Kaufempfehlung für eine Multisplit-Anlage mit 3 oder 4 IG

Hallo Community,

ich wäre für eine Kaufempfehlung für eine Multisplit-Anlage mit 3 oder 4 IG sehr dankbar.
Die Anlage soll gute Leistungszahlen aufweisen und vorrangig zum Kühlen des Obergeschosses dienen, gern aber auch heizungsunterstützend in den Übergangszeit.
Da es sich um Schlafräume handelt, sollen die Innengeräte möglichst geräuscharm sein.

Folgende Eckdaten zu den Räumen im OG:
Kinderz.1 18m2 Leitungslänge bis zum Außengerät.max. 20m
Kinderz.2 16m2 Leitungslänge bis zum Außengerät. max.10m
Schlafz. 18m2 Leitungslänge bis zum Außengerät.max. 15m
Optional Gästez. 7m2 Leitungslänge bis zum Außengerät.max. 12m

Das Haus wurde 2018 gebaut und hat damit einen relativ guten Wärmedämmstandard.

Ich tendiere allgemein zu Samsung, da die auch bei der Stift. Warent. gut bei den Single-Splitgeräten abgeschlossen haben. Daikin war dort zwar Testsieger, aber mich schrecken dort immer etwas die Erfahrungsberichte zur Bedienung und zum Support ab.

Bitte um Hilfe. Danke im Voraus!

Zu Samsung gibts hier wenig Erfahrung, die meisten hier im Forum kaufen Daikin, einige bei Multisplit auch Mitsubishi Heavy.

Das hier kannst du dir mal durchlesen:

Im Kühlbetrieb ist es glaube ich nicht so kritisch mit Multisplit. Was du aber bedenken solltest: 4er Multisplit bedeutet oft ungünstig lange Leitungsverlegung, da ist eine Aufteilung in 2 Stück 2er Multisplit oft besser.

Die Tests der Stiftung Warentest bei Split-Klimaanlagen sind nach meiner fachlichen Einschätzung schon mehrfach sehr seltsam ausgefallen. Das, worauf es im Alltag wirklich ankommt, scheinen die noch nicht erfasst zu haben.

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Bist Du sicher, dass das ein entscheidendes Kriterium ist? Tagsüber, wenn die Wärme anfällt, ist niemand in den Schlafräumen. Da sollte die Wärme dann auch abgeführt werden, damit sich Wände und Möbel nicht unnötig aufheizen. Mit wenigen Ausnahmen ist nachts keine Kühlung erforderlich. Die gewünschte Raumtemperatur erreicht man durch geöffnete Fenster.

Die Leitungslängen sind schon nicht ohne. Das wird nicht ohne zusätzliches Kältemittel machbar sein. Was mich daran wundert, ist, dass es keinen Raum gibt, der mit kurzem Weg an das Außengerät angeschlossen werden kann. Hast Du Dich vielleicht auf den optisch schönsten Aufstellort für das Außengerät festgelegt?

Hast Du einen Grundriss für die Positionierung der Einheiten.
Auf leise IG würde ich auch achten, insbesondere wenn die übergangsweise auch heizen sollen.
Eine Daikin MXM40 / 52 oder 68 je nach Bedarf, wobei die 4er nicht unter 68, also 6,8kW Kühlleistung erhältlich sind. Ich habe jedenfalls keine kleineren 4er gefunden. Andere Hersteller haben bestimmt ähnlich hübsche Töchter.

@jogobo
Du machst in warmen Sommernächten die Fenster zu kühlen der Räume auf?
Ich nicht. Abgesehen davon kommt das sehr auf die Wohnsituation an.
In der Nähe einer größeren Straße, Autobahn, Einfallschneise für eine Partylocation ist das nicht zu empfehlen. Von Einbruchsgefahren mal ganz abgesehen.

Ich kühle im Sommer und Heize im Winter 16 Stunden am Tag.
Und zum Schlafen wird das Innengerät einfach ausgeschaltet.

Die Wände halten die Wärme/Kälte entsprechend ausreichend gut wenn man nicht im 50er-Jahre-Altbau wohnt. Das sollte kein Problem sein.

