"Kleine" mobile Anlage Kühlen & Heizen?

Hi

gibt es eigentlich empfehlenswerte mobile kleinere Klimageräte zum Heizen & Kühlen für zB kleine Mietswohnungen?

Wunsch wäre im Sommer für etwas Kühle sorgen zu können und im Altbau im Winter mal temporär für mehr Komfortwärme zu sorgen.

Gibt dazu Geräte am Markt mit SCOP und SEER sonst würde ich im Winter ja vielleicht einen kleinen Heizlüfter für 50€ nehmen.

Als Splitgerät z.B. die Midea Portasplit, recht neu am Markt und hat eine Lücke gefüllt. Gibt kein anderes Gerät in der Preisklasse mit den Möglichkeiten/Werten.

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@win

Danke Dir. Leider besteht für die Mietwohnung überhaupt keine Möglichkeit etwas in Richtung eines Splitgerätes zu verbauen. Von daher suche ich etwas in Form eines mobilen Gerätes ggf. mit Abluftschlauch. Dass hier Effizenz und auch Leistungseinbußen mitkommen ist mehr als klar. Dennoch die Frage was sich dort getan hat und vielleicht schon akzeptabel/empfehlbar ist.

ZB bei Daikin sehe ich diese Bauart gar nicht auf der Homepage/im Programm.

@dieter_p
Da für dich das Verlegen eines Abluftfschlauches (nach draußen) scheinbar okay ist, sehe ich nicht das Problem, wenn du bei der Midea Portasplit den flexiblen Kühlmittel-"Schlauch" nach draußen z.B. durch ein teilgeöffnetes Fenster temporär verlegst.
Aber vielleicht habe ich dein Anliegen nicht richtig verstanden...

Vielleicht hab ich auch die Midea Portasplit nicht richtig verstanden. Ich habe das Problem darin gesehen ein Gerät noch außerhalb (temporär) zu montieren. In Griffhöhe zum Gehweg an einer Hauptstraße finde sowohl ich als auch bestimmt der Vermieter das nicht toll.

Für den reinen Abluftschlauch könnte ich mir temporär etwas überlegen. Den sieht man von der Straße nicht direkt und ich hab Lösungen/Adapter gesehen wo man Schläuche in ein geöffnetes Fenster befestigen kann aber das Fenster wird durch den Adapter wieder geschlossen. Natürlich wäre Kondenswasser in einem Auffangbehälter im Gerät besser aber die Geräte waren für mein Verständnis technisch nochmal schlechter.

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Physikalisch sehe ich da keine Möglichkeit, mit einem Einschlauchsystem sinnvoll heizen zu können. Da kannst du gleich einen Heizlüfter nehmen. Zweischlauchsysteme gibt es so gut wie gar nicht mehr am Markt.

Ich würde mal sagen: Ohne eine echte Splitlösung kannst du das Thema heizen vergessen, dann geht nur Heizlüfter, Ölradiator, IR-Platte oder eine andere Stromdirektheizung.

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@win Danke Dir, top!

Interessantes Gerät. Wenn ich es richtig verstehe, kann man es Installieren/Aufstellen ohne einen Klimatechniker/Installateur?

Ich lese aber der Kühlmittelschlauch 'kann nicht getrennt werden' - verstehe das so, dass das Innengerät und das Außengerät über den Schlauch fest verbunden sind?

Wie soll man denn dann den Schlauch durch ein gekipptes Fenster bekommen? Dazu müßte man doch den Schlauch erst von einem der Geräte trennen? Was verstehe ich da nicht?

  1. Frage: wie hoch ist denn die elektrische Leistungsaufnahme? Kann ich das variabel einstellen, je nach gewünschter Kühl- oder Heizleistung? Würde das gerne über PV und unseren 1000W WR betreiben - wäre das geeignet oder unterdimensioniert? Die PV hat knapp 2 kWp, ist aber nicht optimal ausgerichtet (nahezu flach verlegt, leicht Richtung SW).

Fenster ganz öffnen und dann wieder kippen.

