Komplettsanierung mit PV, Wärmepumpe, Klimaanlage, neuer Dämmung etc

Hallo zusammen,

vorab: Ich beschäftige mich erst seit ein paar Wochen mit dem Thema und kenne noch nicht alle Fachbegriffe Abkürzungen etc. Außerdem bin ich handwerklich maximal unbegabt und unerfahren.

Meine Frau und ich übernehmen ein Haus BJ 1948 mit drei selbstgenutzten Wohneinheiten, insgesamt ca. 220m² mit Investitionsstau und haben folgende Maßnahmen geplant:

  • Dämmung des Daches als Zwischensparrendämmung + Ausbau des Dachbodens als Lagerfläche
  • PV Anlage mit Speicher, Smartmeter, Energiemanagementsystem, flex Stromtarif
  • dazu Klimaanlagen für 3 Schlafzimmer an der identischen Außenwand, Wallbox mit mehreren Profilen, da auch ein Firmenwagen geladen wird, der separat abzurechnen ist.
  • Eine Wärmepumpe für alle Wohneinheiten, ges. ca. 220m² - bisheriger Gasverbrauch gesamt für ein Jahr: 45.500kWh vor Sanierung mit Brennwertheizung aus 2016
  • zusätzliche "kleine" Maßnahmen: Tausch von insgesamt 6 Fenstern, Dämmung der Kellerdecke, weitere Dämmung.

Das Budget liegt bei 105.000€. Ich rechne mit Einsparungen beim Energiebedarf für das Heizen von rund 18%. Alle Maßnahmen wurden mit einem Energieberater abgestimmt.

Die aktuelle Kostenschätzung sieht so aus:

  • PV Anlage 20kWp + Speicher 30 kWh, Smartmeter, EMS, Wallbox und alle Montagekosten, Zählerschrank etc. bei ca. 40.000€
  • Wärmepumpe Luft/Wasser inkl. Warmwasser- und Pufferspeicher Montage etc. ca. 35.000 € vor Förderung
  • Dämmung und Ausbau Dachboden: ca. 10.000 € (Dämmaterial bereits vorhanden und daher nicht im Preis inbegriffen)
  • Multisplit Klimagerät mit 3 Innengeräten all inkl. ca. 10.000 €
  • Puffer: 10.000€

Meine Fragen lauten zunächst:

  • Worauf muss ich bei der Angebotssichtung, vor allem bei PV und Wärmepumpe, besonders achten, damit der Plan aufgeht?
  • Ist meine Kostenschätzung realistisch oder nicht?
  • Gibt es besonders für PV+Smartmeter+EMS+Wärmepumpe+Wallbox Erfahrungswerte oder Produktempfehlen? Oder auch negativ: Was sollte ich auf keinen Fall machen/kaufen?
  • Welche Funktionen sind zwingend erforderlich damit alles miteinander kompatibel ist und funktioniert?

Ich hole mir natürlich Angebote und Beratung bei den Fachbetrieben in meiner Umgebung, aber leider arbeitet nicht jeder Betrieb mit jedem Hersteller, hat nicht die gleichen Erfahrungen und in meinem direkten Umfeld gibt es niemanden, der ein so komplexes (zumindest für mich komplex) Vorhaben umgesetzt hat.

Bitte entschuldigt den langen Text.

Gruß, Thomas

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Wie schauts mit der Elektrik und Wasserleitungen/Heizungsrohren aus? Schon FBH da?

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Es gibt noch keine FBH - ich wollte darauf möglichst verzichten und ggf. vorhandene Heizkörper gegen größere austauschen, falls nötig. Das Verlegen von Wasserleitungen und Tausch der Heizkörper wird von einem Fachmann aus der Familie erledigt. Der hat allerdings keine Erfahrung mit Wärmepumpen, da er seit einigen Jahren nicht mehr im aktiven Monteursdienst ist.

Bezüglich der Elektrik: Der Zählerschrank muss auf jeden Fall getauscht werden. Alle notwendigen Installationsarbeiten für die neuen Komponenten sind noch nicht vorbereitet.

Weitere Ergänzung: Der aktuelle Stromverbrauch liegt bei ca. 11.000 kWh pro Jahr

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Stellschrauben für die monatlichen Stromkosten sind eine möglichst geringe Vorlauftemperatur und eine möglichst große PV-Fläche – alles, was irgendwie möglich ist, einschließlich Zaun und Fassade (Dämmung und Fenster sind wohl Allgemeinwissen).

Außerdem würde ich vermuten, dass bei deinem Projekt die einmaligen Mehrkosten (Anschaffung) für die effizientesten Wärmepumpen am Markt kaum ins Gewicht fallen.

Bei den ausführenden Firmen würde ich mir sehr viel Zeit für Nachforschungen nehmen. Ich meine, das ist der wichtigste Punkt überhaupt in deinem Projekt. Nach Möglichkeit keine Vorauszahlungen. Bei dieser Investigation stellt sich außerdem die Frage, ob eine Bauaufsicht (Sachverständiger) sinnvoll wäre.

Hat die Immobilie schon einmal ein Sachverständiger gesehen? Fundament, Keller, Feuchtigkeit, wurde irgendwo mit Gipskarton verkleidet, Schimmel, Asbest, Radon usw.?

Die Schlüsselstelle sehe ich eindeutig in fähigen und seriösen ausführenden Firmen, insbesondere am Dach. Da kann man sehr viel falsch machen.

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