Klimasplit über E-Anschluss vom E-Herd anschliessen... geht das?

Normalerweise sind die doch EMV geprüftt und haben ne PFC. Aber nu gut. Letztenendes scheitert es , so oder so, an der VDE die sagt: Aufteilen von Herdanschlüssen? Neeee.

Und daher keine Garantie, keine Versicherung und wahrscheinlich kein Elektriker, der es macht.

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Da hast du vollkommen Recht und es geht wirklich jetzt ans eingemachte.

Die PFC minimiert die harmonischen Ströme im Normalbetrieb tatsächlich sehr gut. Das Risiko verschiebt sich dadurch jedoch auf den Fehlerfall des Geräts und die thermische Überlastung der einzelnen Phase, wenn Herd und Klima gleichzeitig laufen. Dazu kommt noch wenn der Herd nicht mit ohmschen Herdplatten ausgestattet ist, dann kann es noch verrückter werden. Auch hier nur im Fehlerfall da ja auch er geschützt ist.

Ich denke das reicht, schönen Sonntag euch allen.

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Ja. Nur nutzen E-Herde seit ewigen Zeiten Induktion, was mit linearen ohmschen Lasten genau gar nix mehr zu tun hat. Funktioniert aber trotzdem ganz ohne abrauchende Nullleiter.

Oliver

Zeichne dir ein ersatzschsltbild, dann siehst du, dass N nie mehr als 16A abbekommt. Wo ist der unterschied wenn die 4 Kochplatten und BO am Anschluss hängen oder statt BO die Klima?
Wie du schon geschrieben hast, Phasen sind versetzt dh je symmetrischer die Last, desto weniger wird N belastet,

Als wir unseren neuen Herd bekommen haben (nein, keine Induktion), hab ich für den Ofen zusätzlich noch ne weitere 2.5 mm2 für den gelegt und anschließen lassen, alternativ wäre sonst ne 20A Absicherung nötig gewesen. Bei uns zum Glück nur ne weitere Bohrung von der Küche in den Keller. Die Last auf den drei Phasen springt lustig hin und her, je nachdem welche Platten gerade an und ausgehen, mehr als on/off können die ja nicht.

Bei mir die Sprünge sogar nur auf zwei Phasen - die dritte ist wie beim TE einfach abgepfetzt, wie ich zu meiner Überraschung bei der Renovierung feststellte... Eine intelligente Herdsteuerung könnte hier Schieflasten minimieren

Deine Stromdaten sind sicher falsch, egal was das Datenblatt vielleicht behauptet. Was soll im IG 8A ziehen. Das sind 1840W die das IG verbraten würde. Sofern da kein Heizregister eingebaut ist, was ich für ausgeschlossen halte, dann wird der Stromverbrauch eines einzelnen IG bei 50 bis 100W liegen. Bei manchen Anlagen kann man auch das AG über das IG versorgen, evtl. ist das eine Option?

Oder kannst Du die Zuleitung zum Herd pimpen auf 4 oder 6² und dann die Klima über eine Unterverteilung an der Herddose abgreifen?

Also dafür möchte ich bitte eine fachliche Begründung.

Gängige Klima-Splitgräte werden weltweit an einer normalen Steckdose betrieben. Da interessiert niemanden, ob da noch andere Verbraucher am gleichen Stromkreis hängen.

Bei ohmschen Lasten ja, aber nicht bei Lasten die phasenverschiebend wirken (cos phi induktiv/kapazitiv).

Klimaanlagen sind Inverter, da kann es zu ordentlichen Verschiebungen kommen.

Was ich nicht verstanden habe: Gehts nun um einen Single-Split oder um eine Multisplit? Anfangs schreibst du Single-Split, später wurde was von Multi geschrieben. Deine Bezeichnung vom Außengerät ist auch eine Multi. Was denn nun?

Wenn du über Steckdose anschließen willst, würde ich das nur bis etwa 2000 W Maximalstrom machen. Darüber wirds zu kritisch, da müsste man direkt anschließen. Also kleine Single-Split ist kein Problem, aber Multisplit wird schon kritisch. Müsste man genauer prüfen.