Schnellkupplungen wie Gardena haben sich in der Kältetechnik leider noch nicht durchgesetzt :wink:

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O.k. - danke, habe dies auch gerade in der Bedienungsanleitung gefunden. Dann hätte man also im Winter immer ein gekipptes und (notdürftig) abgedichtetes Fenster, gegen das man anheizen müßte. Keine gute Dauerlösung finde ich. Man könnte natürlich im Fenster- oder Türrahmen eine Nische vorsehen, durch die der Schlach geführt werden kann und man könnte dann Fenster und Tür dennoch ganz schließen. So richtig glücklich finde ich die Lösung allerdings nicht.

Man könnte den Schlauch doch an einer vorgesehenen Stelle über 2 Kugelhähne o.ä. dichten und dann per 'Schnellkupplung' trennen und wieder zusammenfügen. Eine minimale Menge an Kältemittel würde natürlich entweichen, aber das könnte man doch minimieren. Bin da aber kein Fachmann, wie man sicher merkt.

Für alle anderen Anlagen braucht man dann einen Intallateuer mit Kältemittelschein oder wie sich das nennt? Und der berechnet dann für die Stunde 100+ Euro nehme ich an? Wenn man überhaupt einen findet für eine kleine Anlage, weil die sicher gerade alle gut zu tun haben und sich die Aufträge aussuchen können. Diese Erfahrung haben wir zumindest mit Solarteuren, Elektrikern und auch Dachdeckern gemacht. Wir warten schon fast 1 Jahr auf ein echtes Angebot für eine Dachsanierung + PV-Vorbereitung bzw. -Installation.

Eine Vakuumpumpe (1-stufige Drehschieberpumpe) hätte ich sogar da, könnte also den Kreislauf evakuieren (auf unter 1mbar). Selber installieren ist aber nicht zulässig, oder? Früher habe ich selber Kühlschrankkompressoren auseinandergenommen um diese dann als Druckluftkompressoren zu verwenden. Das Kältemittel - damals sicherlich noch das besonders schädliche FCKW - ist natürlich in die Atmosphäre entwichen. Heute würde man mich dafür sicher steinigen, Teeren und Federn etc. etc. - o.k. gut war das natürlich nicht :roll_eyes:

Was nimmt denn so ein Kältetechniker für die Installation einer sagen wir 4 kW Splitklima? Was kann man ggf. selber machen? (Löcher vorbereiten, Dübel, Halterungen etc. etc.?)

Hier noch etwas Lesestoff zur Anlage:

https://www.kaelte-treffpunkt.de/viewtopic.php?f=1&t=11948&hilit=portasplit

Ein Freund hat das mit einer Camping-Split so gelöst: Holzplatte, die genau in den Rahmen reinpasst. Fenster wird also offen gelassen und die eingesetzte Holzplatte ist luftdicht eingebaut mit einer Klemmvorrichtung. Unten gibts einen kleinen Schlitz in der Holzplatte, wo man den Schlauch durchlegt. Dann wird etwas Dämmmaterial drumherumgelegt, um es dort auch dicht zu bekommen.

So in der Art kannst du es bei der Portasplit auch machen. Ich würde im Winter besser eine Sandwichplatte nehmen, die hat einen guten Dämmwert. So etwa 20-25mm Dicke sollte reichen.

Man kann natürlich in diese Platte auch noch ein Fenster einbauen, wenn man mehr Licht braucht.

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Ja, gibt es sowas, z.B. Quick-Connect funktioniert so. Hat man z.B. auch bei der Argo Ulisse, die kann glaube ich aber nur kühlen.

Typisch noch mehr. Wenn man handwerklich fit ist, am besten alles selber machen und dann einen Kältetechniker finden, der nur noch die Inbetriebnahme macht. Da ist man mit typisch 500 Euro dabei.

Streng genommen kannst du alles machen, bis auf die Rohre anschließen, also Arbeiten am Kältekreislauf. Aber oft geht es auch in Ordnung, wenn man die Kälteleitungen bereits anschließt und der Kältetechniker nur noch die wirkliche Inbetriebnahme macht, also Dichtigkeitstest, Evakuierung, Kälteventile öffnen und nochmal Dichtheitsprüfung mit Schnüffler. Dauert etwa 2 Stunden, wenn alles gut läuft.

