Könnte mich jemand noch kurz erhellen, was ein "Hauptstromrelais" ist? ![]()
Hier finde ich die Antwort auf meine Frage von vorhin.
Du steuerst also das neu eingebaute Trennrelais mit dem Zigaretten Anzünder.
Der wird normalerweise mit Tundungsplus geschaltet. Dem signal beim Schlüssel drehen.
Der Unterschied zum D+ ist, dass D+ erst kommt, wenn die lichtmaschine strom liefert, der Zündungsplus ist mit Schlüsseldrehung da .
Für dich momentan eine gute Lösung, um da mitzureden. Die merkwurdigen Nebeneffekte sind aber unschön.
Hauptstromrelais: bei meinem EBL (Elektronikblock) habe ich einen Schalter/ sensortaster, um die Normalfunktionen aller elektrik ein und auszuschalten.
In stellung aus bleiben einige Sachen in betrieb: die elektrische Stufe, ein eingangslicht, der Temperatur sensor zum ablassen des wassers unter 4 Grad.
Die Funktionen kann ich mit einem Weiteren Hauptschalter am ebl auch abschalten.
Und diese beiden Funktionen sind für mich "Hauptstromrelais" .
Wie "Hauptschalter".
Danke.
Das macht Sinn.
Tatsächlich habe ich aber keinen wirklichen Hauptschalter im Fahrzeug. Das einzig entsprechende ist das Ausschalten des Bedienpanels. Damit sind dann Wasser, Heizung, Licht und Steckdosen ausgeschaltet. Wenn man wieder einschaltet, wird zunächst das Display vom Bedienpanel eingeschaltet. Wasser, Heizung, Licht und Steckdosen muss man dann manuell wieder einzeln aktivieren
ah. ganz anderes Konzept. Macht aber auch Sinn.
Dieses merkwürdige Verhalten des nachgerüsteten Trennrelais hat mir wirklich Kopfzerbrechen bereitet. Es kann doch überhaupt nicht sein, dass das Relais weiter angezogen bleibt, wenn man mit dem Zündschloss den Motor abstellt. Die 12V am Zigarettenanzünder, die bei Dir ja zum Ansteuern des Relais genutzt werden, werden doch (normalerweise) stumpf mit Zündung an/aus geschaltet. (Auf jeden Fall ist das bei meinem Camper so, das habe ich eben gerade geprüft. Und ich habe das gleiche Basisfahrzeug wie @Sabine_H.) Dass das Relais abfällt, wenn der Stecker aus dem Zigarettenanzünder rausgerutscht ist, hast Du ja bestätigt. Und da es auch keine Anzeichen von Kleben zeigt, fällt das auch aus.
Jetzt habe ich den üblen Verdacht, dass das Zündschloss möglicherweise eine Macke hat. Die Beschreibung zeigt ja keinerlei Logik und wirkt für mich eher wie ein defekter Schalter, der willkürlich verbindet und trennt.
Kannst Du mit einem anderen Verbraucher an dem Zigarettenanzünder (oder mit dem Multimeter) die beschriebene Bedienabfolge machen und schauen, wann Betriebsspannung am Zigarettenanzünder anliegt oder auch nicht?
Ich selbst habe dort immer so ein China-Teil mit Spannungs-/ und Temperaturanzeige sowie USB-Ladeausgang stecken und finde das ganz nützlich.
Anmerken möchte ich noch, dass Deine Beschreibung noch nicht ganz präzise ist. Du schreibst vom Starten und Stoppen des Motors. Es wäre gut, wenn Du noch die Stellung des Zündschlüssels ergänzt.
Alle miteinander finden wir den Fehler!
Gruß Hermann
Der Punkt ist vollkommen richtig.
Ich muss mittlerweile einen Weiteren ergänzen: ich habe nach Schaltplan des Scheiber ebl gesucht und bin mittlerweile der halben Meinung, dass da ein Trennrelais drin ist....
Es gibt da noch viel nachzuprüfen und zu entdecken.
