Hallo zusammen,
dank dieser Community habe ich im vorletzten Jahr eine 11 kWp PV Anlage samt 12kWh Speicher in Eigenleistung installiert. Jetzt möchte natürlich der Strom auch maximal genutzt und die Abkehr von fossilen Energieträgern weiter voran getrieben werden.
Unser Haus (220m² Wohnfläche) steht seit den 70er Jahren, ungedämmt. Das DG wurde vor 15 Jahren ausgebaut, EG (Mietwohnung) und OG haben wir vor 8 Jahren komplett kernsaniert, FBH und neue Fenster eingebaut. Zu dem Zeitpunkt wurde auch eine neue Gas Brennwerttherme Buderus GB172-20 samt 290l Speicher installiert. Es gibt 2 Heizkreise, FBH + Heizkörper (DG).
Um den Gasverbrauch zu senken habe ich nun dieses Jahr im DG Klima Split Geräte installiert + anschließen lassen und den 2. Heizkreis außer Betrieb genommen.
Soweit, so gut. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich unsicher bin, wie ich nächstes Jahr weiter voranschreite.
In meinen Augen gibt es 3 bzw. 4 Varianten:
- Gastherme rausreißen und 1 zu 1 durch LWWP ersetzen
- BWWP und Gastherme für die FBH im Winter weiter nutzen
- BWWP + LWWP fürs Heizen nutzen
- BWWP + LWWP + Gasheizung Hybrid nutzen
Aktuell tendiere ich dazu als nächstes eine BWWP einzubauen, da ich dadurch im Sommer die Gasheizung nicht mehr brauche und es ein überschaubarer nächster Schritt ist. Dadurch kann ich dann immer noch zwischen Variante 2, 3 und 4 wählen. Variante 1 sagt mir irgendwie nicht so zu, da ich dann eine "komplizierte" WP habe, die das ganze Jahr gebraucht wird. Mit den anderen Varianten habe ich WW und Heizung entkoppelt und so zwei "einfachere" Systeme.
Das größte Problem was ich aktuell habe ist die Informationsbeschaffung. Mein Heizungsbauer hat keinen Plan von Wärmepumpen, zumindest was über den Horizont von "ich installiere ein komplett abgestimmtes System von meinem Lieferanten" hinausgeht.
Gibt es von euch bereits Erfahrungen mit einem solchen Umbau, oder sogar Kontakte zu Heizungsbauern im Rhein-Main-Gebiet die hier Know-How einbringen können?
Fragen die mich beschäftigen sind beispielsweise:
a) Wenn ich die BWWP installiere, isoliere ich dann das WW System vom bestehenden System, oder integriere ich da irgendwie den Warmwasser Puffer von der Gastherme oder ist das absoluter Quatsch?
b) Wie sinnvoll ist Variante 4 bezüglich Kosten/Nutzen, da die vielen Systeme gewartet und installiert werden müssen. Ist dann Variante 3 nicht deutlich überlegen und man nimmt die niedrigere Raumtemperatur für die wenigen Tage, die es hier mal so richtig kalt wird in Kauf?
c) Macht der WW Speicher, wenn ich eine BWWP habe überhaupt Sinn, oder lasse ich dann die Heizung direkt laufen über eine LWWP?
Für jeglichen Hinweis wie ich hier zu einer Entscheidung der nächsten Schritte kommen kann bin ich euch sehr dankbar!
Einen schönen Tag!
Constantin