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Danke für die Infos :slight_smile:

Im Kälte-Forum kommt das Teil von Midea ja nicht ganz so gut weg. Dort wird die Frage diskutiert ob es über einen 'Inverter' verfügt.

Was genau ist damit gemeint? Kenne den Begriff eigentlich nur von DC-Schweißmaschinen (Schweißgleichrichter), die über IGBTs gesteuert werden. Auch von Frequenzumrichtern ist die Rede, mit denen man wohl die Drehzahl (des Ventilators und/oder Kompressors) regeln kann.

Die Extrakosten für einen Kältetechniker/Installateur sind schon ein echter Hemmschuh für eine eher kleine Anlage im Dachgeschoss. Die wollen jetzt alle ne goldene Nase verdienen und wittern das große Geschäft...

Früher hatten Klimaanlagen einen Kompressor, der nur auf einer Nenndrehzahl lief. In etwa so, wie bei den meisten Kühlschränken heute noch. Heute haben die meisten Split-Klimas und auch Wärmepumpen modulierbare Kompressoren/Verdichter, die in einem weiten Leistungsbereich arbeiten können. Diese werden elektronisch in der Leistung geregelt. Solche Anlagen nennt man Inverter.

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Vielen Dank @Win!

Und diese Inverter laufen dann mit Frequenzumrichtern? Damit wird doch die Drehzahl gesteuert, wenn ich es richtig verstehe?

Ohne Inverter haben die dann eine fixe Leistungsaufnahme und Kompressor/Ventilator laufen immer mit der gleichen Drehzahl?

Dann käme für uns wohl nur ein Gerät mit Inverter in Frage. Die Midea Portasplit braucht übrigens mind. 10A Anlaufstrom habe ich gelesen, wird also nix mit einem 1200W Wechselrichter. Der sollte dann also mind. 3 kW liefern können und die meisten haben ja auch noch Probleme mit hohem Anlaufstrom.

Ja genau, der Inverter variiert die Frequenz der Stromversorgung für den Verdichter und steuert damit die Drehzahl.

Split-Klimas hab heute alle Inverter, weil die Technik in den letzten 20 Jahren sehr billig geworden ist. Nur noch in bestimmten preisoptimierten Bereichen gibt es keine Modulation der Drehzahl, z.B. diese ganz Monoblock-Klimaanlagen für 150-300 Euro aus dem Baumarkt.

10A ist viel für einen Inverter. Das ist übrigens auch nicht der Anlaufstrom, wie bei ungeregelten Motoren. Es ist ein bewusstes Hochfahren des Verdichters typisch in den erste 1-5 Min, damit erstmal schnell aufgeheizt wird und der Kältekreislauf sein Öl optimal verteilen kann. Normale Split-Klimas im Bereich 2,5-3,5 kW starten typisch im Bereich 800-1500 Watt. Ein 1200 W WR wäre auch da überfordert. Aber viele Splits haben einen Leistungsreduzierung für schwache Netze, wo dann die Leistung z.B. auf 500 Watt begrenzt wird. Nennt sich Eco- oder Econo Modus, teils auch Silent-Modus oder Bedarfssteuerung. Bei Hantech ist es der Gen-Modus, steht vermutlich für Generator.

Ich habe die Midea Portasplit für eine kleine Wohnung von ca 40qm gekauft. Am Liefertag waren es auch gleich 35 grad Außentemperatur.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden. Die Anlage moduliert schön zwischen 800w und 120w. Läuft nur der Lüfter sieht man auch 15w. Leise ist sie nur wenn man den Lüfter auf 1% stellt. In Kombination mit dem iEco Setting sieht man schnell die Niedrigste modulationsstufe. Will man bei der Anlage das Tackten verhindern konfiguriert man die 1% und iEco und die soll Temperatur auf ca 17/18 grad, vorausgesetzt der Wärmeeintrag ist höher als die Kühlleistung.

Insgesamt viel besser als die Monoblock Geräte.

Ca 4kWh in 24h für einen gekühlten & temperierten Raum halte ich für völlig vertretbar und das bei einer Außen-Temperatur von 35-25 grad. Morgens vor Sonnenaufgang haben die Mauern noch ordentlich Hitze gespeichert.

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