Unabhängig vom Schaltplan bin ich auch der Meinung, dass in einem 13 Jahre alten Kastenwagen, der nicht von einem Bastler sondern von einem Hersteller stammt, mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Trennrelais drin ist. Bevor ich mir meinen Kastenwagen gekauft habe, habe ich mehrere Jahre Camper gemietet. Schon da waren immer Trennrelais drin. Anfangs waren die mit D+ gesteuert, was ja prinzipiell gar nicht so schlecht ist. Später regelten die Elektrozentralen das etwas aufwendiger. Bei meiner Box wird unterschieden in Parallelschaltung im Fahrbetrieb (>13,7 V, Trennung bei <13,2 V), im Netzbetrieb (>14,1 V, Trennung bei <13,0V) und im Solarbetrieb (>14,1 V, Trennung bei <13,0 V).
Es besteht nun bei @Sabine_H die Möglichkeit, dass sich das nachgerüstete und das möglicherweise im Steuergerät vorhandene Relais gegenseitig die Logik zerschiessen.
@Sabine_H hatte mal die Bedienungsanleitung der Elektrobox hochgeladen.
Dort steht:
Batterietrenner (siehe Anschlussplan)
Das BIP-Ladegerät verfügt über einen integrierten Batterietrenner (autonomer Betrieb), der ein 70-A-Relais steuert, wodurch eine Batteriekapazität von bis zu 300 Ah möglich ist.
Er verbindet die Motor- und Hilfsbatterien miteinander, sobald eine von ihnen 13,4 V ± 2 % erreicht, und trennt sie wieder, wenn ihre gemeinsame Spannung unter 12,7 V ± 2 % fällt. Zu beachten ist, dass unterhalb dieses Schwellenwerts der Stromverbrauch des BIP unter 4 mA liegt.
Beim Verbinden gibt es eine Verzögerung von 10 Sekunden.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Ein Hinweis auf den aktuellen Betriebszustand gibt es auch:
Betriebsanzeige: Im Anschlussbereich befindet sich eine Informationsanzeige. Diese ist daher
nur sichtbar, wenn die untere Abdeckung entfernt ist.
– Wenn das 230-V-Wechselstromnetz angeschlossen ist (Ladegerät eingeschaltet), verhält sich die Anzeige wie folgt:
– Sie blinkt schnell (2 Mal pro Sekunde), wenn sich das Ladegerät im BOOST-Modus befindet.
– Sie blinkt langsam (1 Mal pro Sekunde), wenn sich das Ladegerät im Ausgleichsmodus befindet.
– Sie leuchtet dauerhaft, wenn sich das Ladegerät im Erhaltungsmodus befindet.
– Wenn das 230-V-Wechselstromnetz nicht angeschlossen ist, verhält sich die LED wie folgt:
– Sie leuchtet, wenn die Batterien gekoppelt sind.
– Sie ist ausgeschaltet, wenn die Batterien entkoppelt sind.
Klemme CON4-1: Hierbei handelt es sich um einen Informationsausgang für den Batterietrenner. An dieser Klemme liegt Masse an, wenn das Relais des Trenners betätigt wird. Diese Information dient in der Regel zur Ansteuerung einer Kontrollleuchte an der Frontplatte.
Den Fotos nach ist CON4-1 mit einem dünnen schwarzen Kabel belegt. Wo führt das hin?
Hier könnte man den Schaltzustand des Trennrelais abgreifen.
Was mich natürlich immer noch irritiert, ist das fehlende Relais. Meiner Meinung nach gehen Leiterbahnen vom Lötauge des fehlenden Relais zu Sicherung F2. Im Text ist ein Kühlschrank-Relais erwähnt, was über F2 12 V nur dann ausgibt, wenn der Motor läuft oder Landstrom ansteht. Vermutlich hat man sich diese Funktion hier gespart.
Was sollten wir jetzt Sabine raten?
Ihren urlaub genießen, heil zurück kommen.
und dann fangen wir ganz von vorne an mit ihr zu zu prüfen, ob das vorhandene Relais ein trennrelais ist und warum es (angeblich) nicht funktioniert und durch eine Bastellosung ersetzt wurde.
gerade erst deine vorletzte Post richtig gelesen.
Also ist in dem Scheiber EBL von @Sabine_H ein Trennrelais drin - sogar ein ziemlich intelligentes.
Was hat ihr denn dann die Werkstatt zusätzlich eingebaut ??
Ich muss nochmal wiederholen, dass ihr großartig seid ![]()
![]()
Und ich bin leider viel zu langsam für eure schnellen Antworten.![]()
Ich werde im Haupt Threat nochmal alle restlichen Infos ergänzen, die ich aus den letzten 8 Wochen habe, damit nichts verloren geht.