Was nicht funktioniert ist 2 Stunden vorm schlafen kühlen oder heizen und dann schlafen.
Weil die Wände dann die thermische Energie nicht speichern können.

Nein, das ist genau das, was meine Formulierung

Mit wenigen Ausnahmen ist nachts keine Kühlung erforderlich.

ausdrücken sollte. In "warmen" Sommernächten bleiben die Fenster in den Schlafräumen ausnahmsweise zu. In den letzten Tagen hatten wir ATs bis zu 36°C. Tagsüber wurden die Schlafräume deshalb auf 22°C gehalten. Ab ca. 23:00 Uhr lagen die ATs unter 22°C. Warum dann die Fenster weiter geschlossen halten und mit Energieaufwand dasselbe erreichen, was ich kostenlos auch über ein geöffnetes Fenster bekomme?
Und ja, da unsere Schlafräume im OG liegen und wir in einer ruhigen Wohngegend leben, ist das die für uns die am besten passende Option. In einem Industriegebiet mit Schlafräumen im EG blieben die Fenster wohl auch eher geschlossen.

Ich hab Daikin Perfera oben 3x und bin zufrieden. Starte die aber auch schon um 14 Uhr unter der Woche und um 19 Uhr gehen die aus, dann heizen die Räume sich auch nicht wieder auf bzw. nur marginal.

Sind im leisesten Modus aber noch marginal hörbar, kann für empfindliche Leute trotzdem störend sein

Bei mir werkelt seit 1,5 Jahren eine 3 fach Samsung mit ca 5 kW und 3 der kleinsten CEBU Innengeräte ( 2,0 kW) in 3 Räumen mit 12 - 20 qm² Fläche. R 32 .

Die Steuerbarkeit per Fernbedienung ist so lala. App habe ich nicht weiter rumexperimentiert. Die Accounterstellung war mir bereits zu nervig. Lautstärke der IG ist mir fast zu hoch (Schlafräume).

Sie heizen aber im Winter zufriedenstellend. Auch bei Minusgraden. Ich tracke allerdings nur den Verbrauch per Strommessung. SCOP daher keine Aussage. Zumal im richtigen Winter immer noch der Gasbrenner läuft. Gastarif ist bei mir mit knapp 28 Cent Arbeitspreis einfach zu günstig.
AG Samsung taktet in Übergangszeit reichlich , da meist nur 1 -2 Geräte laufen.
Die kleinen Samsung IGs sind für die kleinen Räume überdimensioniert
Die Samsung sind im Standby stromhungriger als die Mitsubishi Monosplit
0,24 kWh Samsung 3fach Split stehen 0,02 kWh Mitsubishi ( 4,2 kW AG, 4 kW IG) gegenüber.

Was ich positive finde ist, dass die Samsung IGs beim Abtauen oder Erreichen der Zieltemperatur komplett wegschalten. (leiser geht nicht)
Das ist bei meiner Mitsubishi Electric ( ca. 3 Jahre alt) nicht der Fall, da säuselt schön der umgewälzte unbeheizte Luftstrom leicht weiter und das merkt man leider , wenn man ungünstig sitzt. Dafür generell leiser als die Samsung IGs.

Und noch ein Tip für die Übergangszeit:

Ich lasse bei Heizbedarf beide Anlagen möglichst durchlaufen.
Besonders die Mitsubishi regelt schnell bis auf 140 / 160 W runter , wenn man die Starttemperatur bei ca. 19 °C einstellt und einfach laufen läßt. ( resultiert bei mir dann in ca. 21°C wenn es oberhalb 10° /12°C Außentemperatur ist.

Starte ich aber mit 22 °C Ziel , um schnell warm zu machen braucht das Gerät viel länger , um wieder runter zu kommen, teilweise gelingt das über Tage nicht.

Normal nennt man die kWh, aber das kann bei dir nicht der Fall sein, das wäre ja sehr teuer. Kannst du das nochmal konkretisieren?

Da fehlte was

28 Cent Strom
Knappe 8 Cent Gas

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Vielen Dank für die ersten Antworten.

Erstmal kurz zum Thema Lüften, da das angesprochen wurde.

