Insel PV Anlage mit 45 kw Akku

Ich würde gern eine Pv Anlage auf meinem Dach und am Balkon anbringen, und damit drei 15 kw Akku laden. Einspeisen in das Netz will ich auf keinen Fall, da ich mit meinem E- Autos und ca. 100.000 km jährlicher Fahrleistung, jede erzeugte Kilowatt Stunde selbst verwerten kann. Ich kann allerdings meinen Stromverbrauch nicht annähernd selbst erzeugen und bin weiterhin auf Strombezug aus dem öffentlichen Netz angewiesen. Dies wollte ich aber nicht direkt in mein Hausnetz einspeisen, sondern über den Umweg des Ladens meiner drei Akku über einen dynamischen Stromtarif. Smartmeter und Tibber Puls sind schon vorhanden.
Ich stelle mir vor nachts den Akku meines Autos und die Akkus im Haus zu laden, Die Hausakkus nur bis zur Hälfte, den Rest sollte dann im Idealfall die PV Anlage am Tag laden. Ist dies Konzept umsetzbar,
welche Vorschriften der Netzbetreiber sind zu erfüllen ?

Einen Hybrid-WR der Nulleinspeisen kann, einen den man mit externer Ansteuerung diesem TibberKram beibringen kann, das ist aber weil Du aus dem Grid Laden willst KEINE Inselanlage sondern ein ganz normale Solaranlage.

100tkm bei 20kWh/100km meint ungefähr 20MWh.

Oder in PV - 20kWP

Das ist eine nicht übermäßig große PV.

Aber 45kWh Akkukapazität ist dabei nicht zielführend.

Mindestens um Faktor 2 größer denken.

Insel mit Insel WR erleichtert eine Diskussion.

Laden über Tibber ist kein Problem. Bloß nicht irre machen lassen. Mit Verbindung zum Netz wird "Netzparallel" gemeint. Das ist mit einer Insel unmöglich......

Das Konzep netzdienlicher Akkuladung ist bisweilen irgendwie ein wenig unklar. Im Idealfall ist die PV ausreichend. Mit 18...20kW - macht man bei aktueller Sonne schon 80....100kWh am Tag. Ein großer Akku kann ein BEV von null auf 100% laden und so weiter...

Vorschriften bei einer Insel - muss eine solche sein. Wie schon erwähnt, mit einem Hybrid WR ist das unmöglich......

A und O bilde ich mir ein, mehr PV ist besser ...

Ich würde das technisch splitten:

  1. Normales Netz mit Tibber&Co
  2. reinrassige Insel, die bei Kontakt mit dem Netz explodiert

So eine Insel baue ich gerade aus Victron RS 6000 Smart Solar (wichtig - OHNE Multi im Namen) einem Haufen Solarmodulen und einem ordentlich großen Akku.

Diese Insel ist, wie oben geschrieben, bei Kontak mit dem Netz selbstzerstören. Es kann also absolut keine Netzverbindung unterstellt werden.

In Deinem Fall also im Kernwinter vom Netz laden und sobald genügen Sonne da ist von der Insel.

Kein Insel WR kommt damit zurecht, wird dieser ausgangseitig mit dem Netz verbunden.

Im Idealfall ist im WR eine automatische Umschaltung der Verbraucher auf Netzbezug und eine steuerbare Akkulademöglichkeit integriert.

On the Top bietet so ein InselWR dann auch noch Anschluss für die PV.

All in One macht die Installation dann einfach, kompakt und übersichtlich.

Das sind faktisch die aktuellen HybridWR, die ich als VNB, aber ablehnen würde, da eine Verbindung zum Netz eben nicht ausgeschlossen werden kann. Genau wie bei den 1-0-2 Umschaltern reicht ein Schraubenzieher und ein stück Draht für die Netzverbindung. Bei den Hybriden braucht oft sogar ein Häkchen in den Einstellungen gesetzt werden und ich bin auf dem Netz.

Und genau das bietet der RS 6000 Smart Solar als einzig, mir bekannter hochwertiger Insel-WR, mit sensationellem Wirkungsgrad.

Hallo,
Erst einmal vielen Dank für deine Antwort. Bei meinem relativ kleinen Reihenhausdach in West Ost Ausrichtung bekomme ich wohl nicht mehr als fünf KW Peak zusammen. Mir geht es eigentlich vorwiegend darum, möglichst netzdienlich den Strom ins Haus und in die Akkus zu bekommen. Zum Laden der Akkus wollte ich sowohl PV als auch Netz Strom verwenden. vermeiden wollte ich allerdings, dass die angemeldete Solaranlage vom Netzbetreiber abgeschaltet wird, wenn zu viel Strom im Netz ist. Ich wollte den bürokratischen und finanziellen Aufwand vermeiden die Anlage beim Netzbetreiber anzumelden. Meine Idee war, eine galvanische Trennung des Öffentlichen Netzes zum Hausnetz zu schaffen, indem ich das Haus Netz lediglich über die Akkus mit strom versorge und diese Akkus dann mit einem Wechselrichter sowohl aus dem öffentlichen Netz als auch von der PV Anlage laden lasse. Gibt es hierfür eine legale Möglichkeit ?