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Die Wohnung wird, da offener Grundriss, nur über ein Single-Split versorgt. Ich mach dazu noch einen neuen Thread auf.

Guten Morgen zusammen.

es kommt mir bei einigen Usern hier vor als wenn sie beratungsresistent sind. Warum kann das geschrieben nicht sacken gelassen werden und dann dem Thema zu leibe rücken. Ich weiß auch nicht alles schaue aber über den Tellerrand und ziehe immer den Fehlerfall mit ein. Ich hoffe es fühlt sich keiner auf den Schlips getreten und fängt hier mit Beleidigungen an. Wenn hier Tips weitergegeben werden sollten diese Hand und Fuß haben, denn durch die weitergabe hat derjenige auch Verantwortung auch wenn er meint er kann sich davon freisprechen.

Der entscheidende Unterschied im Fehlerfall (insbesondere zB. beim Neutralleiterbruch) liegt in der Art des elektrischen Widerstands und der Elektronik: Ein ohmscher Herd (Gusskochfeld oder Ceranfeld) reagiert gutmütig und stirbt oft nicht sofort, während ein Induktionsherd durch die integrierte Halbleiter-Elektronik bei einer Sternpunktverschiebung in Millisekunden irreparabel zerstört wird.


1. Der Fehlerfall beim ohmschen Herd (Ceran / Gussplatten)

Ein ohmscher Herd besteht im Wesentlichen aus einfachen Heizdrähten (reine Wirkwiderstände ohne Elektronik, abgesehen von einer mechanischen Uhr oder einfachen Relais).

  • Reaktion auf Überspannung (400V statt 230V): Kommt es zur Sternpunktverschiebung, fließt durch die betroffene Heizspirale ein deutlich höherer Strom. Da die Leistung quadratisch mit der Spannung steigt glüht die Heizspirale extrem schnell und extrem heiß auf.
  • Das Fehlerbild: Die Kochplatte glüht binnen Sekunden hellrot. Nach kurzer Zeit schmilzt der Heizdraht einfach durch (wie der Faden einer alten Glühbirne). Der Stromkreis ist unterbrochen.

2. Der Fehlerfall beim Induktionsherd (Elektronischer Verbraucher)

Ein Induktionsherd ist kein ohmscher Verbraucher. Die Kochzone selbst wird über Frequenzumrichter (Leistungselektronik mit IGBT-Transistoren) betrieben.

  • Reaktion auf Überspannung (400V statt 230V): Elektronische Bauteile haben eine harte Spannungsgrenze (meist ausgelegt bis max. 275V). Wird diese Grenze durch die Sternpunktverschiebung überschritten, kommt es zum Spannungsdurchschlag.
  • Das Fehlerbild: Die Schutzbauteile (Varistoren) auf der Platine versuchen, die Überspannung gegen Erde kurzzuschließen, um das Gerät zu retten. Da die 400V aber dauerhaft anstehen (und nicht nur als kurzer Impuls), explodieren diese Bauteile regelrecht. Es kommt zu einem lauten Knall, Rauchbildung und der Zerstörung der Leiterbahnen.

Hoffentlich kommt jetzt nicht die Antwort bei mir passiert kein Fehlerfall oder ähnliches.

Gruß Pluspol

Und hier noch einmal kurz zur Erklärung des Fehlerfalls.

Ein Neutralleiterbruch ist die direkte Ursache für eine Sternpunktverschiebung in einem unsymmetrisch belasteten Dreiphasennetz (Drehstromnetz). Fehlt die feste Verbindung zum Sternpunkt des Trafos, wandert der virtuelle Sternpunkt der Verbraucher ab. Dadurch bricht die stabile Aufteilung in 230 Volt zusammen, und es drohen gefährliche Überspannungen bis zu 400 Volt an einphasigen Geräten wie hier die angeschlossene Klimaanlage.

Natürlich kann man auch das absichern, aber welcher Haushalt hat schon Überspannungsschutz.

Jeder mit neuem Zählerkasten, da pflicht?
Oder irre ich mich?

