Habe erstmalig ein neues Batteriepack, welches voll geladen wurde, nach Sonnenuntergang für den Load-Ausgang des Deye 12K (Hausversorgung) nutzen wollen.
Jedoch ging der SOC sehr schnell runter, obwohl die Akkus noch mit 3,37V sehr voll sind.
Da der SOC an den WR über CAN gemeldet wird, stoppt er die Entnahme und holt den Strom aus dem Grid.
Da das BMS aber den SOC anscheinend nicht sinnvoll ermittelt, solltest du das einfach vom Deye abklemmen, um in dem die Ladeparameter selber einstellen.
Ändert nichts an der Lösung: BMS-Verbindung zum Deye Kappen, und im Deye die passenden Parameter einstellen.
Wenns dann mal läuft, kannst du ja immer noch wieder anstecken. Nur fürchte ich, das ein BMS, das fröhlich solchen Unsinn meldet, auch später nichts sinnvolles liefert.
Aber ganz unabhängig davon: warum lädst du den Akku nicht erst nochmal auf?
Das der SOC nicht genau ist und einige hier auf "bleibatterie" umgestellt haben, weiss ich.
Das jk-bms kann den sok -0% erst nach einer kompletten Entladung ermitteln.
Deshalb fragte ich nach einer einfachen Möglichkeit, den Akku leer zu machen
Heute hab ich einige Einstellungen im BMS und im Deye probiert.
Das Beste war die Umstellung von der Einstellung "BMS" im Deye auf "Ladezustand in %" . Damit konnte ich den Akku ein gutes Stück entladen. Einige andere Punkte mussten auch noch umgestellt werden, sonst hätte der Deye schnell unterbrochen.
So hab ich ca 80 Min. lang entladen können; erst vorsichtig mit 60A, dann mit 145A. Den Strom hab ich ins eAuto umgeleitet. Da war er noch zu was nutze.
Jedoch bei angeblichen 25% stoppte der Deye wieder und ich konnte keine Einstellung finden, an der ich die Grenze noch weiter herunter drehen konnte.
Interessant ist, dass die ganze Zeit über daas BMS einen Rest von 3 Ah angezeigt hat aber immer weiter lieferte
Bei 3,2V je Akku bzw 51,27V gesamt am Ende war noch die halbe Kapazität drin. So kann das BMS wieder nicht den SOC 0% bestimmen.....
Was ist denn als Kapazität des Akkus im BMS eingetragen? Die muss man schließlich selber ermitteln…dann ist auch die SOC-Berechnung genauer.
Beispiel:
Einen 16er Akku mit EVE LF280K v3 hatte ich versehentlich mit 280Ah im JK eingetragen. Nach der ersten Volladung wurde der SOC auf 100% gesetzt, bei der Endladung hing das System dann ewig bei 0% fest und lieferte noch lange Energie. Kein Wunder, hat der Akku real 310Ah. Nachdem ich die 310Ah im JK eingetragen hatte, war die SOC-Angabe deutlich zutreffender (Abseits der bekannten Problematik, dass kleine Ströme nicht gemessen werden).
Ja, 3,2 V hat es auch ungefähr, das kommt mir jedoch zu hoch vor, da das BMS bei 3,0V die SoC 0% hernehmen soll.
Eingetragen hab ich die 314 . Hab mal die DAten aus dem Prüfbericht herausgesucht, da ist die niedrigste Discharge Capacity 332.450 die Höchste 334.806
Ich stelle jetzt die Niedrigste im BMS ein.
Habe auch noch keine genauen Verbrauchsdaten aus der Nacht. Jedoch war der Akku heutee morgen bei den eingestellten 21% im Deye (in der ToU eingestellt) Jedoch bei ca 16kWh kann das nicht alles sein, Kühl und Gefrierschrank, eine Lüftung, paar LED-Lichter und Brauchwasser von der Wärmepumpe, die alle 20min. mal für 1-2 min. läuft....
Das muß besser gehen..... such such .......
Kann die Capacity nicht einfach umstellen, dann kommt die Warnung:
"BMS needs calivration afterwards to re-learn the battery capacity"
Nachdem ich die reale Kapazität des Akkus manuell im JK BMS eingetragen hatte, passte die Prozentangabe des SOC zur Spannung des Akkus:
Vorher: 3,2V = SOC 0%
Nachher: 2,7V = SOC 0%
PS: Faktisch lief das System nicht länger, da ich meine Wechselrichter ausschließlich über die Spannung steuere und nicht über den SOC. Aber ich finde es sympatischer, wenn die Angabe des SOC ein wenig näher an der Realität ist als früher.
Gestern habe ich die Kapazität von 314 auf 330 Ah umgestellt und nichts weiter gemacht.
Vorhin habe ich mal Daten aus dem Deye gezogen:
PV Ertag heute 45,4 kWh
Grid Buy 0,2 kWh
Grid Sell 28,3 kWh
Load Verbrauch 12,2 kWh davon rechnerisch 12 kWh von der PV
Akku 99% geladen - hat rechnerisch 5,1 kWh von der PV bekommen.
Der Akku war heute morgen zum Teil entladen, nach dem Start der PV wurde er aufgeladen, danach hat er nicht das "Pumpen" von vor der Umstellung gezeigt.
Also ein voller Erfolg , denke ich.
Warum macht man sich überhaupt die Mühe? Der SoC ist so oder so geraten bzw. geschätzt. Du kannst nur 0% und 100% sicher sagen. Mir ist es also total egal ob ich 10% bei 3,2V oder 2,7V angezeigt bekomme.
Vor allem wenn man das Notstromfeature nutzen möchte, ich entlade nicht mal unter 40%. Ich werde die 10% hoffentlich niemals sehen
Alles gut !
Das BMS "pumpte" die Ströme bei angeblichen 10% hin und her, also laden - entladen - laden -entladen ...... u.s.w.
Ich nahm an, dass es am fehlerhaften SoC 0% lag und fragte daher nach der Möglichkeit, den Akku weiter zu entladen, damit das BMS damit aufhört.
Jedoch war der Tip von @posthorn der entscheidende. Seit ich die richtige Kapazität aus den Prüfprotokollen von EVE eingetragen habe, läuft es genial
Gestern Werte aufgeschrieben:
17.5. 22:00h SoC 87% 53,06V
18.5. 06:45h SoC 71% 53,02V Grid-Import 0,2 kWh, Grid-Export 0,01 kWh,
PV-gestartet bei 157W
Der Akku wird nun über PV geladen und der Load über PV versorgt - Alles gut !