Das ist doch eine Elektro-Direktheizung. Durch die Strahlungswärme wirst du vielleicht 1-2 Grad niedriger heizen müssen, aber zaubern kann die nicht. Das ist also in etwa wie mit Heizlüftern zu heizen, sparst dem gegenüber vielleicht 10-20 %.
Ich hatte vor vielen Jahren mal ein Kinderzimmer damit ausgestattet.
Es funktioniert, aber komfortabel ist was anderes. Du hast teilweise einen warmen Kopf/Schultern aber die Füße unter dem Tisch sind kalt. Auch die Wand, an der das Bett stand fühlte sich kühl an.
Einmal hatte mir also gereicht und ich würde es, von Spezialfällen abgesehen, nicht wieder einbauen.
Ich habe ein 230m² Haus Baujahr 1961, Mauerwerk ist 30er Ziegelstein. Fassade ist nur verputzt und nicht gedämmt. Dach ist im Spitzboden auch ungedämmt. In den Dachschrägen und oberste Geschossdecke ist es gedämmt, aber nicht nach dem heutigen Standard.
Fenster sind Holz mit2-fach Isolierverglasung aus 1995.
Im Moment läuft eine Öl-Heizung von 1985 die demnächst mal ersetzt werden sollte.
Dafür ist das nichts. Es könnte Sinn machen, eine neue Ölheizung einzubauen und mit Split-Klima die Ölheizung zu entlasten. Oder eine Kombination aus LWWP und LLWP.
Bisher 5000 Liter Öl pro Jahr. Mit dem alten Brenner bekommst du wenn es sehr gut läuft ungefähr 80% des Energiegehaltes auch raus. (Realistischer ist eher 60-70% bei dem alten Kessel)
Macht 5000 L x 0,8 x 10kWh/L = 40000 kWh Nutzbare Wärme.
Liter Öl sind so 90 cent aktuell = 4500€
Jetzt wollen wir die 40000 kWh mit Infrarot ersetzen.
Wird sind extrem großzügig und sagen dass wir 20% weniger Energiesatz brauchen weil die Strahlungswärme direkter wirkt (beutetet aber die Bude locker 2-3°C kälter zu haben. )
Also brauchen wir nur 32.000 kWh Strom.
Bei 30 cent = 9600€
Mit einer oder mehreren modernen R290 Wärmepumpen und gezielt Heizkörper austauschen kann man heutzutage selbst im Altbau mit einem COP von 3 rechnen.
Um die 40.000 kWh Wärme zu bekommen brauchst du dann immer noch 13.333 kWh Strom
Macht mit Haushaltsstrom bei 30 cent = 4000€
Mit WP-Stromtarif bei 23 cent = 3067€
Heizstromtarif für Infrarot ist quasi unmöglich aufgrund Steuerbarkeit und HT/NT. Du musst aber bei Infrarot die ganze Zeit ununterbrochen heizen. Deren Vorteil dass die sofort warm wird ist gleichzeitig der größte Nachteil.
Meine Erfahrung mit Deckenheizung sind nicht gut. Ich persönlich bekomme davon Kopfschmerzen und kalte Füße. Deshalb habe ich an den Wänden eine Flächenheizung gebaut. Die werden mit Wasser durchströmt, das von einer Brauchwasser Heizung (Wärmepumpe) erwärmt wird. Sehr angenehme Sache warme Wände im Wohnzimmer zu haben. Und der Keller wird kondensationsgetrocknet…
PV mit Speicher ist normal dimensioniert für Heizung ziemlich nutzlos.
Zur Heizzeit geht nix in den Speicher.
In Verbindung mit Klimaanlagen Heizung ist eine Schwerpunkt Isolierung sinnvoll. Ich heizen jetzt 20 Jahre mit Klimas. Anfangs cop 3 und Kaminofen, heute Scop nahe 6 im großen Wohnzimmer u. Schlafzimmer. Holz Zusatz nur wenn es richtig kalt ist. Die Klima dreht sonst lautstark und stürmisch auf.
Ursprünglich 25 cm Ziegel Wände und große alte 2 Flügel Fenster. Als erstes machte ich Decken Isolation 25 cm dick mit Raumhöhen Reduzierung auf 3 m. Da das ganze gemietet ist wurde Innen Wandisolation 8 cm gemacht. Fenster bekamen eine doppelte zusätzliche ISO Scheibe im WZ oder sonst auch nur eine Folie (3.Scheibe) verpasst. Im SZ gibt es eine Wandheizung die von der Klimaanlage gespeist wird.
Zusätzlich sind el. Wandheizelemente verbaut die aktuell bei Überfluss laufen. Da reicht die PV noch. Bald kommt Nebel, dann ist Schluss damit. Höchstens soweit daß die kalte Wand verschwindet.
Mit Deckenheizung habe ich auch schlechte Bekanntschaft, heißer Kopf, kalte Füße, gemacht.
Also etwas Isolierung ist sinnvoll sonst wird es mit Klima im Altbau stürmisch.
Gute Lösung! (2xLLWP machen Grundverbrauch (regeln nach PV und Strompreis), Pellets die Spitzen) Evt. auch einen kl. Pelletsofen oder Schwedenofen als Reserve um 500€ im Wohnzimmer oder so.
ad Fenter: Solange die Fenster nicht grottenschlecht sind, lass Sie drin und dichte nur ab wo nötig. Die Fenster haben im Vergleich zur restlichen Hausoberfläche einen eher geringen Anteil an den Wärmeverlusten (wenn halbwegs dicht).