Komplettes Haus mit Klimaanlagen beheizen

Wenn man dann die Energie aller verbauten Geräte wieder rechnet und das sie im Winter dann mit 70 -100% Last laufen müssen kommt dann auf das Jahr hochgerechnete eine ganz schöne Summe zusammen.
Das verstehst du falsch. Beispiel:

Heizbedarf für einen durchschnittlichen Winter bei mir sind 12.000 kWh.
Ganz egal ob mit Öl, Gas oder Strom. Läßt sich alles auf kWh umrechen.

Mit Klimasplit oder LWWP habe ich konservativ gerechnet eine JAZ/SCOP von 4.
Also brauche ich nur 3.000 kWh um die Bude einen Winter damit zu heizen.
Bei Flüssiggas brauche ich 1800 Liter.

Habe ich nun eine Solaranlage brauch ich nur noch 1.500 bis 2.000 kWh kaufen, da im Herbst und ab Mitte Februar da ordentlich was von kommt.

1800 Liter Flüssiggas kosten mich z.Z. rund 1908€.
2000 kWh Strom aber nur 740€.

Wenn wir hier auch noch so viel hin und her rechnen, am Schluss zählt nur das Ergebnis und die Erfahrungen was man nach ein paar Winter hat, ob sich dann das ganze gerechnet hat. Zur Zeit haben die wenigsten die Erfahrung mit dem und auch ich lass mich überraschen wie weit das ganze sich dann wirklich rechnet.

Meine Entscheidung hin zu mehreren Split Klima Geräten als Heizung steht fest.
Im Bad suche ich noch nach einer Heizung. Bin auf eine elektrische Fußbodenheizung gestoßen.
Hat da jemand Erfahrung oder eine solide Lösung?

EFH mit 110m2. Brauchwasser werde ich mit der NUOS 100l realisieren.
PV 5kWp ohne Batterie. Rest wird zugekauft.

Es muss sich nicht alles Rechnen. Wenn ich am ende des Jahres keine Gasrechnung mehr habe, dafür eine wesentlich höhere Stromrechnung, solls mir egal sein.

Gasbrenner samt Speicher fliegt raus.


Im Bad suche ich noch nach einer Heizung. Bin auf eine elektrische Fußbodenheizung gestoßen.
Hat da jemand Erfahrung oder eine solide Lösung?
Wir haben, als Elektrofirma, jahrelang Dünnbett Fußbodenheizungen zusammen mit den Fliesenlegern eingebaut.
Fast ausschließlich bei Sanierung. Gab nie irgendwelche Beschwerden oder Probleme.
Wenn ich mein Bad neu machen müßte, würde ich es auch einbauen.
Reichen 100 Liter in der Praxis wirklich aus oder wird nachgeheizt?
Zwei Personenhaushalt, zur tägliche Dusche sollte das reichen.

Dann werde ich die Fußbodenheizung mal testen, habe allerdings Laminat im Bad. Das dürfte die Wärme wohl nicht so gut Speichern.
Danke für die Hinweise! :thumbup:

Dünnbett soll auch nicht viel speichern, sondern relativ schnell verfügbar sein.
Außerdem durch die sehr geringe Aufbauhöhe gut in der Sanierung (vorhandene Fußbodenhöhe der Nachbarräume) einsetzbar.

Speichern wäre was für Solarüberschuß, da müßte dann aber eine dicke Betonschicht (>10cm) eingebracht werden.
In den sehr schwachen Monaten Nov/Dez/Jan dürften aber die wenigsten einen Solarüberschuß haben.
Und wenn, wäre er in einer Wärmepumpe/Splitklima besser eingesetzt.

Momentan beschäftigt mich noch das Thema: Isolierung der Kälteleitungen.

Die Kälteleitungen haben ja schon eine originale dünne Isolierung. Macht es Sinn die nochmal dick zu isolieren? Wie gesagt, mir geht es nur um den Heizbetrieb...

Gerade im Heizbetrieb ist eine ordentliche Isolierung wichtig.

Du mußt die Temperaturdifferenz sehe: z.B. Außen -5°c und die Leitungen haben 50°C oder mehr.
Die Standardiso halte ich für einen Witz.
Und da Isolierung fast nichts kostet, alles rauf was von den Maßen her möglich ist.
Um so besser wird dein SCOP sein.

Gibt es bei Klimaanlagen eigentlich die Möglichkeit den SCOP seriös zu ermitteln?
Wie vertrauenswürdig sind die integrierten Zähler?

Ein externer WMZ wird vermutlich nicht funktionieren.

Gibt es bei Klimaanlagen eigentlich die Möglichkeit den SCOP seriös zu ermitteln?
Wie vertrauenswürdig sind die integrierten Zähler?

Ein externer WMZ wird vermutlich nicht funktionieren.
In manchen Datenblättern steht, wie viel Luft bei den einzelnen Leistungsstufen umgewälzt wird. Wenn du das mitloggen kannst, brauchst du eigentlich nur noch 2 Thermometer, je eines am Luftein und -auslass. Hygrometer dazu (bzw. auch irgendwie mitloggen) und dann muss man nur noch nachschlagen, welche Wärmekapazität Luft bei den Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten hat (falls die sich in dem Bereich ändern sollte, habe ich keine Ahnung, ob sie evtl. als konstant angesehen werden kann) und kann die abgegebene Wärme abschätzen.

Wie genau das am Ende wird... keine Ahnung. Die integrierten Zähler werden wahrscheinlich so funktionieren - ist aber nur Mutmaßung.