Kleinsolarförderung,Tagesthemen 27.02.2026 ca. 22:00, Gespräch Professor für Energieökonomie; Berlin;

Hallo,

ich kann die Aussagen des Professor prinzipiell nachvollziehen, die Regierung hätte aber auch schon eher anders fördern können und hat es nicht getan. Ob und warum nun hilfsweise das Argument des besserverdienenden Eigentümer vorgeschoben wird und damit gleichzeitig eine soziale Diskussion eingeleitet wird, dass erschließt sich mir nicht. Jeder Mieter hat die Möglichkeit sich ein Balkonkraftwerk zuzulegen, sofern die Wohnsituation das ermöglicht und jedem steht es frei sich an Energiegenossenschaften oder Investoren für diesen Bereich zu beteiligen. Zudem ist es unangemessen den Eigentümern, wen auch indirekt, ihren Einsatz in der Sache im nachhinein schlecht zu reden und so zu tun als ob eben diese ursächlich das Problem der jetzigen Strompreise herbeigerufen haben. Die Politik hat die globale Planung gemacht und alles genauso bestellt!

Warum wir nun die vorhandenen Dächer nicht mehr zubauen sollten erschließt sich mir auch nicht, offensichtlich wird die Politik gerade ein Opfer der eigenen Fehlplanung und versucht die Rettung in Richtung zurück, da alle flankierenden Projekte, z.B. Smartmeter und damit aktive Regelung der Anlagen, nicht umgesetzt wurden und nun die Zeit weg läuft. Auch hier bin ich als Eigentümer nicht in der Pflicht, dafür gibt es in Deutschland Netzbetreiber und Versorger, die die erforderliche Kompetenz haben und auch früher schon eingreifen konnten, es aber nicht getan haben.

Mir kommt die Galle hoch, wenn ich über diese Ansätze und die verspielte Zeit nachdenke und

mir fehlt auch so langsam die Gedult für diese polemischen Beiträge, die in der Sache ja trotzdem

keine abschließende Lösung anbieten, sonder nur weitere Unsicherheit produzieren. Die jetzigen Häuslebauer tuen mir leid, da sollst du nun mit PV bauen aber gleichzeitig wird gerade alles schlecht geredet.

MfG

Volta

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Du willst aber nicht den Gegnern der Energiewende Zündstoff liefern. Zuerst sollte man die Flächen nutzen, die eh schon vorhanden sind.
Z.b.

  • überdachte Parkplätze
  • Flachdächer von Hallen
  • Industriegebäude
  • Gebäudedächer allgemein

Erst wenn diese Flächen genutzt wurden, dann sollte man auf freiland Flächen wechseln. Zumal der Strom meistens in Städten genutzt wird, wird er auch gleich dort verbraucht, wo er produziert wird.

Das Problem bei PV ist der mittagspeak. Das musst du irgendwie abfedern. Wenn du also den Strom nicht direkt verbrauchen kannst, sollte da mindestens mal ein Speicher vorhanden sein, der diese Überkapazitäten einlagert und dann in den Abendstunden wieder abgibt. Einfach nur blind pv Leistung aufbauen lohnt sich nur für Großkonzerne die dann bei einer Abschaltung doppelt profitieren. Einmal Entschädigung und dann noch Gaskraftwerke bei Redispatch.

Ich denke, dass viele kleinere Anlagen auf Dächern für die Infrastruktur deutlich besser geeignet sind als riesige solarparks.

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