Danach gucke ich mir alle Fragen nochmal an.
Danke erstmal für eure großartige Unterstützung
Wir geben uns alle Mühe....![]()
Lieber spät als nie, sagt der kleine Lord....
Erhole dich vom Stress, das Auto kriegen wir schon gemeinsam hin!
Ich hatte das noch garnicht gesehen. Sehr gut analysiert, und imho mitten ins Schwarze getroffen!
Das würde mehrere Dinge klären:
In dem EBL ist ein Trennrelais drin.
Das Kühlschrank Relais fehlt, weswegen ihre Kuhlbox ungehindert den Akku leerziehen kann.
Was in Verbindung mit schlechtem Ladeverhalten für die AGM schnell dazu führt, dass sie ungesund tief entladen und danach ungenügend geladen wird.
Es beschleicht mich der Verdacht, dass im Auto möglicherweise garkein Fehler drin war oder ist, sondern das das unglückliche Versagen durch die Betriebsumstände hervorgerufen wurde. Was die Werkstatt nicht erkannt hat....
Wie gesagt, noch ist das nur ein Verdacht.
Ich würde mit ihr zusammen weiter Fakten sammeln, was in der Elektrik eigentlich abgeht. Und erst dann auf Basis der Erkenntnisse Vorschläge machen für ihre Wünsche.
Jetzt habe ich noch ein paar weitere Informationen, die die Gemeinde gern interpretieren kann:
In einem französischen Wohnmobilforum hat jemand Fotos von seinem Scheiber BIP gepostet. Auch dort fehlte das linke Relais. Ich schließe daraus, dass das eine offizielle Variante war. Leider beschreibt die Dokumentation, die @Sabine_H verlinkt hat, nur eine Variante mit beiden Relais. Ebendiese Dokumentation hat auch ein anderer französischer Wohnmobilist gepostet.
Im weiteren Verlauf postet der Franzose, dass er ein Scheiber-Trennrelais nachgerüstet hätte, weil das im Scheiber BIP enthaltene defekt gegangen ist. Das heißt für mich, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass Sabines originales Trennrelais tatsächlich nicht korrekt funktioniert.
Das führte mich in Gedanken zu der Frage, wie ich ein zusätzliches Trennrelais einbauen würde. Jetzt hat ja das Trennrelais zwei Funktionen:
- Trennen der beiden Batterien, wenn die Gefahr besteht, die Starterbatterie zu entladen.
- Batterien zusammenzuschalten, wenn
2a) Landstrom zum Aufladen zur Verfügung steht,
2b) Ladestrom während der Fahrt von der Lichtmaschine kommt,
2c) Ladestrom von einer eventuell vorhandenen Fotovoltaik kommt.
Für 1) würde ich die beiden Trennrelais in Reihe schalten, dann funktioniert aber nach Sabines rudimentärer Schaltung nur noch 2b) und es ist noch nicht einmal sichergestellt, dass wirklich Ladestrom kommt (Zündung an und Motor steht).
Wenn das Relais im Scheiber noch irgendetwas macht (eventuell nur sporadisch), ist jede Lade- und Schutzlogik dahin.
Am wichtigsten wäre mir jetzt ein Schaltplan, wie das nachgerüstete Trennrelais in Verbindung mit der Scheiber-Box verschaltet ist.
Dann wäre mir wichtig, dass sichergestellt ist, dass die Lichtmaschine (mit Regler) tatsächlich leistungsfähig ist.
Auch wenn ich glaube und @Carlos es mir bestätigt hat, dass Blei-Starter- und LiFePO-Aufbaubatterie ein gutes Gespann bilden, würde ich Sabine erst zu dieser Investition raten, wenn Ladung und Schutz der Akkus sichergestellt sind.
Hallo ihr lieben,
mal wieder eher spät als früh hier ein paar Antworten:
Das "seltsame" Verhalten des Relais, das ich beschrieben habe, betraf das werkseitig verbaute Relais im EBL.
Mit "Zündung" an/aus meine ich jeweils die erste halbe Drehung vom Schlüssel im Zündschloss. Mit Motor an/aus meine ich die zweite Stufe.
Das nachträglich verbaute Trennrelais reagiert direkt auf den Zigarettenanzünder, d.h. auf Zündung, d.h. auf Tundplus.