Händisches Lüften ist so gut wie nie möglich, da wir beizeiten früh das Haus verlassen und am Abend bzw. in der Nacht der Nachbarshund keine Ruhe gibt und wir das Fenster dadurch geschlossen halten müssen.
Davon abgesehen, bekommen wir im Schlafzimmer, warum auch immer, beim händischen (Quer-) Lüften so gut wie keine Durchströmung hin.

Zum Thema lange Leitungslängen, hier ist die angedachte Installation:

Auf dem ersten Foto sieht man im OG 3 Fenster. Jedes Fenster gehört zu einem eigenständigen Raum (SZi, GäZi, KiZi2). Das andere Zimmer (KiZi1) befindet sich auf der anderen Giebelseite. In jedem Raum soll ein Innengerät montiert werden. Um mir die Ansicht der Außenfassade nicht mit einem Kanal zu verunstalten, würde ich gern mit den Kältemittelleitungen mit jeweils einer Deckenbohrung auf den Dachboden springen. Von dort aus möchte ich mit den Kältemittelleitungen+Kabel zwischen den 1. und 2. Dachsparren einspringen und diese nach unten in den Dachkasten führen. Von diesem sollen die Leitungen wiederum durch Bohrungen nach unten rausgeführt werden. Das Außengerät soll unterhalb des Dachkasten montiert werden.

Die Kondensat-Abführung je Raum soll in der Luftschicht zwischen dem Innenmauerwerk und der Klinkerschicht realisiert werden.

Welche Nachteile bilden die langen Leitungslängen, außer der höhere Materialeinsatz (Leitung+Kältemittel)?

Hier noch das 2. Foto. Grün soll die Verlegung im Bereich zwischen den Deckensparren andeuten.

Ich verstehe das richtig:
Dachkasten meint die Verblendung auf der Traufseite, wo das AG hin soll?
Auf der Giebelseite soll nichts zu sehen sein?
Ansonsten würde ich wegen weniger Aufwand entlang des Dachüberstandes diagonal hochgehen bis über die Fenster und dort eine Bohrung für die Leitungen anbringen.
Den notwendigen Kabelkanal in der gleichen Farbe wählen oder streichen, wie die Verkleidung des Dachüberstands und gut ist.
Das AG gleich auf die Giebelseite ist wg. WAF keine Option?
Spart Leitungslänge en masse.

Verlegearbeit kostet oft mehr, als Material. Ansonsten hast du natürlich Effizienzverluste. Aber beim Kühlen spielt das keine so große Rolle. Da gehts vielleicht um 10%.

@thorstenkoehler Ja, auf der Giebelseite soll nach Möglichkeit nichts zusehen sein. Die Kabelkanäle würden mich dabei am meisten stören. Die von mir favorisierte Verlegung vom Dachboden runter zwischen den beiden Sparen sehe ich nicht so problematisch. Es ist genug Luft zwischen Dämmung und Unterspannbahn, um die Kältemittelleitungen auf der Dämmung nach unten (ca. 4-5m) in den Dachkasten zu führen. Das einzige was nicht möglich ist, die Leitungen auf dem Stück lagemäßig zu fixieren, wenn das notwendig sein sollte.

Bei deinem Vorschlag mit dem AG auf der Giebelseite weiß ich zum einen nicht, ob es den Nachbarn nicht belästigen würde und zum anderen finde ich die Position an der Traufseite geschützter (Nordseite) sowie wartungsfreundlicher aufgrund der geringeren Montagehöhe.

Hier auch nochmal ein Ausschnitt vom Grundriss für die auf dem Foto dargestellte Giebelseite.

Grün angedeutet die IG und rot die Leitungen bis zur Deckenbohrung (Kreis).

Ob die Anströmung im SZi so günstig ist, kann ich nicht beurteilen. Viele Montagevariante habe ich aber dort nicht. Direkt über dem Fenster fehlt leider weg, da zwischen Fenster und Decke nur 40cm Platz ist und die Montageplatte des IG dann mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Rolladenkasten liegt. Etwas links oder rechts vom Fenster wäre ggf. noch eine Option die Montageplatte zu installieren. Dann würde ein Teil des IG zwar in den Rolladenkasten einstehen, wäre aber nicht so problematisch, da der Rolladenkasten im Bedarfsfall von unten zugänglich ist.