JK BMS Einstellungen für Sodium Zellen

Liebe Kollegen,
ich habe ein 10S 24P Akku mit 240 Stück 21700er Zellen gebaut. Die Zellen haben nur 2Ah, der ganze Akku also gerade einmal 48 Ah und nominal 30,5 V, also nur ca. 1,4 kWh.

Das ist mehr ein Experiment, weil ich Erfahrungen mit diesen Sodiumzellen sammeln möchte, als der Versuch einen Performance-Akku zu bauen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr einmal über meine Einstellungen im JK BMS schaut. Die Idee ist, dass ich gerne im Wohlfühlbereich des Akkus bleiben möchte, auch wenn ich dadurch etwas an Kapazität einbüße. Bin eher der Lebensdaueroptimierer :wink:

Ich habe mehrere in der Literatur angegebene Spannungsverläufe und die mir von Highstar vorliegenden Daten zusammengelegt und eine Regression zu einer Entladekurve gemacht. Das sind die Ergebnisse, die ganz gut zu den Entladekurven passen, wenn ich nicht mehr als 1C entlade.

1,70 V 0%
2,00 V 3%
2,31 V 8%
2,40 V 10%
2,67 V 20%
2,81 V 30%
2,95 V 40%
3,10 V 50%
3,28 V 60%
3,44 V 70%
3,60 V 80%
3,74 V 90%
3,90 V 100%

Grundsätzlich würde ich gern in diesem Wohlfühlbereich bleiben:
min Spannung 2,35 V
max. Spannung 3,70 V|

Was denkt Ihr zu diesen BMS Settings?




Insbesondere sind mir die Bedeutung von
Vol. Cell RCV
und
Vol.Cell RFV
nicht völlig klar.

Kann mir einer vernünftige Werte für Float- und Absorbtion-Voltage für Sodium-Zellen nennen und vielleicht etwas erklären?

Ich würde auch bei diesen zellen die Balancerstartspannung nicht so tief setzen, balancieren soll nur knapp vor max. ladespannung beginnen. Ansonsten sehe ich nix bemerkenswertes, ich hab aber auch nicht ins letzte detail reingeschaut.
Deine Frage nach den beiden Parametern kann ich leider nicht beantworten.

Vol. Cell RCV

und

Vol.Cell RFV

also das sind "irgendwie" die Werte für die Float- und Absorption-Spannung.

Was machen die im BMS? Das würde doch nur Sinn ergeben, wenn die Spannung des Akkus zusammen mit dem BMS eine "Nachricht" an den Laderegler geben.

Andy von der Off-Grid-Garage in Australien hat davon in einem Video gesprochen.

Mein BMS kommuniziert allerdings nicht mit dem Laderegler.

Wahrscheinlich hat sich die Frage längst erledigt, aber weil mich Natrium-Akkus ebenfalls interessieren (früher oder später will ich einen bauen…), antworte ich mal.

Balancerstart und Float usw.:

Wegen der steilen Spannungskennlinie von Natrium-Ionen-Zellen dürfte so ein Akku doch kinderleicht zu balancieren sein. D.h. es müsste dann ja fast egal sein, bei welchem Ladezustand man balanciert. Zumal du ja mit der Begrenzung auf max. 3,7V nie volladen wirst, d.h. nach oben hin wäre immer noch viel Sicherheitsreserve.

Für Float gilt doch (nach meinem Verständnis) dasselbe: Das macht man bei den LiFe-Akkus doch nur, um den Akku nicht unnötig lange auf dem hohen Spannungsniveau von 3,45-3,50V zu halten, bei dem man balanciert. Und nach der Voll-Erkennung und einer gewissen Balancierzeit soll die Spannung wieder runter, also Float.

Wenn du die Natrium-Akkus wie hier geplant sowieso nie ganz voll lädst (nur bis 3,7V), dann ist das doch weit weg von der Spezifikation “voll” (3,95V oder so), d.h. die 3,7V sind doch vermutlich aus Lebensdauersicht völlig unkritisch, wenn das Ladegerät dann dauerhaft eine Erhaltungsspannung von 3,7V hat. Somit wäre Float unnötig.

Was meint ihr dazu?

Fast.

Man muss sich halt entscheiden,bob man top oder bottom balanciert. Über den ganzen Bereich bringt bei verschiedener Kapazität ggf. Probleme. Und da top vorteile hat, sollte man nur am oberen Spannungsende balancieren.

Der Akku funktioniert so seit ca. 1/2 Jahr ohne weiteres Zutun.
Die Zellspannungsdifferenzen sind sehr klein.
Der Akku nimmt die Energie aus zwei nur sehr kurz am Tag mit Sonnenlicht beschienenen PV Module (Ostausrichtung) (im Sommer max. Tagesertrag 1,5kWh) auf. Sie werden später sehr langsam verbraucht, so dass der Akku morgens wieder leer ist. Die Ladebedingungen sind PV-typisch, alles andere als ideal.

Wie ist denn dein Gesamtsetup?

Also welcher Laderegler und WR und wir kommen die mit den Zellen bzw. dem Spannungsbereich klar?

Die JKs sind ja nicht berühmt für genauen SoC. würde es da nicht Sinn machen die 0% SoC etwas höher zu setzen. 1 Milivolt über der Cell UVP bedeutet der wird im normalen Betriebs ja nie auf 0 % gesetzt?

Oder verwendest du den einfach nicht bzw. berechnest den anhand der Spannungkurve extern irgendwo z.B. in Home Assistant?

Der SOC über die JKs ist für die Tonne!

Ich schaue mir die Spannung an, wenn ich den Ladestand wissen will. Aber das mache ich in letzter Zeit wirklich nicht oft.
Das System arbeitet ohne weitere Einbindung (mal abgesehen von zwei Shellys die zeitabhängig Schalten und die mir die Spannung liefern würden) autak.

zwei parallel geschaltete (manchmal teilverschattet) 400 Watt Peak Module in Ostausrichtung

VictronSmartSolar 100-20 Laderegler

Sodium-Akku 10S 20P 21700er 2Ah-Zellen

Das ganze war ein Experiment.

Wollte ich einfach mal probieren.

Wenn einer von Euch den Akku gerne übernehmen möchte, weil Euch das auch interessiert, dann meldet Euch gerne. KEIN VERSAND. Steht in der Nähe von Berlin. Die Zellen gibt es so. Akku ist in einer Festool-Kiste mit dem JK-BMS. Gebe ich für den Preis der Festoolkiste plus BMS-Preis und Kleinteile, also für 150 Euro gerne ab.

Für mehr ist der SOC aus technischen Gründen ja auch weder gedacht noch geeignet.

Bottom Balancing ist auch für die Tonne. Man darf tiefentladen.

Meine 3Ah Zellen haben eine Art Spannungsbegrenzung, Balancer integriert. Werden ab 4V warm. Zulässig sollte 4.20V? sein.