ich möchte meine Kompetenz etwas erweitern. Ich bin E-Bike-Schrauber und möchte wissen, was dafür nötig ist, den Innenwiderstand von E-Bike-Akkus zu messen.
Ich gehe stark davon aus, dass man E-Bike-Akkus, gerade die, die mit CAN-Bus arbeiten, nicht ohne Zerlegen messen kann.
Genauer gesagt geht es mir um das Messen von E-Bike-Akkus von Bosch, Shimano, Yamaha und Bafang.
Ein Akku-Kapazitätsmessgerät habe ich von Bosch, allerdings dauert die Messung damit auch ewig.
Was ist technisch nötig, um den Innenwiderstand eines E-Bike-Akkus innerhalb weniger Sekunden zu messen? Hat da einer Erfahrung? Ich würde meine Messdaten auch gerne Teilen.
Du kannst mit dem YR1035/+ auch den Gesamtwiderstand eines Akkupacks messen, mußt aber direkt an die Kontakte kommen. Die Bosch-Akkus machen z.B. nur auf, wenn die über Canbus mit der DriveUnit/dem Controler etc. sprechen - sonst ist der Ausgang abgeschaltet. Gibt Adapter (DIY) wie man sie öffnen und anderweitig verwenden kann oder Du mußt das Pack vorher aufmachen und direkt an den Kontakten messen.
Dann weißt Du aber immer noch nicht, ob einzelne Zellen evtl. schlecht sind. Aber so kannst Du auch das Balancing und die einzelnen Zellenblöcke messen.
Strom Spannung messen wende ich noch öfter als DC Messung an.
Also Spannungseinbruch bei Leerlauf und dann bei definierter Belastung z.B. 1 oder 10 A innerhalb von sek. ablesen.
Bsp 41V Leerlauf, 40V Last 10A delta U = 1 V
Nach R=U/I 1V/10A = 0,1 Ohm
Empfehlenswert ist eine geringe Last die auch im Leerlauf dran hängt , und die Messlast , Delta (1 oder 10 A ) zugeschaltet wird.
Die DC Messwerte weichen abgesehen von der Zeit Drift des ablesen bis die Anzeige stabil ist , kann man rausdenken, geringfügig von den Widerstandsmessgeräten ab da diese mit meist 1 khz messen.
OK ich werde mal schauen wie ich mir einen Messadapter bauen kann. Bin da für Ideen offen
das FNIRSI hat auch History und Datenexport das ist genau das was ich brauche. Die Daten können dann einen Agenten übergeben werden der mir die Daten in das Service Protokoll einpflegt. So das ich für den Kunden eine History aufbauen kann. Idee ist halt das man nicht nur gefühlt sehen kann der Akku wird schlechter sondern auch messen. Mir ist klar das es nur ein Wert ist und nicht den Kapazitätztest ersetzt. Aber es ein schneller wert.
Ja, verstanden. Du meinst also eine DC-Innenwiderstandsmessung über einen definierten Lastsprung, z. B. Grundlast 1 A und dann zusätzlich 10 A, und aus ΔU/ΔI den Innenwiderstand berechnen.
Das finde ich technisch interessant, wäre für meinen ersten Ansatz aber wahrscheinlich schon etwas Overengineering. Mein Ziel ist zunächst ein sehr schneller Werkstattcheck bei praktisch jedem E-Bike in der Inspektion, damit ich über die Jahre Messwerte sammeln und dem Kunden später einen Verlauf bzw. Prüfbericht mitgeben kann.
Deshalb würde ich zunächst mit einem 1-kHz-Vierleiter-Innenwiderstandsmesser arbeiten und direkt am eingebauten Akku messen. Das Rad ist dabei eingeschaltet und übernimmt damit auch die Freischaltung des Akkus.
Für die DC-Messung müsste ich zusätzlich eine definierte Last samt Strommessung und Schaltung aufbauen. Und wenn ich das Ganze später unabhängig vom Fahrrad am ausgebauten Akku machen möchte, müsste ich mich zusätzlich um Wake/CAN bzw. die Freischaltung des BMS kümmern.
Die DC-Methode würde ich deshalb eher als zweite Ausbaustufe sehen, wenn der einfache Schnelltest erst einmal sauber und reproduzierbar läuft.