Der Eigenverbrauch hält sich in Grenzen. Mein Netzteil benötigt ca. 6W in LL, also wenn es nur hinter der Diode sitzt und wartet.
Sobald es die Leistung des WR kompensieren muss, sind es natürlich mehr. Dann reden wir über knapp 35W.
Ich sag mal so:
Die Problematik kommt nur im Winter zum Tragen. Dann heize ich halt im Bedarfsfall (wenige Stunden / a) mit zusätzlichen 35W das Haus. Das kann ich verschmerzen. Akku wird geschont, ich bin unabhängig von irgendwelchen Eigenheiten der WR. Macht mich nicht arm und andere nicht reich....
Deine Idee mit den dynamischen Preisen + Akku ist sicher gut mit PV-WR umsetzbar, vielleicht sogar jetzt schon. Denen sollte es egal sein ob PV anliegt oder nicht. Ist natürlich eine reine Software-Sache. Per Trigger Ladung in Akku aus Netz ist ja sicher machbar. Wobei sich hier dein Anspruch an günstig sicher mit dem Wirkungsgrad beißen dürfte.
theoretisch könntest Du das NT noch automatisch über ein Relais (primärseitig!) wegschalten, wenn Du ein frei programmierbares Steuerungssystem hast. Aber mit 6W kann man sicher leben, auch wenn es 52kWh im Jahr sind. Ergibt eine Größenordnung von 20,- im Jahr für einen gesunden Akku. Finde ich ok.
Ad dynamische Strompreise und PV-WR: Ich bin gerade zu blond zu kapieren, was Du mir sagen möchtest! Schubs mich bitte 'mal von der Leitung!
Die Software-Seite ist mir klar, ich muss ja nur die API des Stromlieferanten anbinden, aber
wie lädst Du den Akku? Daher habe ich nach günstigen, leistungsstarken und regelbaren Ladegeräten gefragt.
Die Einspeisung über den PV-WR ist dann auch wieder klar...
Übrigens: ein schlechter Wirkungsgrad ist mir bei negativen Strompreisen völlig egal! Und das wird künftig bei einem starken Ausbau der erneuerbaren Energien noch stärker, weil wir jetzt zeitweise schon nicht wissen, wo wir mit der überschüssigen Energie hin sollen! Die Energieversorger werden eines Tages froh sein, wenn man ihnen die Energie abnimmt! Ich überlege schon ernsthaft, Freunden von PV abzuraten und nur einen Akku mit Lade- und Entlademöglichkeit anzuschaffen... Die Steuerung dafür entwickle ich selbst. Ist eine reine Rechenaufgabe, vor allem wenn Du irgendwann mal 040 pro kWh für die Abnahme bekommst! Und... stell Dir vor, jeder kann von erneuerbaren Energien profitieren, ohne selbst die Möglichkeit einer PV zu haben (Stichwort Mehrparteienhäuser). Sorry, manchmal bin ich ein Querdenker...
Edit / Nachtrag: In Österreich gibt es verschiedene Modelle, bei denen selbst Privatpersonen Energiegemeinschaften eingehen können. Das bedeutet, eine Person kann Überschuss einspeisen, und irgendwo in Österreich wird diese Energiemenge von den Kosten abgezogen. Cool, oder? Bei uns nimmt übrigens stark zu, dass die Netzbetreiber die Einspeisung remote abschalten, weil die Netze (Trafos) überlastet sind. Stell Dir vor, mein Nachbar sagt mir (elektronisch) 'zieh bitte mehr Strom' und ich schalte (automatisch) meine Akkuladung ein. Dann verdienen wir beide Geld, weil sein Überschuss nicht verpufft und ich günstigen Strom habe... Machbar ist das echt easy! Gott, was gäbe ich dafür, wenn mir endlich eine Lösung einfallen würde, mit der ich kostengünstig ein paar MWh speichern könnte... lol
Ja, das habe ich mir auch schon überlegt. Am Umsetzen und dem Leidensdruck scheitert es allerdings. Zumal im Sommer der Verbrauch praktisch geschenkt ist. Hab mir sogar schon ein latching Relais rausgesucht, aber wie gesagt...
Idee zum Laden:
Sobald dein Preis negativ ist, lädst du mit dem PV-WR den Akku. In meinem Fall würde ich einen ESP32, welcher sowieso als Schnittstelle JK-BMS zu CAN zwischen eben BMS und WR sitzt, missbrauchen. Dieser könnte beispielsweise per Trigger am Eingang X und je nach WR (dieser muss das natürlich können) per Force_Charge Befehl CAN ID:0x35C Byte 0 Bit 3, 4, oder 5 (siehe Pylontech-CAN-Protokoll) den Akku aus dem Netz laden. Regelbar im Sinne des Wortes ist dies zwar nicht, weil nur 1 oder 0, jedoch denke ich, dass es keine Rolle spielt ob du die Leistung auch noch ausregeln musst. Wenn der Strom billig ist, ballerst du den Akku voll, wie es der WR eben kann / schafft.
Über Umwege könnte ich mir auch vorstellen, dass eine Art min SOC vorgegaukelt wird, welche den WR zum Laden verdonnert, sobald eben die Bedingung triggert. Beim Erreichen einer Spannung X, bspw. 3,4V / Zelle, wird der originale SOC wieder durchgeschoben. Im Hintergrund rechnet das BMS den richtigen SOC ja mit und führt dann wieder.
Ich glaube, dass da mit ESP jetzt schon viel möglich ist. Kommt halt auf die Komponenten an. O. g. Ideen sind sicher ausbaubar.
Mir würde eher das know how fehlen um die API des Lieferanten anzubinden. Habe aber auch keine diesbezüglichen Anforderungen. (Noch nicht)
Für Dich klingt das alles so selbstverständlich! Mein WR kann nämlich nur wr (wechselrichten), also von DC nach 230V AC. Sonst nix. Gar nix. Dumme Kiste!
Der Rest (wann ich was mache) ist mir natürlich klar...
Glaub mir, wenn Du ESPs programmieren kannst, schaffst Du die API auch. Viele haben Scheu davor. Ist unnötig, glaub mir! Die Sachen kommen heute meistens im JSON-Format, für die es für ESP (nahezu) fertige Parser gibt. Der Rest ist ein Call, den Du im Netz findest.