Kleiner, runder Balkon: Zendure SolarFlow 800 Pro 2 mit flexiblen Modulen sinnvoll?

Hallo zusammen,

ich suche ein Balkonkraftwerk mit Speicher für einen kleinen, teilweise abgerundeten Balkon.

Normale 450-/500-W-Module passen nicht sinnvoll:

  • gerader, sonniger Geländerabschnitt nur ca. 172 cm

  • Geländer knapp 1 m hoch

  • große Module würden unten in den Bereich des Nachbarn ragen

  • die rechte Balkonseite ist ungünstig zur Sonne ausgerichtet

Aktuell überlege ich deshalb:

  • Zendure SolarFlow 800 Pro 2

  • integrierter 1,92-kWh-LFP-Akku

  • maximal 800 W AC über Schuko

  • 4 flexible Module mit je ca. 230 W, zusammen 920 Wp

  • jedes Modul an einem eigenen MPPT

  • optional optischer D0-Zähler

  • kein zusätzlicher Akku

Die Flexmodule sind ungefähr 115 × 100 cm groß. Gedreht wären sie rund 115 cm hoch und würden nur etwa 15 cm über das Geländer hinausragen. Vier Module benötigen allerdings ungefähr 4 m nutzbare Geländerlänge entlang der Rundung.

Meine wichtigsten Fragen:

  1. Ist diese Kombination technisch sinnvoll oder würdet ihr etwas anderes empfehlen?

  2. Sind flexible Module dauerhaft für ein rundes Balkongeländer geeignet, besonders bei Wind, Alterung und Befestigung?

  3. Reichen 920 Wp sinnvoll für den integrierten 1,92-kWh-Speicher aus?

  4. Wie zuverlässig funktioniert die Zendure-Steuerung mit D0-Zähler?

  5. Habt ihr solche steckerfertigen 800-W-Speichersysteme selbst angeschlossen oder tatsächlich einen Elektriker beauftragt?

  6. Würdet ihr bei meinen Platzverhältnissen eventuell ganz vom Balkonkraftwerk abraten?

Mein Ziel ist, tagsüber Solarstrom zu speichern und ihn abends in der Wohnung zu verbrauchen. Einspeisevergütung ist mir nicht wichtig.

Danke für eure Einschätzung – besonders auch für Hinweise, falls ich bei der geplanten Lösung etwas übersehe.

EDIT: Skizze angefügt

Kann man schon machen mit flexiblen Modulen. Die werden nicht so langlebig sein, aber wenns nicht anders geht, besser als nichts. Die Chancen stehen gut, dass die 10 Jahre durchhalten. Ob Module zum MPPT passen, da setz mal einen Link zum Modul oder zum Datenblatt.

Biegung sollte möglich sein mit den Flexmodulen, natürlich nur im Radius und nicht um die Ecke vom Radius zum flachen Bereich.

920Wp ist ganz stimmig zum 2kWh Speicher. Kannst dir mit pvgis ausrechnen, was du an Tagesproduktion hast. Klar könnte der Speicher auch noch größer sein, kannst du aber später aufstocken und ist auch eine Kostenfrage. Mit 920Wp senkrecht wirst du vielleicht 3-4 kWh an einem sonnigen Tag produzieren. Ich gehe mal von Südseite aus.

Danke dir!

Problem ist grade, ich kann als “neuer Benutzer” keine Links oder mehrere Bilder hier im Forum posten. Darum muss ich das als ein großes Bild darstellen.

Gemeint sind diese Komponenten:

Speicher und Module

Geplant wäre je ein 230-W-Modul an jedem der vier MPPTs, da sie entlang der Rundung leicht unterschiedlich ausgerichtet sind. Zendure gibt beim SolarFlow 14–55 V und maximal 660 W je MPPT an und nennt die Flexmodule ausdrücklich als SolarFlow-kompatibel. Elektrisch sollte das daher passen – siehst du trotzdem einen Haken?

PVGIS rechne ich noch mit senkrechter Montage und der genauen Ausrichtung durch.

EDIT:

Ich habe PVGIS einmal überschlagen: Bei 920 Wp, senkrechter Montage, Süd bis Südwest und ca. 14 % Systemverlusten komme ich auf ungefähr 570–600 kWh pro Jahr.
Von April bis September wären das im Schnitt etwa 2–2,3 kWh pro Tag, an guten sonnigen Tagen dürften 3–4 kWh realistisch sein. Der integrierte 1,92-kWh-Speicher wirkt dafür passend; einen Zusatzakku würde ich zunächst nicht einplanen.

Schau Dir mal auf dem Gebrauchtmarkt ältere 350-380W Module an; die haben meist 1,04 x 1,75- das könnte noch ganz gut angewinkelt passen

Diese Flex-Module sind im Vgl. zu den festen deutlich anfälliger und haben eine durchschnittl. Lebensdauer von vielleicht 1/3 der anderen. Ich würde lieber kleinere, feste nehmen, wenn irgend möglich. Ansonsten ist es natürlich eine ‘Notlösung’, aber auch bei starkem Wind sind die sicher anfälliger. Die sichere Befestigung ist sicher auch noch eine Herausforderung.

Dann würde ich auf Sunshare Ray Lite wechseln, wenn man sagt, dass die flexiblen eher uncool sind

Ein starres Ray-Lite-Modul hat:

200 Wp
115,8 × 76,6 × 2,4 cm
6,45 kg.

Mit fünf Modulen:

1.000 Wp
Gesamtgewicht 32,25 kg
benötigte Geländerlänge ohne Zwischenräume: 383 cm
Modulhöhe bei passender Drehung: 115,8 cm
ungefähr 15,8 cm Überstand nach oben
fünf kleinere gerade Segmente, die der Rundung erheblich besser folgen können.

Auf den geraden Abschnitt würden zwei Module passen:

2 × 76,6 cm = 153,2 cm

Zwei bis Drei weitere benötigen auf der Rundung:

3 × 76,6 cm = 229,8 cm

Das passt sehr plausibel zu den grob 250 cm Rundung aus derSkizze. Sunshare verkauft dafür außerdem eigene, weitgehend vormontierte Geländerhalterungen.

Hat damit jmd. zufällig Erfharungen?

Nehme an, diese hier:

Wenn das passt, finde ich das deutlich günstiger, als flexible Module. Da kannst du auch 2 parallel schalten, falls mehr als 4 Module.