkeit von Politikern.


Wo steht das geschrieben? Din Norm? Gesetz?
Ernsthaft jetzt?

Ist das sowas wie "in welcher DIN steht geschrieben, dass ich meine Katze nicht in der Mikrowelle trocknen darf?"


Ich nenn Dir mal nur ein einziges Beispiel aus dem Datenblatt einer Samsung 30Q Zelle zum Zellpack Design:

https://eu.nkon.nl/sk/k/30q-specs.pdf

Darin steht neben vielem anderen:

Don't disassemble the battery or modify the battery design including electric circuit.
Don't solder on the battery directly.
Don't use or assemble the battery with other makers' batteries


und vermutlich extra für die Amerikaner, just for fun:
Don't put the battery into a microwave oven,...

Für das mechanische Zellpack Design (ESS/UPS) ist von Samsung folgendes vorgeschrieben, sonst "If a customer’s battery pack cannot meet the requirements above,
SDI cannot take responsibility for a quality issue about a battery cell":

□ Need partitions(separator) between
BMS and a Cell
□ Need to check if the pack is designed
to be able to avoid thermal runaway
(1KWh↑)
□ Need to analyze the battery pack's
thermal distribution and its effect
on the pack's life cycle
□ Need to use a non-flammable
(VO level) case
□ Need to apply improved material
(Steel) to the case
□ Need to analyze the battery pack's
structure, system, installation status
and use environment

Und das ist jetzt nur von einem Zellhersteller!

Andere haben andere Anforderung zum Zellpackdesign, die Du allesamt einhalten müsstest, damit die Zellen "sicher" betrieben werden können.

Als Gutachter geht man davon aus, dass Du asl Erbaer das Akkupacks alle Datenblätter und natürlich auch alle Sicherheitsdatenblätter und alle Richtlinien zu Zellpackdesigns von allen involvierten Zellen gelesen hast und ggf. mit Vorsatz dagegen verstoßen hast.

Machen wir es kurz: Wo kein Kläger, da kein Richter. Sollte es aber jemals dazu kommen, das sich ein Gutachter mit dem Akkupack beschäftigt bist Du dran.

MfG

>Sollte es aber jemals dazu kommen, das sich ein Gutachter mit dem Akkupack beschäftigt bist Du dran.

Also erstmal sind Herstellerangaben keine "verpflichtende Angaben" im Sinne eines Gestzes oder Norm. Da steht jede Menge drin die nur zur Abwehr von denkbaren Schadensersatzklagen dienen.
Ein Gutachter wird also die 'technisch' sinnvollen und relevanten Angaben ggf. herausziehen und diese dann auf Basis seines Sachverstandes bewerten.

1)
Ich sehe kein Risiko darin gebrauchte Zellen einzusetzten. Jede Zelle ist irgendwann einmal 'gebraucht' und dann soll man diese nicht mehr einsetzen dürfen? Schwache Logik.
Man kennt die 'historie der Zelle nicht' - dann dürftest Du auch kein gebrauchtes eBike kaufen und einsetzen. Demletzt habe ich in einer Seldung einen Rassentrimmer-Test gesehen - der Akku hatte nicht einmal
ein BMS verbaut (und nein in der Zelle war auch keins drin)

Zellen werden über die Betriebsdauer schlechter und sind irgendwann nicht mehr einsetzbar. Dies ist aber gut messbar:
Was zählt sind die elek. Werte und die sind - in meinem Falle - 2 mal in Abstand eines Monats durchgemessen worden. Meine Kriterien - und die waren hart:

>85% Restkapa
<=70 mOhm
<=20% Differenz in mOhm zu baugleichen Zellen.
Jede Zelle muss mind. 4,15 Volt Ladeschlussspannung erreichen
Gewisse Zell-chemien wurden aussortiert, da zu niedrige Thermal-Runaway-Temp.
Optisch perfekte Zellen (kein rost, keine Dellen, wenige/keine bond-Spuren, ...
max 0.02 mV Drift bei einer vollgeladenen Zelle (>4,15V) bei 1 Monat Lagerung (Messwert ermittelt 20 min nach der Vollladung)
Kontrolle via Wärmebildkamera, vor, während und nach dem Messzyklus.

Sicherlich kann eine einzelne Zelle dennoch innerlich 'defekt' sein und amok laufen - das passiert einem bei fabrikneuen Zellen genauso ("Heater" und "lazy Heater"). Dagegen hilft nur eine Regelmäßige Wartung z.b. via Thermakamera - was ich betreibe.

2)
Den Einsatz verschiedener Zellen kann man kritisieren - dann aber in gewissen Grenzen. Z.b. kann man die Zellen gemäß ihrer Start/end-Spannungen und deren max. C, die UmgebungsTmp,.... einordnen.
Wenn man deren gemeinsamen 'Bereiche' für seinen Betriebsmodus heranzieht spricht nichts dagegen.

Sicherlich gibt es einige Zell-Chemien (LFP,NMc,LCO,NMC,....) die unterschiedliche Thermal-Runaway-min-Temp. haben - aber wir wollen je so oder so weit von solch einer Temp. (>190 Grad) arbeiten. Gewisse Zell-chemien habe ich so oder so aussortiert.

3) Löten
Löten am (-) Pol ist sicherlich ein Thema und mache ich nicht. Der (-) Pol wurde Punktgeschweisst. Der + Pol dagegen ist dank der CID und anderer Vorrichtungen sehr weit weg von der Chemie und kann - wenn man Löten kann - m.E. nach problemlos gelötet werden ohne alles zu überhitzen - was ich wegen der Zellsicherungsdrähte gemacht habe.

4) 'Entbonden'
Das entfernen der Punktschweissungen ist ein Thema. Hier muss man meiner Ansicht nach unterscheiden ob der 'bond' leicht entfernbar war und nur minemale Spuren hinterlassen hat oder Einkerbungen im Gehäuse bis gar zu einem Loch hinterlassen hat. Und hier wären wir beim "muss optisch perfekt aussehen" angekommen. Zellen mit deutlichen bond Spuren fliegen bei mir raus.


Was ich damit sagen will: Pauschal einfach zu sagen: ihhh, gebrauchte Zellen, gemischte Zellen, ... einfach so als "fachlich" falsch einzuordnen ist nicht richtig. Man(n) muss schon genauer hinschauen.