Ich lade gleich die Notizen dazu hoch, die J. gemacht hat, als er das eingebaut hat.
Ich versuche außerdem das Video zu verkleinern, damit ich es hier zur Verfügung stellen kann. Darin sieht man ziemlich genau das von @Hermann-M7 beschriebene, erwünschte Verhalten des Relais inklusive der Verzögerung und der von der unteren halben Abdeckung verdeckten Kontroll LED.
Hier die Notizen:
seit dem Kauf des Autos ist die Häuschen-Batterie nach vier Wochen Standzeit entladen. wir hatten vermutet, dass ein Ruhestrom von ungefähr 200 mA permanent irgendwo im Häuschen verbraucht wird. Unsere Suche am Pfingstsonntag 2026 ergab, dass dieser Ruhestrom nicht im Häuschen verbraucht wird, sondern zurück ins Auto fließt. Nach Trennung der Verbindungsleitung zwischen Autobatterie und Häuschen-Elektronik geht der Strom herunter auf 27 mA, die vermutlich in der Häuschen-Elektronik verbraucht werden.
Kurios erscheint, dass die Fahrzeug-Batterie bei längerer Standzeit wohl nicht (??) ebenfalls entladen wird.
Offensichtlich sind die beiden Batterien permanent verbunden, so dass nach Abschalten des Motors regelmäßig ein Ausgleichsstrom aus der Häuschenbatterie in die Fahrzeugbatterie fließt (gemessen 1 1,5A). Es existiert also definitv kein Trennrelais!!!
außerdem hat die Häuschen-Batterie, die nach Anzeige voll geladen war, über ein externes Batterieladegerät ca 25Ah geschluckt, bevor das Ladegerät die Batterie als voll ansah.
nachdem wir circa 25 Ah in die Häuschen Batterie geladen hatten, war deren Leerlaufspannung nach 8 Stunden Ruehzeit 13,13 V (ab 12,8V gilt eine Bleibatterie als voll!)
beschlossene Maßnahme: Einbau eines Trennrelais mit mechanischem Schalter, mit dem bei Fahrzeug-Stillstand jeweils die Verbindung zwischen Häuschen- und Fahrzeug-Betterie manuell getrennt werden kann.
J. hätte dieses lieber automatisiert, dazu hätten wir aber eine Leitung von einem über die Zündung geschalteten 12V Plus zum Trennrelais ziehen müssen.
interessante (auch wichtige) Beobachtungen:
die Fußraum-Leuchte an der Häuschen-Schiebetür wird aus der Fahrzeug-Batterie gespeist.
Im Stand zieht die Fahrzeug-Elektrik dauerhaft ca. 200mA aus der Häuschen-Batterie.
Im Stand zieht die Fahrerhaus-Innenleuchte fast 2A aus der Häuschen-Batterie
Hochstrom-Relais (bis 30A) eingebaut am Pfingstmontag. Es müsste idealerweise mit der Zündung geschaltet werden und verbindet dann die beiden Batterien. Wenn es abfällt (=stromlos), trennt es die Häuschen-Batterie von der Fahrzeugbatterie und verhindert so, dass Strom aus der Häuschenbatterie im Fahrzeug verschwendet wird für irgendetwas. Achtung: Relais verbraucht 150mA, d.h. 3,6Ah je Tag >>> Schalter muss unbedingt nach jeder Fahrt ausgeschaltet werden zum Schutz beider Batterien.
Später wurde Schalter totgelegt und die Schaltung über den Stecker im Zigarettenanzünder geregelt.
Krass. Fahrerhaus-Licht hab ich mir immer gleich auf LED umgebaut -> 100mA für gleiche Helligkeit. Statt der Glühbirne sowas reingelegt/geklebt. Weil die Batterie 14V hat und die Dinger 12 vertragen, Widerstand davor.
Hab den Verdacht, dass das original eingebaute Trennrelais auf Spannung schaltet. Bei Blei + Blei geht das. Wennst Zeit hast, zieh dir den Draht vom Ziarettenanzünder zu deinem neun Relais ein.
Hier jetzt das Video:
Bitte Ton anmachen, dann hört man das Anziehen und Abfallen des Relais und die Zündung/ Motorstart
Das schaltet ziemlich sicher anhand Batteriespannung
