Frage zur nachträglichen Innendämmung im Dachgeschoss:
Die PE-Folie, die unter den Ziegeln als zweite wasserführende Schicht verlegt wurde, hat sich über die Jahre komplett zerbröselt. Trotzdem ist alles dicht, kein Problem mit feuchte von außen.
Zwischen den Sparren sind (geschätzt, noch nicht gemessen) 16cm alukaschierte Mineralwolle. Zustand weitestgehend so OK.
Dann als letzte Schicht Gipsplatten mit aufgebrachter Styroporschicht.
Wenn ich das in Ubakus nachbaue, komme ich auf nen UWert von 0.2x.
Ich würde den Schallschutz gern mit einer weiteren Schicht Rigips blau verbessern. Kann man da bei der Tour noch 3-4cm Dämmung unterbringen oder wirds dann an der Alukaschierung zu kalt?
Es gibt ne Fachregel des Dachdeckerhandwerks und ist auch in der DIN 4108-3 beschrieben, dass max. 20% des Wärmedurchlasswiderstands der Gesamtkonstruktion unterhalb der Dampfbremse angebracht werden sollen.
Bei dem was Du beschreibst, sollte das noch passen. Aber rechne lieber nochmal sauber nach. Es kommt nicht nur auf die Dicke an sondern auch auf die Wärmeleitstufe. Wäre blöd, wenn zwischen den Sparren uralte Mineralwolle mit WLS 043 oder so ist und Du mit PU-Hartschaum WLS 023 nachrüstest.
Alternativ würden Dich bestimmt auch Hersteller der Dampfbremse beraten.
Pass bei der alukaschierten Glaswolle auf, die ist wahrscheinlich schon was älter und daher krebserregend. Ich habe beim renovieren des DG die alukaschierte Glaswolle komplett entfernt, das Alu war in Teilen löchrig, die Dicke sehr unterschiedlich und der Dämmwert eher zweifelhaft.
Verbau einer Dampfbremse bevor du die Lattung mit der dünnen Dämmung machst, dann hast Du es innen dichter als außen und bekommst keine Feuchtigkeitsprobleme. Kannst du ja in Ubakus modellieren.
An sich bin ich bei der Projektierung davon ausgegangen, dass es im restlichen Dach genauso aussieht wie im Drempel - da besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf. Die beiden Dachschrägen sind doch besser als erwartet.
An sich kann man die so lassen. Nicht geil, Aber auch nicht dringend. Die Idee war halt, dass man da vielleicht von innen was reißen kann.
Optimal wäre sicherlich alles runter zu holen und es neu zu machen ….
Hängt m.E. vom Dämmmaterial ab. Ich würde in so einem Fall XPS mit diesn abgestuften Kanten nehmen und sauber verkleben, sowie die Stöße die Wand ausschäumen. XPS ist in sich wasserdicht, da brauchts es keine extra Dampfbremse o.ä mehr. Außerdem ist es m.E. leichter zu verarbeiten als irgendwelche Folien, die bei einer kleinen Uneachtsamkeit mal eben schnell beschädigt sind.