Nachtrag:

(LLM meint: Schützt nur " bei transienten Überspannungen (z. B. Blitzeinschlag, Schaltvorgänge)", nicht bei dauerhafter Sternpunkverschiebung)

@pluspol
Danke für deine erklärenden Beitrag!

Was sind deine Quellen?

Der heutige E-Herd ist noch der Klassische mit Gusseisen-Heizplatten, um nun gegen Induktion getauscht zu werden. Einen Backofen wird es weiterhin geben. Die Herd-Backofenkombi ist 400V/16A abgesichert.

Die 230V Steckdose auf dem Balkon gehört zum Schaltkreis Küche, um kleinere elektrische Verbraucher zu versorgen. Aktuell hängt dort der DSL-Router mit 30W und ein Toaster mit 800W dran. Toaster ist zu vernachlässigen, da selten und wenn nur 3 Minuten in Betrieb.

Beim Blick in den E-Verteilerschrank sehe ich die Waschmaschine besitzt einen eigenen Stromkreis mit üblicherweise 3x 2,5mm2. Da die Waschmaschine nur alle zwei Wochen läuft, wäre dies eine Möglichkeit diesen Stromkreis zu verlängern für das Außengerät.

Da die komplette Küchenzeile erneuert wird incl. E-Geräte und der Weg somit frei ist, wäre hier ein weiterer Weg vom Elektriker diese Leitung für das Splitgerät anzuzapfen.

Der E-Verteilerschrank sitzt zwar zentral in der Wohnung, jedoch der Weg zur Küchenzeile überspringt den Flur und müsste über eine Zuleitung (Wand aufstemmen und wieder verputzen) mit Stolperschutzleiste in den Küchenbereich geführt werden. Das möchte ich vermeiden. Ob es da ein Leerrohr gibt, wo man eine neue E-Leitung einziehen kann, weiß ich nicht. Muss der Elektriker bewerten.

Deine Antwort @pluspol habe ich erst nach dem Posten meines Beitrags gelesen. Ist ein Neutralleiterbruch bei einer üblichen E-Verkabelung zu befürchten?

Leider fordern deutsche Installationsnormen (VDE) für fest installierte Klimaanlagen meistens eine eigene, separat abgesicherte Zuleitung direkt vom Sicherungskasten. Wir wohnen nun mal in Deutschland und wissen und um was für eine Klimaanlage es hier im Beitrag eigentlich geht weiß ich auch nicht. Du möchtest sicherlich zum Ausdruck bringen wie extrem der Kontrast zwischen dieser strengen Theorie und der lockeren weltweiten (europäischen) Praxis ist, aber raten würde ich persönlich niemanden soetwas. Wie ich schon oben schrieb, V e r a n t w o r t u n g !

Gruß Pluspol

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Nein, ein Kabelbruch ist sehr selten. Ich weiß das die Antwort jetzt doof ist aber tatsache ist ein Elektroinstallateur sieht und tätigt die Verkabelung ganz anders als jemand der sich das selber beigebracht also als didakt unterwegens ist. Kommt es dazu ( was sehr selten ist) dann ist auf alle Fälle die Versicherungsfrage geklärt, falls natürlich noch die Firma besteht.

Gruß Pluspol

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Entschuldigt wenn es schon erläutert wurde:

Verständnisfrage

Wenn alle Geräte an die Drehstromsteckdose per 230V (L1 und N, L2 und N, L3 und N) und max 3kW statt dem Herd angeschlossen werden, wäre doch alles in Ordnung und könnte nur das gleich passieren wie wenn der Ofen alleine angeschlossen ist ?

Ja, da habe ich wohl zu schnell geschossen. Danke für deine Verbesserung. Er schützt auf keinen Fall zuverlässig!

Meine Quellen sind meine 45 Dienstjahre als Elektromeister und Prüfer beim TÜV mit Lehrunterweisungen. Da muss man immer gut drauf sein denn meine Schüler sind alles gestandene Elektriker

Gruß Pluspol

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Meinst du jetzt eine CCE Dose oder sind wir noch bei dem klassischen E Herd Anschluss in der Wohnung?

Gruß Pluspol