Den Akku mit netzstrom zu laden halte ich für schlecht. Akku bedeutet, dass man immer Verluste hat. Und der Akku wird mit laden und entladen auch früher das zeitliche segnen.
Wenn die gesamte Elektroinstallation des Hauses schon in NYM 3x1,5 mm2 ausgeführt wurde, wenn es viele "getrennte" Stromkreise gibt, die alle in der Elektroverteilung einen eigenen Sicherungsautomat haben, kann man das sehr gut lösen.
Ich habe nen Aufputz Verteilerkasten neben der vorhandenen Elektroverteilung gesetzt. Man muss prüfen, dass die einzelnen stromkreise keine Verbindung über Nulleitung haben. Das ist bei mir der Fall, alles ist schön getrennt.
Ich habe hager sft440 Schalter gekauft, kann so die Endstromkreise entweder auf meine Insel schalten oder auf normalnetz. Mein inselnetz hat identisch alle sicherungsautomaten wie das normalnetz auch.
Man muss natürlich Phase und Null gleichzeitig auf insel oder netz schalten.
Im winter läuft einiges fest auf netz, auf insel ist nur so viel, dass das gut aufgeht und der PV Ertrag die aufgeschaltete Last gut schafft.
Am Anfang haben wir in der übergangszeit zu viel auf die Insel geschaltet, der wechselrichter hat dann auch schon mal das inselnetz komplett abgeschaltet, weil die Akkuspannung kurzzeiting weg gebrochen ist (hoher einschaltstrom von grossverbrauchern).
Für mich ist dies die optimale PV Anlage. Die schaltet auch nicht ab, wenn kein öffentliches Netz vorhanden ist.

Da es keine verbindung von meiner Inselanlage zum öffentlichen Netz gibt, habe ich das nicht angemeldet.

Ich kann Deine juristische Frage nicht beantworten, möchte nur 3 Dinge einwerfen.

Im Sommerhalbjahr hast Du bei dynamischen Stromtarifen den günstigsten Strompreise des Tages nicht nachts, sondern um die Mittagszeit, wenn die ganzen PV-Anlagen einspeisen.

Seit ein paar Tagen gibt es zeitvariable Netzentgelte und die können finanziell interessanter als dynamische Stromtarife sein. Die variablen Netzentgelte sind nicht dynamisch wie Börsenstrompreise, sondern werden immer ein Kalenderjahr im Voraus festgelegt. Problem: Wir haben 866 Verteilnetzbetreiber und jeder VNB kann sein eigenes Modell auswürfeln. Es gibt dann für mindestens 2 Quartale im Jahr (aber bei vielen VNB ganzjährig) tägliche Zeitfenster für Niedrigtarif, Standardtarif und Hochtarif. Bei meinem VNB sinkt das Netzentgelt täglich für 7 Stunden von 11,1 Cent im Standardtarif auf 1,11 Cent im Niedrigtarif. Das sind inkl. MwSt. planbare 12 Cent/kWh Einsparung. Informiere Dich bei Deinem VNB, wie die variablen Netzentgelte ausgestaltet sind.

Und viele rechnen falsch. Zum einen hast Du je nach Konstellationen 15-20% Verlust, wenn Du beim Strombezug aus dem Netz immer über den Umweg Akku gehst. Zum anderen besteht die tatsächliche Einsparung bei einem dynamischen Stromtarif nicht aus der Differenz zwischen Tagesminium und Tagesmaximum der Strompreise, sondern aus der Differenz zwischen Minimum und Strompreis bei festem Stromtarif.
Angenommen:
fester Stromtarif = 30 Cent/kWh
Tagesminimum bei dynamischer Stromtarif = 25 Cent/kWh
Tagesmaximum bei dynamischer Stromtarif = 40 Cent/kWh

Wenn Du 50 kWh am Tag verbrauchst und in Summe 20% Verlust durch AC-DC-AC-Umwandlung und Laden/Entladen hast, dann hast Du am Ende keinen Cent gespart:
50 kWh * 1,2 = 60 kWh * 0,25€/kWh = 15 €
50 kWh * 0,30 kWh = 15 €

Mit nur 5kWP ist es aussichtslos gravierend sparen zu können, eine Insel einigermaßen nutzlos, bei 100ktm im Jahr mit einem BEV..

Da würde ich von einer Insel Abstand nehmen.

Es ist richtig @uschi, daß Victron mit den Produkten keinen sonderlich interessanten Inselwechselrichter anbieten kann. Mitbewerber hingegen bieten bessere Möglichkeiten.

Hier ist das insgesamt dann doch eher unangebracht.

Netzdienlich ist auch nicht die Aufgabe des Bürgers. Dazu fehlt ein finanzieller Anreiz. Den Tanz für Andere aufführen aber nicht dafür ausreichend bezahlt werden - .......

100tkm im Jahr sind grob 20MWh
Mit 5kWp erhascht man davon 25%

Diese sind ausreichend, um das RMH über das Jahr größtenteils zu versorgen.

Eine Insel ist mit höheren Verlusten, da ist PV und viel davon A+O.

5kW ist ne kleine Garagenanlage.......

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Das vor gut einem Monat in Kraft getretene Solarspitzengesetz fordert für alle Neuanlagen eine Begrenzung der Einspeiseleistung auf 60%. Für Anlagen größer als 7kWp kommt dann dazu die Pflicht zum Einbau des Smartmeters mit Rückkanal, über den die Anlage abgeregelt werden kann. Mit dem Einbau des Smartmeters entfällt dafür die generelle 60%-Grenze.

Bei einer 5kWp-Anlage brauchts und gibts dieses Smartmeter nicht, die bleibt dann einfach dauerhaft auf 60%- Einspeisebegrenzung.

Die 60% werden dabei aber am Einspeisepunkt gemessen. Wenn die PV-Anlage mehr erzeugt, du aber fast alles selber was davon verbraucht, wird auch nichts begrenzt.

Oliver
P.S. Laden des Akkus aus dem Netz ist gebehmigungstechnisch schwierig...