Ich denke, Rohre senkrecht oder nahezu waagrecht mit geringem Gefälle, um nachher ohne groß Dämmmatten zurechtschneiden und Lattung anzupassen die Dämmung und die Vorhangfassade montieren zu können.
Das Kabel- und Rohrbündel isolieren, luftdicht einpacken, und dann durch 75er Regenrohre führen, damit es gut geschützt ist.
Abstand der Rohre von der Wand: Geplante Dämmmattendicke (+ ev. 1-2 cm die man von den 4 cm Hinterlüftungsspalt abzwacken könnte) - Rohrdurchmesser. Also z.B. 10 cm bei geplanten 16cm Matten.
Dann beim Dämmen einfach einen Streifen 10cm Steinwolle hinter die Rohre schieben und rundherum mit 16 cm weiterdämmen.
Klingt das vernünftig oder habe ich da einen Denkfehler?
Überschätze ich vielleicht den Mehraufwand beim Dämmen, wenn ich die Rohre schräg verlege? Wir haben nämlich nachdem Kauf noch die Lage des Innenteils verändert, und jetzt reichen die Rohre nur noch bei schräger Verlegung bis zum optimalen Platz für das Aussenteil. Wäre aber nur eine Feinheit, auch bei waagrechter/senkrechter Verlegung wäre das Aussenteil noch auf der wetterabgewandten Seite, nur halt erst ab 13:30 im Schatten statt bereits um 12:00. Ein kleines Dach mit Seitenteil dürfte weniger Arbeit machen als Lattung und Dämmmatten an die schrägen Rohre anzupassen. Oder?
Die Rohre würde ich in der Originaldämmung (O) lassen, darüber dann das originale diffusionsdichte Band (B) gewickelt. Weil in den 75er Regenrohren dann aber noch viel Platz ist würde ich gerne zwischen O und B noch eine Lage wasserdichtes geschlossenporiges Isoliermaterial wickeln. Neoprenband z.B. Habt Ihr da Empfehlungen? Zur Not könnte ich einen alten Taucheranzug in Streifen schneiden.
Ich würde zusätzliche Rohre weglassen. Einfach den Strang aus Kälterohren, Elektrik und Kondensat mit Band umwickeln. Die Diffusionsfähigkeit des Bandes wird hier kaum eine Rolle spielen. Den Strang mit ein paar Schellen an der Fassade befestigen und dann darüber dämmen. Wie leicht es ist, die Dämmung entsprechend auszuschneiden, weiß ich nicht, da hab ich keine praktische Erfahrung. Unter Dämmung was zu verlegen, ist aber nicht untypisch.
Seh ich wie Win. Machst Du bei der Vorhangfassade keine zwei gekreuzten Schichten oder sind es bei Dir gleich 2x16cm? Ich hab bei uns seinerzeit 2x10cm gemacht. Die Glaswolle, die ich benutzt hatte, hat sich recht gut ausschneiden lassen, als ich im Februar unsere beiden Splitklimas hab installieren lassen. Elektro hatte ich außen in Schutzrohre verlegt, Klimaleitungen einfach so als Bündel in der unteren Dämmebene.
hmm.. im Sommer ist die Aussenluft warm und enthält viel Wasser, kommt von aussen problemlos durch die Steinwolle, und kondensiert dann an den sehr kalten Kühlmittelleitungen, oder? Da wäre mir die Version dick und weitgehend dampfdicht eingewickelt, zusätzlich in einem Abwasserrohr (also auch nochmal relativ dampfdicht), aber vor der Steinwolle lieber, weil mir dann die Fassadendämmung nicht nass wird.
Hätte auch den Vorteil, dass die Leitungen bis zur Dämmung nächstes Jahr vor Vögeln, Sonne und meiner Tapsigkeit geschützt wären.
Aber klar... mit den 70er Rohren geht an der Stelle natürlich einiges an Dämmung verloren.
Ja, stimmt, das scheint mir bei einer Unterkonstruktion aus Holz am sinnvollsten. 1x100mm und 1x 60mm, dann kann ich für beide Lagen 100x60er Balken nehmen und habe meine 40mm Hinterlüftung.
Naja, so richtig durchgerechnet habe ich das noch nicht. Kommt auch ein bisschen darauf an was ich günstig kriegen kann, und ob ich Bafa-Kriterien erfüllen muss oder mir den Aufwand und die Kosten wegen 20% Förderung spare.
Im Prinzip richtig, die Stein- oder bei mir Glaswolle ist ja nicht kapillaraktiv. So oft lief sie jetzt im Sommer allerdings auch nicht, Fokus ist heizen und sie ist ja auch ein Stück weit umdämmt. Ein Rohr mit Kaltluft im Winter in der Dämmschicht würde ich allerdings auch nicht haben wollen, dann vielleicht nochmal zusätzlich ordentlich mit Armaflex einwickelt, daß die Kondensation kein Thema ist.
