Klimaanlagen Inbetriebnahme Materialien / Skizzen

Hallo zusammen,

ich arbeite mich gerade in das Thema Split Klimaanlagen ein und habe hier im Forum schon sehr viel gelesen.

Was mich anfangs allerdings etwas verwirrt hat, ist die Vielzahl an Adaptern und Anschlüssen. Wann benötigt man 1/4", wann 3/8" und wann 5/16"? Gerade als Einsteiger verliert man da schnell den Überblick.

Deshalb habe ich mir ein paar Skizzen erstellt, um das Ganze für mich besser zu verstehen. Mir ging es dabei nicht um normgerechte Schaltzeichen, sondern um eine möglichst anschauliche Darstellung der verschiedenen Anschlussmöglichkeiten und Prüfaufbauten.

Da ich so eine Übersicht hier im Forum bisher nicht gefunden habe, wollte ich sie gerne mit euch teilen. Vielleicht hilft sie ja dem einen oder anderen, der ebenfalls gerade in das Thema einsteigt.

Über Feedback oder Verbesserungsvorschläge von den erfahrenen Mitgliedern würde ich mich natürlich freuen.

Als Erstes möchte ich ein paar Bördelverbindungen anfertigen und anschließend ein Teststück für Druck und Vakuum aufbauen. Dafür habe ich folgenden Aufbau vorgesehen:

Danach möchte ich das Innengerät inklusive Leitungsstrang nach folgendem Schema prüfen:

Zum Schluss soll dann der komplette Aufbau geprüft und anschließend evakuiert werden:

Ich hoffe, die Skizzen sind technisch korrekt und können vielleicht dem einen oder anderen weiterhelfen.

Viele Grüße

Wozu die 1/4 auf 1/4 direkt am Testo 552? Der hat doch schon 1/4 männlich, da schließt du direkt einen Füllschlauch an.

Hi,

ach so, danke für den Hinweis. Das sind also 1/4"-Außengewinde mit Schutzkappe. Ich hatte das fälschlicherweise als weiblichen Anschluss interpretiert. Ich habe die Bilder im ursprünglichen Beitrag entsprechend angepasst.

Kann ich dann auch beim Strangtest direkt mit der Kupferleitung mittels Bördelung und Bördelmutter an das Testo gehen oder ist das zuviel Kraft für das Gerät beim Anziehen?

Ein Testo 552 verträgt nur handfest und damit bekommst du einen Standardbördel normal nicht dicht. Was helfen kann, ist Nylog und ein klein wenig mit Zange nachhelfen, aber wirklich nur sanft.

Nochwas zu den Bildern:

  • Bild1: Eine einzelne 3/8 Leitung zu prüfen, macht keinen Sinn. Und vom Schrader-Adapter geht man normal mit einem Füllschlauch weiter, nicht mit Kupfer. Wenn du da was testn willst, bräuchtest du auch eine Monteureinheit oder ein Manometer. Oder was willst du da testen?
  • Bild2: Ebenso, so richtig Sinn macht das nicht.
  • Bild3: Mit Kupfer würde ich nicht ans Testo 552 gehen, da einen Füllschlauch dazwischen. Was hier auch Sinn macht, noch ein Kugelhahn an die 1/4 Leitung, damit man nach dem evakuieren das Anlagenvakuum dicht macht kann, damit Verluste durch Schläuche beim Test eleminiert sind. Und: Vakuumtest ist kein vollständiger Dichtheitstest, da gehört eigentlich ein Drucktest dazu. Vor allem, weil du da mit Lecksuchmittel checken kannst.
  • Bild4: Ja, wäre ein stimmiges Setting. Würde besser "Vakuum-Dichtheitsprüfung" dazu schreiben. Und die 5/16 gelten für die meisten R32 Anlagen, nicht aber für Midea, da brauchts 1/4 am Serviceport. Und wer keinen 1/4 auf 5/16 Füllschlauch hat, brauch dort einen Adapter oder Ventildrücker, der schon auf 1/4 geht inkl. Kugelhahn von 1/4 auf 1/4.

Noch ein Trick: Man kann das Testo auch als "Endstück" einsetzen, weil das nicht nur Schutzkappen, sondern echt dichtende Kappen sind. Muss man schauen, in welchem Szenario das Sinn machen kann.

ich fände mal interessant einen speziellen Vakuumschlauch zu testen.
In den einschlägigen YT Videos nutzen die Amis zum Vakuum ziehen nie normale Füllschläuche.

Okay, verstehe. Danke für die Erklärung.

Bild 1 und 2 waren eigentlich nur als Übungsaufbau gedacht. Ich wollte zunächst aus ein paar Reststücken Bördel Verbindungen herstellen und prüfen, ob sie sauber und dicht sind.

Wenn ich ein Stück 3/8" und ein Stück 1/4" mit den entsprechenden Adaptern verbinde, habe ich bereits mehrere Bördel Verbindungen, die ich anschließend mit Druck und Vakuum testen kann.

Es stimmt aber: Wenn ich ohnehin schon eine Monteurhilfe habe, kann ich diese auch gleich in den Prüfaufbau integrieren. Dann bekomme ich zusätzlich noch mehr Informationen über den Zustand des Systems.

Bei den Adaptern habe ich mich hauptsächlich am Sortiment von Saukalt orientiert und die Zeichnungen entsprechend aufgebaut. So konnte ich sicherstellen, dass ich auch tatsächlich passende Teile finde.

Eine Stickstoffausrüstung würde ich mir eigentlich gerne sparen. Ich wäre aber bereit, entweder die Lösung mit der Federgabelpumpe oder mit Einweghelium zu nutzen. Beide Varianten scheinen ihre Vor und Nachteile zu haben. Was ist da eher zu bevorzugen?

Ich habe die Zeichnungen dann noch einmal überarbeitet.

Testsstücke:

Innengerät Vakuum:

Innengerät Ballongas:

Komplettanlage

Das ist persönliche Vorliebe. Helium hat den Vorteil, dass du dir keine Feuchtigkeit ins System holst. Kann aber teuer werden, wenn du zahlreiche Tests machen willst.