Integrales Konzept (incl. Wohnwagen, Heizung und später eventuell E-Auto)

Hallo,
Mir schwebt da was im Kopf rum.

Umgebung:

  • Haus mit ca 120m², Fußbodenheizung, Dach ca.10m x 6m Süden und 10m x 6m (-2 Dachfenster) im Norden.
  • Wohnwagen ca. 2,4m x 6m (-Klima und Dachluken).
  • Gartenschuppen, ca. 4m x 3m

Idee:

  • Haus mit
    • Dach so voll wie möglich und sinnvoll. (Zusatzproblem: alte Anlage mit 4,5kWp im Weg, könnte aber auf den Gartensuppen verlagert werden.)
      • Mach Nordseite überhaut sinn?
    • Akku mit min. 16kWh (z.Z. haben wir 4kWh, die reichen uns so bis Mitternacht)
    • Wechselrichter 3Phsig (Netzt und Inselfähig, bei gezogener Haus-Sicherung bei Blackout :winking_face_with_tongue:, manuelle Umschaltung reicht)
    • Wärmepumpe Lucht/Wasser um Speicher (290L) auf 35°C-40°C zu bringen (gibt es da Phasenübergangsspeicher für die Temperatur?)
    • zweite Wärmepumpe Wasser/Wasser (+kleiner Puffer) um aus dem Speicher auch Warmwasser zu bekommen
  • Wohnwagen
    • mit leichten Modulen Decken.
    • als Hybrid Insel (unterwegs), nicht einspeisend (auf Plätzen), einspeisend*1 (Zuhause)
    • mit 4kWh Akku
  • Gartenschuppen
    • Alte Anlage (leider geschlossenes System, ehemals von ABB)

*1 Am liebsten soll der Wohnwagen sich Zuhause komplett integrieren. (soll mit der Haus Anlage zusammenarbeiten quasi Plug-In Akku, mit etwas PV)

Optional E-Auto: Wie Integrieren?

Macht was überhaut Sinn?
Oder bin ich da nur etwas Technikverliebt?

Hallo @tmp Thomas,

ganz schön viel, auch gewiss nicht preiswert, was dir so vorschwebt. Eine PV Dachanlage macht m.A. Sinn, weil du einiges an Strom Einkauf sparen kannst. Ein Akku dazu, hilft, über die Nacht zu kommen. Wenn dein derzeitiger Akku voll geladen nur die halbe Nacht reicht, dann wird eine doppelte Kapazität für die ganze Nacht reichen. Da neue Verbraucher in deinem Plan sind, wird 16 kWh gewiss nicht zu knapp bemessen sein.

Wenn deine alte Anlage nach EEG Einspeisevergütungen bringt, dann schau mal wie hoch die Vergütung in Cent je kWh ist. Bei alten Anlagen gab es bis zu 50 Cent, die du bis zum Ende der Förderzeit bekommst. Da würde ich nix ändern, weil dann neue, viel geringere Vergütungen gezahlt werden.

Den Wohnwagen auf PV umstellen, ist m.A. ein gesondertes Projekt. Erwarte nicht zuviel Leistung, denn es steht nur eine sehr begrenzte Dachfläche zur Verfügung, die mangels Neigung auch im Stand keinen Schnee oder Schmutz abfallen läßt. Da die üblichen LFP Akkus bei Kälte (unter 10 Grad) nicht mehr mit starken Strömen und unter Null Grad gar nicht mehr geladen werden dürfen, müsstest du für ausreichend Wärme sorgen. Für die Einspeisung ins Haus wird nicht viel übrig bleiben. Viele Camper bauen den Akku im Winterlager aus oder schalten die PV Ladung ab. Deine Idee ist idealistisch, sehr am technisch möglichen, weniger am praltischen Nutzen orientiert.

Ob bei Dach PV Nordseiten “Sinn” machen, hängt von der Sinngebung ab. Wenn es um wirtschaftlichen Sinn geht, helfen die Tools hier im Forum oder auch PVGIS, um die zu erwartenden Erträge abzuschätzen. Sie sind deutlich geringer als auf der Südseite. Bei bewölktem Himmel (diffuse Strahlung) sind die Erträge auf beiden Seiten viel niedriger, dann wird es kaum Unterschiede zwischen Nord und Süd geben. Daher machen Nordseiten bei Wolken Sinn.

Warum du 2 Wärmepumpen zur Erwärmung des Brauchwassers einplanst, erschließt sich mir nicht. Wie wird das denn derzeit erwärmt? Das neue müsste mit dem vorhandenen System hydraulisch verbunden werden. Viel Aufwand und derzeit sehe ich noch keinen Nutzen. Wenn der 290l Speicher vorhanden ist und ein elektrischer Heizstab nachgerüstet werden kann, dann wäre das eine einfache Lösung, die nur elektrisch gesteuert werden müsste.

Von der ersten Idee bis zur Umsetzung ist es ein langer Weg der Planung. Auf diesem Weg können neue Erkenntnisse auftauchen, die eine Ändernung des Plans erforderlich machen. Ich denke z.B. daran, dass die Dacheindeckung zu alt ist, so dass erst das Dach neu gemacht werden sollte - was neue Fragen aufwerfen könnte.

Ich wünsche dir viel Glück bei der Ausarbeitung deines Plans. Ein DIY Projekt ist die PV für den Camper. Für Dach PV braucht es professionelle Hilfe. Für mich sind das 2 Pläne, die man getrennt umsetzten kann.

L.G.

Schließe mich deff an in der Einschätzung. Wegen der 4 kWh Akku im Wohnmobil würde ich keinen Tanz aufführen, so günstig wie die Low Voltage (51 Volt statt mehrere hundert Volt) Akkus inzwischen sind.

Wenn Du Fußbodenheizung hast, kommst Du ggf. ohne Pufferspeicher für die Heizung aus. So oder so sollte man die Hydraulik immer kritisch hinterfragen: https://www.youtube.com/watch?v=4zAttQNeL5w&t=936s

Warmwasser kann man ggf. mit ner separaten BWWP machen, erledigt jede normale WP aber auch gerne einfach mit. Von der Kaskade halte ich auch nichts. Wenn, dann würde man das eher über den Rücklauf der Heizung realisieren: Rücklauf – Warmwasserwärmepumpe (Rücklauf – Brauchwasserwärmepumpe) ED 180 RF - 1 Eco Design GmbH

Wie lange ist die alte Anlage noch in der EEG Förderung und würde die Einspeisevergütung pro kWh dann entsprechend gewichtet neu berechnet?

Wie sind die Dachneigungen, wegen der Frage ob Norden Sinn macht? Neben dem diffusen Licht hat es ggf. auch nen gewissen Wert, wenn man dadurch reduzierte erlaubte Einspeisungen aushebeln kann (60% Regel). Hab ich keine eigene Erfahrung mit.