ich habe inzwischen mit der Installation einer Daikin 3MXM52 (knapp 60kg) und 3x Stylish Innengeräten begonnen, werde dazu demnächst mal noch einen Faden zu dem gesamten Vorhaben öffnen.
Da 3 Seiten des Gebäudes grenzbebaut sind, haben wir nur die Hofseite zur Platzierung des Außengeräts verfügbar. Und da der Hof nicht sehr breit ist, soll das Außengerät möglichst hoch an der Wand auf etwa 3,5m Höhe angebracht werden.
Als Konsole kommt die Hornbach Konsole mit den C-Profilen zum Einsatz.
Das Gebäude selbst ist unbekannten Alters und ein Teil des Mauerwerks besteht aus Bruchsandstein, 1975 wurde im Rahmen der Dachsanierung ein Teil des Mauerwerks unterhalb des Ringankers durch HLZ ersetzt, bis wohin ist jedoch unbekannt.
Daher habe ich mich vorab für Klebeanker entschieden, FIS V Plus mit 20x200mm Siebhülsen und M12 x 260mm A4 Gewindestangen.
Beim Bohren hat sich nun herausgestellt, dass im Bereich der Konsole bereits HLZ vorhanden sind. Mauerwerksdicke beträgt 45cm inkl Putz (ca. 3cm Außen, 2cm innen). Bisher habe ich bereits 4 Anker eingeklebt und die Konsole daran befestigt. Ein Belastungstest mit 85kg Körpergewicht haben die Arme jeweils ausgehalten.
Seht ihr es als sinnvoll an, noch einen weiteren Klebeanker in die Mitte des Profils zu setzen?
Rechts und links?
Vom Klettersport kommend, sehe ich eine gewisse Redundanz durchaus sinnvoll.
Ich kann die HLZ ehrlicherweise nicht einschätzen, was Dauerlast und Materialermüdung betrifft - bin im Metallbereich zu Hause.
Wenn ein weiterer Anker, würde ich meinen, dass bei einer Ziegelhöhe von ca 25cm mindestens 20cm Abstand zum oberen Anker lassen sollte, um die Gefahr zu reduzieren, diesen in den gleichen Stein zu setzen und damit zusätzlich zu schwächen.
Ist unüblich, da noch mittig zu befestigen und ein sauber gesetzte Gewindestange mit Injektionsmörtel hält mit Siebhülse im HLZ optimal. Redudanz hast du ja, selbst wenn einer versagen würde, würde der andere obere es noch halten. Mit 200mm bist du auch ordentlich tief gegangen. M12 und 20mm Siebhülse, alles sehr robust.
Selbst nur die unteren Gewindestangen würden die Anlage noch halten, wenn beide obere Stangen versagen.
Wichtig: Du darfst die Muttern nur sanft anziehen, man darf auf Injektionsmörtel keine hohe Dauerlast einbringen über fest angezogen Muttern. Musst mal schauen in den Merkblättern. Ich hab meine nur mit glaube ich 10Nm angezogen.
Zum Anzugsmoment.. ja, in der ETA sind Momente von max 2-5 Nm spezifiziert, je nach HLZ.
Das führt durch unebenen Putz auch schnell zu geringerer Querstabilität, weshalb ich vermutlich noch eine Querstrebe einziehe.
Ja, eine schräge Querstrebe kann Sinn machen, würde ich aber erstmal abwarten, bis die Anlage montiert ist. Dann spürt man es, ob es da noch was braucht. Je weicher die Dämpfer, um so notwendiger.
Die Gewindestangen sind ja vorne auf 2 Seiten angeschliffen, so dass da ein Formschluss verhindert, dass die sich mitdrehen. Da dürfte das mit Schraubensicherung mittelfest noch funktionieren. Habs aber nicht ausprobiert. Ich hatte einmal nur Gewindestangen selbst abgeschnitten ohne vorne anzuschleifen, die haben sich schon durch Stoppmuttern mitgedreht. Hatte ich so nicht erwartet.
