Wie immer bei solchen Themen: Es braucht einen bunten Blumenstrauß an Möglichkeiten und Maßnahmen. Je nachdem, was man wo umsetzen kann.
Sobald erstmal der echte Wille da ist, was zu tun, werden viele Lösungen enstehen. Und vieles muss ja gar nicht erst erfunden werden, gibts weltweit schon seit Jahrzehnten.
Mich wundert, dass die Kältelobby nicht ordentlich Druck macht.
Gibt es die in D denn überhaupt in einer “brauchbaren”, also mächtigen, Größe? So sperlich wie beispielsweise das Thema Splitklima gesäht ist, habe ich da Zeifel. Und zumindest ein Wärmepumpenhersteller hat ja nun seine Sparte verkauft.
Letzte Woche haben sich die Ministerpräsidenten gerade gegen die Gesundheitsreform gestellt und zusätzliche Millionen für Krankenhäuser erhalten. Von Krankenhäusern haben wir aber im Vergleich viel mehr als andere Länder und weil die ja Geld erwirtschaften müssen wir bei uns auch viel mehr operiert. Das führt zu einem Gesundheitssystem das nicht kosteneffizient ist.
Wenn wir jetzt die Häuser mit Klimas modernisieren müssten kostet das auch zusätzlich mehr Geld als nötig.
Ganz so simpel ist das dann auch nicht. Grundsätzlich ist dies in der Technischen Regel für Arbeitsstätten (ASR A3.5 „Raumtemperatur“) in drei Stufen geregelt. klugscheißermodus-aus
Aber Regeln hin oder her, aus Erfahrungen durch industrielle Arbeitsplätze sowie auch kleine Buden von 20 - 50 Mitarbeitern kann ich sagen, da können noch so viele Regeln und Empfehlungen niedergeschrieben sein.
a) kennen die Mitarbeiter in den kleinen Buden (aber auch im industriellen Umfeld) das Regelwerk kaum
b) setzt sich die Geschäftsleitung meist mit dem Poppes drauf. So jedenfalls meine Erfahrung, das ist natürlich nicht allgemeingültig.
c) Muss in den kleinen Buden ja erstmal einer das Regelwerk kennen, Anwenden und vor Allem durchsetzen. Kann schon mal haarig werden.
Im industriellen Umfeld sah das in meiner Laufbahn schon anders aus, da wurde sich wesentlich mehr gekümmert. Dort sind aber auch entsprechende personelle Ressourcen für das Erfassen der Arbeitsbedingungen sowie auch das Herbeiführen von Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vorhanden.
Es bleibt die spannende Frage wann die Führungsetagen dank ihrer Betriebswirte feststellen, dass angenehmere Arbeitsbedingungen verhindern dass die Produktivität sinkt, siehe u.A. Stufe 3 “Hitzearbeit” und den 15min Entwärmungsphasen alle 45min - oder einfach auch dass ein Mitarbeiter schlicht leistungsfähiger ist wenn die Arbeitsbedingungen optimiert werden. Oder auch das Fehlzeiten gesenkt werden würden.
Das geplante Google-Rechenzentrum in Kronstorf benötigt Schätzungen zufolge allein für die Kühlung rund 1,7 Terawattstunden (TWh) Energie pro Jahr. Dies entspricht dem jährlichen Strom- und Energieverbrauch von rund 4 Millionen herkömmlichen Haushaltsklimageräten.
Nein, Deutschland muß nicht aufwachen, sonst wird mein Jährlicher Service Termin beim Klimamann nur noch teurer... /Sarkasmus aus
Wenn der Verbrenner 1000km Reichweite hat, wie lang kann man im Stand den Motor & Klimaanlage laufen lassen? /Ironie aus
Meine Frau meckert gerade, daß in Kliniken und Pflegeheimen nur das Medikamentenzimmer klimatisiert ist... und ich sitze in Florida und friere trotz langer Ärmel weil die alles auf 16° Kühlen hier. Irgend ein Mittelweg zwischen den beiden extremen wäre gut.
Gerade die Kombi aus Balkonsolar und Split-Klima sollte doch ein no-brainer sein, wenn die Sonne brennt hab ich Strom für die Klima? Gibt es da keine Kombi-Pakete mit gutem Marketing zu kaufen?!