Kann sein, dass ich da ein Missverständnis produziert habe. mit meinem Zitat der 20 mV meinte ich die Spannung, die man an einem Übergangswiderstand zwischen Pol und Verbinder, oder ähnlich, bei Stromfluss im bereich 10....50 A messen kann. Also die Methode, Übergangswiderstände mit Bordmitteln (nur mit dem DMM - Multimeter) ziemlich gut finden und bewerten kann.
In dem Bereich sind 20 mV weder besonders wichtig, noch sind es 3 Stellen hinter dem Komma.
3 Stellen hinter dem Komma ist der Unterschied zwischen 3,000 zu 3,001. In Prozent ist das hinter dem Komma ein Promille, mit der drei davor grob ein drittel Promille. In etwa das, was eine heutige vierstellige Anzeige eines DMM (als ANZEIGE) leisten kann. Ob diese Stellen dann überhaupt bis zur letzten/kleinsten GENAU sind, ist ein ganz anderes Thema. Da weise ich noch auf den Unterschied zwischen absoluter und relativer Genauigkeit hin, und auf das generelle Thema Kalibrierung. Das ist aber der kleine lehrgang Messtechink in 8 lektionen, das passt hier nicht hin.
Im ganzen teile ich deine Einschätzung als allgemeines Problem der Chinesischen Hersteller. Zuviel Billigkopien, billigkopien von Billigkopien und durcschnittlich weitverbreitet schlechte technische Kompetenz der "Ingenieure". Das heisst aber nicht, dass es keine "guten" Hersteller gibt.
Das ist übel. kann ich mir im Einzelfall aber auch vorstellen.
Ein schwieriges Problem. Ob du in China Qualität bekommst, hängt nicht von teuer oder billig ab. Und auch nicht von Massenprodukt oder nicht. Es hängt im grossen und ganzen davon ab, ob der Kunde schlechte Qualität akzeptiert oder nicht. Die können, wenn sie müssen.
gegen deine obige, ganz allgemeine Abwertung cinesischer Qualität setze ich in diesem Fall:
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ich meine mit dem was ich sage NUR den einen Hersteller, von dem ich mehr als 10 BMS habe, mit denen ich 5+ Jahre Erfahrung habe. Die Urväter dieser BMS kommen vom Pedelec und sind millionenfach im Einsatz. Da steckt genug Käuferpotential dahinter, schlechte Qualität duch nicht-Kauf abzustrafen. Das ist die Firma JBD, die offensichtlich eine Hersteller für gedruckte Schaltungen im allgemeinen sind. Wer alles dort fertigen lässt, kann ich nicht sagen.
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ich habe mit Platinenqualität angesehen, Schaltungen nachverfolgt, Software untersucht, und ich kann sagen, dass dort gute Arbeit zu erkennen ist. Im Falle der BMS habe ich durch zufall beweisen können, dass die Platinen offensichtlich über eine QS Endprüfung gehen, in der die BMS kalibriert werden.
(Die BMS gibt es für fast beliebige Zellzahlen, wobei die Platinen, die ich kenne, entweder für 4s, 10s oder 16s ausgelegt und immer voll bestückt sind. 7s oder 8s machen die z.B. dann, indem am BMS Stecker Lötbrücken gesetzt und in der Software ein Zählparameter gesetzt wird für die Zahl der tatsächlich vorhandenen Zellen. Das habe ich mehrfach ausgenutzt, um die BMS für die Zellzahl umzuprogrammieren. Brücken entfernt, Zähler umgesetzt, und die neue Zellzahl wurde bedient. Interessanterweise stimmte die Kalibrierung der hinzugefügten zellen um ein paar Prozent nicht, was beweist, dass die in der Endprüfung NACH dem setzen der Lötbrücken nur die aktiven Zellen kalibriert haben. Was die existenz von Endprüfung und kalibrierung beweist)
Das ist ganz einfach: Weil die kleinen keinen Shunt haben. Das Thema habe ich letztens schon ausgeführt. Zwei Topics:
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die kleinen BMS haben SMD Widerstände in den Source Leitungen der Mosfets. meisten eine ganze Menge davon, oder pro Mosfet einen. SMD Widerstände sind nicht genau, und nicht temperaturkompensiert, und in der Stromverteilung über mehrere Mosfets und mehrere parallele Widerstände ist das nicht stabil.
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UND, die SMD Widerstände sind (elektrisch) kleiner, Der Spannungsabfall reicht aus , um damit eine maximalstromüberwachung zu realisieren, für die messung kleiner Ströme ist der Spannungsabfall zu klein. Shunts sind , das haben wir gerade am Foto im Seplos gesehen, häufig für 75 mV Spannungsabfall bei nennstrom ausgelegt. BMS haben grob gerechnet - meistens - nichtmal ein zehntel davon. Und damit geht auch die Messgenauigkeit für kleine Ströme dahin. oder gleich die Möglichkeit, kleine überghaupt zu messen.
Warum den auch nicht? Ein BMS ist konzeptionell eine Insel zum Schutz des Akkus. Die Strommessung ist für die Überstromabschaltungen. Da kommt es auf Genauigkeit im unteren bereich nicht an. Jegliche Verwendung der vom BMS gemessenen Daten für "äussere" zwecke ist ein Bruch des Sicherheitskonzeptes. Das wird mein nächstes "Streitthema" werden, in dem ich mich endgültig mit "Jedem" anlegen werde, innerhalb des Boards einschliesslich YT.
Das die BMS Hersteller das mittlerweile auf Druck der Anwender zulassen, und durch einbau beserer Shunts sogar untetstützen, ändert an dem grundsätzliche falschen Ansatz garnichts.
Man sollte halt schon differenzieren. Ich habe hier den Versuch und den Vorschlag dazu gemacht.