So sehe ich es auch, die Dämmung der normalen KM-Leitungen reicht aus. Diese ist recht diffusionsdicht (geschlossenzelliges PE) und auf der Obefläche kondensiert dann auch nichts mehr. Wird ja auch überall im Innenraum verlegt, wo auch nichts kondensieren soll.
Wenn du es etwas besser mechanisch belastbar und uv-belastbar umwickeln willst, nimm EPDM Band, hier z.B.
Im Innenraum ist die Luft aber im Kühlbetrieb auch deutlich kälter und trockener als draußen. Und die KM-Leitungen nicht nochmal in luftdurchlässigen Dämmstoff eingepackt.
Ich habe es jetzt erstmal in Regenrohr mit 16 cm Abstand von der Wand verlegt, notgedrungen, weil eine der Quick-Connect Verbindungen direkt an der Austrittsöffnung sitzt, weshalb ich gar nicht näher an die Wand komme. Dafür aber senkrecht bis auf ein kurzes Stückchen, so dass die KM-Leitungen ohne das Rohr genau in der Hinterlüftung liegen. Da klemme ich dann ein Stück Neopren zwischen Leitungen und Steinwolle und gut ist.
Bei der Nächsten mache ich dann weniger Anfängerfehler. EPDM-Band statt Rohre, normale Verbindung statt Quick-Connect (Oder zumindest nur noch mit ausreichend langen Anschlüssen am Innengerät), und wenn möglich mit Stromanschluss am Innengerät.
Ja, das wäre vermutlich die sinnvollere Variante gewesen. Dick mit diffusionsdichtem Dämmstoff einwickeln und als (möglichst weit aussen liegenden) Teil der Isolierung nutzen. Aber ich denke, in der Hinterlüftung sind die KM-Leitungen dann auch gut aufgehoben.
Wir haben die Kältemittelleitungen einfach auf der alten Fassade verlegt und alle 80 - 100cm mit Lochband fixiert. Kondensatleitung aus dem OG sammeln sich in einem Y-Stück und sind dann mit Steckschlaufendübeln an der Wand fixiert. Die elektr. Leitungen sind ebenfalls in gewissen Abständen mit Steckschlaufendübeln an der Wand befestigt.
Nach dem Durchziehen der Kältemittelleitungen wurde alles so "sortiert" dass die Kondensatschläuche ganz unten in der Kernbohrung liegen und die Kältemittelrohre quasi ganz oben.
Leider hab ich keine Bilder gemacht als die Rohre und Leitungen sauber fixiert waren da mir in den letzten drei Wochen Urlaub die Zeit wegrann und ich vorwärts kommen musste.
Der Kanal bei dem die 60x100 KVH Balken so nah aneinander liegen ergab sich aus konstruktiven Gründen, das war also mit Blick auf die Klimaleitungen eher Zufall.
Da die Kältemittelrohre und alles was dazu gehört natürlich ein wenig auftragen musste die 100mm Dämmung der ersten Schicht etwas "überredet" werden in ihrem Gefach zu bleiben. Ich weiß dass sich der Dämmwert bei Kompression verschlechtert, daber liber eine Verschlechterung als gar keine Dämmung.
Im Kondensat mache ich mir keine Sorgen, schließlich sind die Kältemittelrohre schon mal diffusiionsdicht es kann also keine Luftfeuchte an sie heran. Weiterhin befinden sich die Rohre unter 180mm Dämmung und wenn es in der Dämmung so feucht wäre als dass diese Feuchtigkeit an den Kältemittelrohren kondensieren könnte hat man m.E. ein ganz anderes, großes Problem mit seiner Dämmung.
Danke für die Fotos und den Bericht, die werden mir auch bei der Dämmung helfen. Ich befürchte zwar immer noch, dass - rein grundsätzlich - kalte Rohre in diffusionsoffener Dämmung nicht optimal sind, aber wieviel von der Problematik in der Realität übrigbleibt... Kältemittelrohre sind ja dünn diffusionsdicht isoliert, im Sommer dürfte die Feuchtigkeit schnell abtrocknen, im Winter gar nicht erst entstehen... aber wenn die Sommer heißer und schwüler werden und wir dann die Klimaanlage den ganzen Tag über laufen lassen mit wasimmer deren persönliche PV-Anlage hergibt (aktuell geplant 1 bis 2 kWP Insellösung), dann plane ich vorsichtshalber doch die Verlegung in der Hinterlüftung.