Komplette Notstromversorgung bei Blackout Gedankenspinnerei

Hi,

ich plane für dieses Jahr noch eine PV Dachanlage mit späterer Erweiterung eines Solarzaunes.

Folgendes Stelle ich für die Erstinstallation vor:

Das Hausdach werden alle Seiten mit PV modulen belegt, somit sollten ca 20kwP zusammen kommen. Ich habe keine reine Nordseite, daher alle Dachflächen. Die Module sollen Trina Vertex S mit 460wp weden. Die Module sollen in 4 Kreisen zusammengeschlossen werden jeweils auf insgesamt 2 Wechselrichter.

Wechselrichter schwebt mir der Growatt MOD8000TL3-HX vor. Insgesammt 3 Stk. (2 für die PV und einer für den zukünftigen Solarzaun sowie ein Stromaggregat)

Batteriespeicher Growatt 10 kwh (für den Anfang) APX 10.0 PB1 (Hochvoltspeicher)

Netztrennung erfolgt über die Growatt Backupbox SYN 50-HX-30

Backupversorgung soll über 3 Phasen laufen.

Soweit so gut.

Nach langem Suchen im Netz nach Notstromversorgung über Stromgenerator habe ich sehr viel gelernt. So wurden viele Ideen entwickelt und auch gleich wieder verworfen.

Übrig blieben folgende:

  1. Idee
    Mein Stromaggregat mit 400V Drehstromausgang über einen Semikron SKD 160/16 Brückengleichrichter an den MPPT Eingang an den Wechselrichter anzuschließen. Evt noch einen Kondensatorbank zur Glättung zwischen zu schalten.
  2. Idee
    Mittels Hochvolt AC/DC Wandler auf den MPPT Eingang verbinden.

Mir stellt sich halt die Frage, wie ich dafür sorge, dass die Last am Generator annährnd gleich bleibt, damit der Generator von der Drehzahl annähernd gleich bleibt.

Auf Youtube habe ich ein Video gefunden, bei dem der Generator über den Eingang für ein Windrad geregelt wird sozusagen über die Bremse, jedoch ist es bei einem reinen Solarwechselrichter nicht möglich.

Gruß Jochen

Hallo Jochen

Falls Du eine Ersatzstromversorgung in betracht ziehst dann schau dir mal die Hybrid-WR von Deye an, alternativ dazu Hoymiles HIT, Solis S6 NV und auch Growatt mit dem WIT
all die können das ohne Backupbox
ohne überteuerten und unflexiben Hochvoltspeicher sondern mit Niedervolt Speicher
und das mit bis zu 20 kW Drehstromleistung
und das mit der Fähigkeit zusätzliche String oder Modulwechselrichter mit in ihrer insel zu nutzen
und das mit der Möglichkeit ein richtiges Drehstromaggregat oder Aggregat (V2L Fahrzeug) + Ladegerät zu nutzen und auf den gemeingefährlichen Hochvolt Murks an MPPT Eingang zu verzichten.

Will sagen, Dein Vorhaben war vielleicht vor 5 Jahren noch so notwendig, seit damals hat sich einiges getan um das Vorhaben besser, platzsparender und billiger zu realisieren.

Ich habe bei mir den Deye mit 48V Akku, für mein kleines Chinaaggregat habe ich mir einfach billig CV/CC Netzteile bei Pollin geholt, die direkt in den Akku Einspeisen, AC läuft dadurch komplett über den Deye und das Aggreat kann bei 2/3 Last (ca 600Watt) vor sich hin arbeiten bis der Tank leer ist.

Ich könnte mir noch eine Abschaltung bei vollen Akku einbauen, aber noch war ein Einsatz nicht nötig

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das ist die einfachere, billigere und viiiiiiiel sichere Lösung :+1:

Rechne dass der durchsatz dauerhaft <5kW ist. Für 20kWp ist das wenig. Und: reicht das für 24h oder 48h Stromausfall?

Also Dein Vorhaben ist sportlich aber durchaus zu schaffen. Ich selber bin zwar kein Freund von 48-51,2V Akkus, aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe tatsächlich genau solch eine Anlage aktuell für einen Freund im Aufbau. Der hat sich tatsächlich 4x 10kWh Alkus, 20 kW Wechselrichter, und 20kWp an Solarpanelen aus China gekauft und dafür inkl. Steuern und Fracht 9500€ bezahlt, selbst das Solarkabel und MC4 Stecker waren dabei. Der mitgelieferte Wechselrichter war ein DYE mit insgesamt 4 MPPTs, einem Generatoreingang und integrierten Backupswitsch, naja zumindest so halb integriert. Der Wechselrichter kann die Akkus neben PV auch aus dem Netz oder einem Generator laden der automatisch gestartet werden kann. Die größte Herausforderung ist allerdings die 4 10kWh Akkus an die Anlage Anlage anzuklemmen, und da kann ich nur Raten sich gründlich im Vorfeld mit auseinander zu setzen.

Ein 10kWh Akku, bei meinem Freund hat 51,2V-200Ah. Selbst wenn Du die Ladeleistung auf 0,5C stellst und 4 von solchen über 100kg schweren Akkus an der Wand hängen hast reden wir von 400A auf der Schiene.

Da wird auf einmal richtig Querschnitt nötig und ganz nebenbei auch Schutzabdeckungen und Sichheitselemente, wie Sicherung, DC-Lasttrennschalter und Spannungsüberwachung hinzu.

Wenn Du solch ein System in den Betrieb nimmst musst Du zwingend Regeln beim zu und wegschalten der Akkus an der Sammelschiene einhalten.

Achte darauf das alle Akkus möglichst bis auf den mm genau die selben Anbindungslängen zum WR haben.

Bei einen Kurzschluss auf der Sammelschiene fließen da mal in ms Beteich 2-6kA bevor die Sicherung kommt, das ionisiert das eine oder andere Metall schlagartig weg. Also Vorsicht bitte. :folded_hands:

es gibt keinen Niedervolt Deye mit 4 MPPT, wer 4 MPPT in einem Niedervolt WR benötigt muss sich einen grösseren Hoymiles HIT anschaffen

Niedervolt Akku war gemeint und der DYE SUN-20K-SG05LP3-EU-SM2 hat sehr wohl 4 MPPTs.

Nein der hat nur 2 MPPTs.

Es können pro MPPT aber 2 Strings angeschlossen werden

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Du kannst pro MPPT auch 4 Trina Strings parallel dranhängen, wenn die nicht auf einem Süddach liegen wirst Du die 36A kaum erreichen, und selbst wenn, dann bleiben an den Tagen an denen das Grid sowieso ächtzt ein paar Watt ungemolken.

Erstaunlich, das Deye 1phasige 10/12kW EU-Versionen mit 3 MPPT (2+2+2) anbietet. Hatte ich mal eine weile laufen.

ja sowas bieten die an, allerdings mit einer max. Leerlaufspannung von 500V und einem MPPT Bereich von 150 bis 425 V

Da wird die Verstingung aufwändiger und der Retrofit oft unmöglich.

Hoymiles hat wie Solis und Growatt die Niedervolt-Hybrid mit 1000V MPPT ausgerüstet Hoymiles mit 4 Stk. ab 12K.

Da wird Deye Marktanteile verlieren wie auch mit der geringeren Flexibiliät gegenüber den Hoymiles.