Du kannst z.B. Nach Temperatur und Druck nahfüllen. Im Innenteil muss da Kältemittel so ca. 5-7 Grad sein (Kühlmodus) also verwendest du einen Kältemittelschieber, z.B. von Danfoss und füllst langsam so lange nach bis du den Druck erreichst In Fall von R32 werden es 8,5.9Bar sein... Da wirst du schon feststellen, dass das Rohr und das Ventil am Außengerät sofort enteisen...
Am einfachsten ist es natürlich alles abzusaugen und die vorgeschriebene Menge aufzufüllen...
Bei der Montage meiner Anlage fehlte auch Kältemittel durch die Leitungslänge. Dort wurde dann erst mal die Temp gemessen und dann nach Angabe von Daikin das fehlende Kältemittel zugefüllt. Die Menge wurde mit einer Waage gemessen. Dabei muß zuerst die Leitung ins Vakuum gebracht werden, dann die gewünschte Menge zufüllen, öfters kurz befüllen und dann Nachwiegen und lieber öfters wiegen wie einmal zuviel. (geht sehr schnell, bei mir wurden 80gr. Nachgefüllt)
Die Anlage läuft schön leise und hat 8 Grad am Innengerät (bei 10Meter Leitungslänge welche noch nach isoliert werden muß)
Es gibt von Ronnie ein YouTube Video wo er Kältemittel ohne Absaugen nach Druck nachfüllt. Und das als legitim bezeichnet.
Für mich klingt das schlüssig, auch wenn die „richtige“ Methode natürlich vorheriges Absaugen ist. Da es aber erprobt ist, funktioniert und wesentlich weniger Aufwand bedeutet Wüterich persönlich es auch so machen.
Ich hatte meine Anlage primär anhand der ausblastemperatur gefüllt, hat super funktioniert. Anlage lief vorher immer auf übertemperatur und kältekompressor überhitzte. Hat sich über 3-4 Jahre geleert, immer diese doofen Mikroleckagen.
Einen Kältetechniker zu beauftragen ist in Deutschland oftmals teurer als eine Anlage selbst. Die meisten wollen dann komplett absaugen, dichtheitsprüfung , evakuieren und neu befüllen. Da bist du schnell bei 3-6 Stunden + Material und liegst bei weit über 500€.
Hab mir jetzt nen schnüffler bestellt weil mit lecksuchspray keine Leckage auffindbar war.
Wie sind die Erfahrungen mit dem "Schnüffler"? Ich habe mit einem Elitech CLD-100 alle Verschraubungen an der R32 Anlage abgeprüft und auf höchster Empfindlichkeit schlägt es nicht an. Kann man dann sicher sein, dass die Anlage ein paar Jahre genug Kältemittel hat?
Wenn du sauber abgeschnüffelt hast und den Sensor auch mal getestet hast, sollte die Sicherheit schon sehr hoch sein, dass die Anlage dicht ist.
Test: Schraub mal eine Kappe von einem Inbus-Ventil ab und schnüffle dort dann mal. Da hat man in der Regel immer etwas Undichtheit. Vor allem, wenn man dann zügig dort schnüffelt, weil sich dort was anstaut. Auch Serviceport kann man schnüffeln, während man die Kappe abdreht.
An einem Feuerzug geschnüffelt, wo man Gas öffnet, sollte das Gerät auch ausschlagen.
Dass das Gerät funktioniert habe ich bereits an der Monteurhilfe und vor Jahren an einem Auto mit R134a sichergestellt. Da schlug es tatächlich dauerhaft am Serviceventil an, wenn die Kappe auf war. Ich bin nur unsicher ob es bei R32 genauso emfindlich ist und bei welchen Leckraten es anschlägt. Wenn R32 weniger GWP hat als R134a, ist es dann auch nicht so leicht zu detektieren?
Mal angenommen, bei 20% Verlust der Gesamtfüllung, also 120g Kältemittel läuft die Anlage schlecht. Wenn das bereits nach einem Jahr entweicht, was ich schon schlecht fände, entspräche das einer Leckrate von weniger als einem halben Gramm pro Tag. Sind die Dinger so genau?
Die schaffen typisch 2-5 g pro Jahr. Auf R32 ist das CLD-100 sehr empfindlich, hab das Gerät auch und konnte es mehrfach testen. Eine Korrelation zum GWP gibts da m.W. auch nicht.