Klimaanlage zum heizen einer 30 m² Werkstatt gesucht

Hallo,

ich habe einen „ISO-Container“ mit den Maßen 5 × 6 Meter aufgebaut, also insgesamt 30 m². Die Wände, die Decke und der Boden bestehen komplett aus PUR-Sandwichpaneelen. Meiner Einschätzung nach ist der Raum daher recht gut gedämmt, allerdings nicht hermetisch dicht.

In diesem Jahr wird der Raum täglich mindestens acht Stunden genutzt. Ab dem kommenden Jahr erfolgt die Nutzung nur noch sehr sporadisch, etwa alle paar Wochen.

Ich bin aktuell auf der Suche nach einer möglichst kostengünstigen Lösung zum Heizen und Kühlen und tendiere derzeit zu einer Hantech 1200-Anlage.

Die Leitungen würde ich gerne durch den Boden verlegen. Die Werkstatt steht erhöht, sodass ich nicht durch das Erdreich müsste. Allerdings wären dafür vermutlich etwa fünf Meter Leitungslänge erforderlich. Ist das problematisch?

Außerdem würde mich eure Meinung zur Anlagenauswahl interessieren. Bisher habe ich hier fast ausschließlich Positives zu Hantech gelesen. Dennoch höre ich mir gerne weitere Vorschläge an, da ich es zeitlich nicht schaffe, alle Beiträge durchzuarbeiten, und aktuell etwas unter Zugzwang stehe.

Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung!

Sagt mir nichts, meinst du die 12.000 BTU Hantech?

Kann man machen, so ein Sandwichaufbau schluckt ja kaum was an Wärme. Und in der Werkstatt brauchst auch keine 21 Grad Wohlfühlklima. Sollte funktionieren.

Trotzdem würde ich mal eine Heizlastberechnung machen, da ist ja bei dem Material schnell gemacht.

5m Länge sollte problemlos auch ohne Nachfüllen gehen.

Und achte auf den Hantech Typ, die HPRO soll die bessere Anlage sein.

Sorry, ich meinte tatsächlich die 12.000 BTU-Anlage.

Ich habe versucht, mit ChatGPT eine Heizlastberechnung durchzuführen. Das Ergebnis lag bei etwa 1,2–1,6 kW für den angegebenen U-Wert laut Hersteller von U ≤ 0,50 W/m²K.

Damit sollte die Anlage grundsätzlich gut passen oder? Ich würde dann nach dem von dir genannten Model Ausschau halten an und längere Kupferrohre separat dazu kaufen.

Ist das HPRO-Modell der Preis-Leistungs-Sieger, oder würdest du/(ihr) eher einen anderen Hersteller empfehlen?

Ich habe eine billige 9000er Hantech in meiner 30m2 Doppelgarage/Werkstatt/Solarzentrale (ca. 40mm PU-Sandwitch exKühllastersattelauflieger).

Würde ich nicht wieder nehmen. Im Sommer zum Kühlen ist sie völlig in Ordnung. Im Winter dagegen ist der Unterschied zu meiner ordentlichen Mitzu Heavy(MHI) im Wohnzimmer gravieren.

In der miesen, feuchten und kalten Zeit, wo die MHI 1x Abtaut hat die Hantech ca. 3x abgetaut. Und das kostet Wirkungsgrad, gerade in der Zeit, wo der Solarstrom gering ist. Also besser ein Mittelklasse-Gerät, wenn es hauptsächlich ums Heizen geht.

Nachtrag:

Da du einen vollisolierten Boden hast, reicht eine 12000er dicke aus um die Bude schnell warm zu bekommen. Wichtig, bei überwiegend Heiznutzung, das Innengerät sehr tief anbauen, da die Wärme sowieso nach oben tendiert. Ich habe Kniehöhe und das ist zum Heizen sehr gut. Zum Kühlen hingegen stelle ich einen dicken Lüfter davor, der die Kälte nach oben schiebt. Sonst hätte ich kalte Füße und einen warmen Kopf. :wink:

Kann man machen, aber den Effekt schätze ich recht gering ein. Bei uns hängen die in normaler Höhe, die Luftbewegung sorgt für gute Durchmischung und die Luft schichtet sich eben so, wie die Physik es vorgibt. Gegen diese Schichtung kann man eh nichts machen. Einzig etwas mehr warmen bodennahen Luftzug könnte man mit tiefer aufgehängten IGs erreichen.

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Ich habe beide Versionen. Oben unten.

Beides funktioniert fürs heizen problemlos bei jeweils etwa 8 m Raumlänge.

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Ja, nur das kalte Luft deutlich schwerer als warme ist und somit nach unten sinkt - einfache Physik.

Die warme wird verdrängt, in einem geschlossenen Raum, nach oben. Das es in einigen Fälle, wie bei hopfen trotzdem funktioniert, ändert an den grundsätzlichen physikalischen Grundlagen aber nichts.

Genau das meinte ich ja: Die Physik sorgt genau dafür, dass die Luft sich so schichtet, fast egal, wo man die Wärme in den Raum einbläst.

Wir haben da viel probiert mit zusätzlichen Lüftern, aber das Temperaturgefälle von Fußboden bis Decke haben wir nur wenig verändern können.

Stört aber auch nicht, es stellt sich ein Gefälle ein und das bleibt dann auch so und wächst nicht immer mehr an. Auch ist die Decke kein Loch, wo Wärme verschwindet.

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Ich finde es nur unangehm wenn die Decken Anlage kalte Luft schräg oder fast vertikal nach unten bläst. Die Tiefe habe ich nie zum kühlen verwendet, vermutlich genauso ungut.

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Genau, so ist es :+1:

Eine “tiefe Montage” kann natürlich einen Unterschied machen bzw. sinnvoll sein, wenn man sich dann zb. direkt im Bereich der ausströmenden Luft aufhalten möchte und somit dann so eine Montage besser “passt”. Wenn zb. ein Raum nicht durchgehend ausreichend beheizt wird um die angestrebte “Wohlfühltemperatur” zu erreichen, man jedoch dennoch darin nicht frieren möchte, dann kann es ggfs. Sinn machen, sich dort aufzuhalten wo eben die warme Luft ausströmt und es folglich wärmer ist.

Ist bei einem Heizkörper ja auch so: Wenn der einen Raum nicht ausreichend beheizt (weshalb auch immer), dann sitzt man sich auch gerne in die Nähe davon um es dennoch warm zu haben;)

Genau: Ist ja nun nicht so, als würde sich die warme Luft “merken” von welcher Raumhöhe sie ausgeblasen würde und dann deshalb nicht aufsteigen - weil sie ja von weiter unten ausgeblasen wurde :joy:

Letztlich geht es nur darum, ob man ausreichend beheizt. Tut man das, dann sorgt die Luftheizung durch ihre Luftumwälzung automatisch im Vergleich zu zb. HK für gleichmäßigere Luft und somit Temperaturverteilung im Raum. Da ist es dann auch relativ egal ob das IG etwas höher oder tiefer hängt. Wirkt sich ggfs. nur etwas auf die Einstellung aus. (weil die gemessene Luft höher im Raum wärmer ist).

Wenn man das nicht tut, dann macht die Montageposition ggfs. mehr aus.

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