Das kann ich bestätigen, habe M10er Gewindestangenset mit 16er Siebhülse verwendet um unsere ersten beiden Außengeräte an den Sockel (Hochlochziegel aus 1960 mit niedriger Rohdichte) zu hängen. Zwei Anker pro C-Profil reichen dabei aber allemal aus. Ich hab die Gewindestangen jedoch selbst seitlich abgeflacht, also abgeschliffen, um ein eventuelles Mitdrehen zu verhindern. Wenn einem zwei Anker pro C-Profil nicht behagen sollten ist unbedingt die Herstellervorgabe des Mindestbohrlochabstands einzuhalten. Wenn die großen Bohrlöcher zu dicht zusammen sind ist ein dritter Anker kontraproduktiv.
Die C-Profile selbst habe ich nicht mit selbstsichernden Muttern geschraubt, da hab ich ganz normale Muttern verwendet.
Unsere Außengeräte stehen auf 45x50mm 55° Shore Gummipuffer von Wagner. An den C-Profilen kommt keinerlei Vibration an und im Haus ist nichts von den AGs zu hören.
An einer Halterung habe ich eine Diagonale an die Konsolen geschraubt um zu sehen ob es was nützt. Ich konnte keinen großen Vorteil gegenüber den Konsolen ohne Diagonale feststellen. Würde auch zukünftig keine Diagonale mehr verwenden.
Die Konsolen des nächsten AGs sollen an der KVH Rahmenkonstruktion für die Fassadensanierung befestigt werden. Erste Schraubversuche mit 6x80 Tellerkopfschrauben, je 4Stck. pro Konsole, waren bei einem Belastungstest mit meinen 100kg ziemlich vielversprechend
Besonders was den Bohrlochabstand betrifft habe ich einen dritten Anker in der Konsole verworfen. Auch wenn die Anwendungsberatung lediglich geraten hat, so hoch wie möglich zu setzen… in dem Fall aber besser gar nicht.
Wenn, würde ich das mit einer doppelt so langen Montageschiene umsetzen und entsprechend in gleichem Abstand tiefer dann den Druckanker setzen.
Die Schiene in Fassadenfarbe gestrichen sollte dann auch nicht mehr weiter auffallen.
Damit könnte der aktuelle Druckanker zum Zuganker werden. Tiefer komme ich zwar vermutlich in den Bereich mit Bruchsandstein, das sollte auf Druck aber kein Problem darstellen.
Wenn in dem Hof nicht regelmäßig die Kinder spielen würden und der potentielle Schaden nur finanziell wäre, würde ich mir hier auch keinen großen Kopf machen.
Also mein Kenntnisstand ist das die Gewindestangen vorne angeschliffen sind um bei Mörtelpatronen ( die Glaspatronen) das vermischen des Mörtels beim Eindrehen zu gewährleisten bzw. überhaupt zu ermöglichen.
Bei den Siebhülsen soll sich der Kleber ja “nur” ins Mauerwerk rausdrücken. Oder bei Verwendung ohne Siebhülsen im Loch verteilen. So verstehe ich das System zumindest.
Wofür es ursprünglich gedacht ist, weiß ich nicht, aber der Effekt ist ganz eindeutig: Ohne Anschliff vorne dreht sich oft schon die Gewindestange mit, wenn man eine Stoppmutter draufdreht. Ist das Teil angeschliffen, ist mir das noch nie passiert, ist ja auch nicht mehr vorstellbar wg. des Formschlusses. Macht also total Sinn.
Es gibt auch Ankerstangen, die am Ende einen Inbus oder Torxantrieb haben, womit man sie gegen verdrehen festhalten kann.
Der Mörtel verzahnt sich mit dem Gewinde. Wenn man hier irgendwas am Gewinde vornimmt, beeinträchtigt das den Formschluss.
Die V Form am Ende der Stange, wie bei den Ankern für die Mörtelhülsen, wird dabei die Veränderung sein, die am wenigsten negativen Einfluss hat - oder auf der Stirnseite einen Schlitz zum Gegenhalten einsägen.
Ich hoffe mal, dass die Gewindestangen aus dem System rau genug sind, damit diese sich nicht großartig drehen.
Werde die Muttern mit etwas niedrigfester Schraubensicherung kleben oder mir einen Clip mit Formschluss drucken.