Hallo,
wir haben vor kurzem ein Fertighaus aus 1979 (zum Teil) geerbt und sind dabei das Erdgeschoß zu renovieren.
Wir wohnen schon seit einigen Jahren im ersten Stock des Hauses und machen uns jetzt Gedanken wie wir das Erdgeschoss zu erträglichen Kosten künftig beheizen könnten.
Zu den Fakten:
Baujahr 1979, Holzständerbauweise, Dachgeschoß 1986 ausgebaut und nach damaligem Stand wurde das Dach von innen gedämmt (geschätzt 10-15cm Glaswolle mit Alukaschierung). Fenster und Haustür wurden vor ca 5 Jahren erneuert. Kellerdecke ist ungedämmt, Holzbalkendecke mit ca 10cm Glaswolle zum Dachgeschoß gedämmt.
Der Heizölverbrauch war über die letzten Jahre recht konstant bei ungefähr 2500Litern pro Jahr, wobei Oma im Erdgeschoß quasi nie unter 24 Grad im Wohnzimmer hatte, wir im ersten Stock haben es im Wohnzimmer auch nicht gern unter 22 Grad.
Die gesamte Wohnfläche liegt bei gut 160m², die Wohnung im ersten Stock soll nach Renovierung vermietet werden und spielt für meine Betrachtung hier erstmal keine Rolle. Mir geht es erstmal um das Erdgeschoß mit ca 100m² Wohnfläche.
Die verbaute Ölheizung ist von 1991, die Heizungsleitungen sind leider ein "Einkreissystem" => nur bedingt Wärmepumpentauglich. Außerdem spielt natürlich das liebe Geld auch eine wesentliche Rolle, eine Luft Wasser Wärmepumpe im deutlich 5 stelligen Bereich vom ortsansässigen Heizungsbauer möchte ich nicht kaufen.
So viel zur Vorgeschichte.
Nach dem Wärmepumpenrechner des bwp kommen wir damit auf gute 7,5kw Heizlast, selbst gerechnet nach dem Video des Fachwerkers komme ich auf 7,77kw.
Ich denke an Panasonic HZ35/ VZ9 oder 12 oder Daikun Ururu Sarara Geräte.
Zur Warmwasserbereitung möchten wir eine Brauchwasserwärmepumpe einbauen (Gibt es hier Empfehlungen, oder sind die üblichen großen Hersteller hier einigermaßen auf Augenhöhe?)
Meine besser Hälfte möchte keine Multiplitanlage, ein Gerät idealerweise im Flur über der Wohnungseingangstür ist das maximale was ich ihr abgewinnen kann.
Man liest in den dänischen, schwedischen, norwegischen Foren ja davon das hier auch ganze Häuser, teils über mehrere Stockwerke mit einem Gerät beheizt werden. Kann das wirklich funktionieren oder geht das nur in besonderen Situationen die man aufwendig schaffen müsste? Die Luft müsste bei uns im schlimmsten Fall fast 10m Strecke und 2 90 Grad Bögen überwinden um den letzten Raum warm zu bekommen. Funktioniert so etwas realistisch oder dreht man dann doch die Heizung auf?
Sobald ich hier genug Beiträge habe lade ich einen Plan des Hauses hoch damit man sich darüber austauschen kann wo das Gerät ideal zu positionieren wäre.
Das Badezimmer würden wir per Infrarotheizung heizen wollen, für die "angenehme" Wärme möchten wir einen 8kw MCZ Pelletofen ins Wohnzimmer stellen der über Luftkanäle auch 2 angrenzende Räume mit beheizen soll.
Vom Öl wollen wir so weit es geht wegkommen, die Heizung soll nur als "worst case backup" verbaut bleiben um bei extremen Minusgraden zuheizen zu können.
Die bestehende Dämmung der Hozbalkendecke musste raus (Raucherwohnung im Erdgeschoß), die 10cm Glaswolle wurden durch 22cm Holzfaserdämmung ersetzt. In erster Linie ging es hier um Geruchsbeseitigung, eine Verbesserung der Dämmung war für uns eher Nebensache.
Vielleicht hat hier ja jemand ein ähnliches setting oder konkrete Erfahrungen im Fertighausbereich.
Gerade was das heizen mit einem Klimasplitgerät angeht bin ich mir echt unsicher. Im Winter läuft der Pelletofen mit und bringt reichlich Wärme in die Räume, aber in der Übergangszeit müsste die Klimaanlage das weitgehend alleine übernehmen können.
Zum Einbau habe wir zum Glück einen befreundeten Heizungsbauer mit Kältemittelschein der uns zur Seite steht, bzgl heizen mit Klimasplit hat er aber keine Erfahrungen.
