Ideenfindung L/L Wärmepumpe kleine Altbau Doppelhaushälfte ca85qm

Hallo zusammen,
ich oute mich direkt mal als Anfänger. :blush: Ich lese hier aber schon eine ganze Weile interessiert mit und schaue viele Videos zum Thema.

Wir stehen aktuell vor der Sanierung einer Doppelhaushälfte von 1937. Im Zuge der Maßnahmen möchte ich auch eine PV-Anlage inklusive Speicher installieren. Die Planung läuft noch, aber ich möchte möglichst viel Dachfläche nutzen. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf maximaler Kostenersparnis – sowohl bei den Anschaffungskosten als auch später monatlich. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Aktuell beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Luft-Luft-Wärmepumpe – hauptsächlich als Unterstützung für unsere Gastherme von 1997, eventuell sogar als kompletter Ersatz.

Ich habe die Grundrisse mal etwas beschriftet und mir zwei Szenarien überlegt (vielleicht sind aber auch beide kompletter Quatsch :sweat_smile:):

Variante 1 (grün):
Im Erdgeschoss eine Klima-/Wärmepumpeneinheit im Wohnbereich, ungefähr auf Höhe des Durchgangs zur Küche. Wohnzimmer und Küche haben zusammen ca. 23 qm.
Das würde vermutlich bedeuten, dass ich zusätzlich noch zwei Geräte im Obergeschoss installieren müsste:

  • eins für das Schlafzimmer (17 qm)

  • eins für das Kinderzimmer (10 qm)

Variante 2 (Gelb mit A):
Im Erdgeschoss nur eine Klimaanlage im Flur installieren, mit Luftströmung Richtung Treppenaufgang, in der Hoffnung, dass ich über die aufsteigende warme Luft auch das Obergeschoss und eventuell sogar das Dachgeschoss mit beheizen kann.

Das Dachgeschoss ist bei uns aktuell sowieso noch ein großes Fragezeichen, da wir dafür momentan keine konkrete Nutzung haben. Entsprechend gibt es dort bisher auch keine richtige Planung für die Heizung. Aktuell hängen dort noch zwei Heizkörper, die über die Gastherme versorgt werden.

Allerdings denke ich, dass bei Varienate2 dann Wohnzimmer und Küche kaum noch effektiv mit beheizt werden.

Ich hoffe auf eure Erfahrungen und Meinungen. Vielleicht hat jemand bessere Ideen oder kann etwas Klarheit in mein aktuell noch ziemlich anfängerhaftes Denken bringen. :blush:

Eventuell wäre ja auch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe eine sinnvollere Option?
Die Heizkörper werden wir ohnehin alle austauschen.

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@win @carolus Unser neues Mitglied braucht das Recht, Bilder hochzuladen

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Hallo ,

gibt es eine Heizlastrechnung ? Ohne kann man nicht abschätzen welche Gerätegröße da gebraucht wird.

Sind Wärmedämmmaßnahmen geplant / möglich ?

Wie hoch war der Verbrauch in den letzten 2-3 Jahren ?

Wenn man die Gastherme gegen einer LWWP ( Monoblock ) tauschen möchte, dann muß die Hydraulik passen . Das bedeutet das zwingend eine Heizlast der Räume ermittelt werden muss . Dann müssen die Heizkörper dazu passen und die Rohrleitungen natürlich auch . Hierzu die Fragen von mir : Stahl oder CU- Leitungen und Durchmesser .
Man braucht meistens ein Puffertank , im Haus nähe der LWWP . Daher Mal überlegen wo das hin könnte .

Wenn die Gastherme raus fliegt , wie möchtest du das Warmwasser produzieren ? Brauchwasser-Wärmepumpe , E-Boiler oder Durchlauferhitzer ?

Wie schaut der Schaltschrank aus ?

Gruß Eckard

Hallo,

ich habe meine alte Gasheizung ( 1997 von elco klöckner mit einem atmosphärischen Brenner) vor 2 Jahren rausgeschmissen. Mein Schornsteinfeger hat mich stark unter Druck gesetzt. Mein Verbrauch war trotz allem recht gering. Habe den atmosphärischen Brenner gegen einen Buderus Brennwertkessel getauscht. Manche geben hier 10 Prozent Gasverbrauch weniger an bei meiner neuen Konstellation. Tatsächlich waren es 20 Prozent bei mir. Solles du schon einen Brennwertkessel haben dann würde ich den tatsächlichen als Hilfsheizung bei extrem kalten Temperaturen nehmen. So habe ich das gemacht. Von LW Wärmepumpen habe ich schon viel gutes und auch viel schlechtes gelesen und gehört. Ein sehr guter Freund zahlt für den reinen Strom in einer Saison 5000,00 Euro und sein Haus wird bei sehr kalten Temperaturen nicht über 20 Grad Celsius. Deswegen habe ich mich für zwei Klimaanlagen entschieden. Die eine beheizt mein Wohnzimmer bis jetzt ohne meine Heizkörper aufzudrehen und das jetzt schon 2 Winter durch. Meine Türen sind aber auch geschlossen. Die zweite Klima ist im Flur und beheizt die zweite Etage und den Rest im Erdgeschoss.Hier sind aber alle Türen im Winter offen. Durch das hoch und runter fahren im Luftaustritt wird es bis zu Außentemperaturen von 8 Grad Celsius ausreichend warm im Haus. Aber ab Dezember bis mitte März habe ich meine Gastheizung auf Sparflamme mit einer Vorlauftemperatur von max. 50 Grad Celsius mitlaufen. So verbrauche ich unglaubliche 2,5 bis 3m³ Gas am Tag. Dabei ist noch das erwärmen meines 150 Liter Warmwasserspeicher mit 0,5 m³ am Tag drin.

Die Klimaanlage sind so leise das sie nicht als störend empfunden werden. Den Luftstrom der Klimas merke ich nur wenn ich die Treppe zur zweiten Etage hoch und runter gehe. Nachts schalte ich grundsätzlich die Geräte aus.

Hallo Eckard,

erstmal vielen Dank für deine Antwort. Mit der Heizlastberechnung sind wir aktuell noch nicht so weit – genau genommen warten wir momentan sogar noch auf den Notartermin für das Objekt.

Eine zusätzliche Wärmedämmung ist langfristig lediglich für den Dachboden geplant.

Der bisherige Verbrauch lag bei:

  • 2023: 15.500 kWh

  • 2024: 18.200 kWh

  • 2025: 14.300 kWh

Aktuell sind die Heizleitungen aus Kupfer, könnten aber bei Bedarf in Eigenleistung gegen andere Leitungen ersetzt werden. Platz für einen Pufferspeicher wäre im Keller vorhanden.

Warmwasser, je nach System entweder über die Gastherme, oder Wärmepumpenboiler, oder über die Wasser Wärmepumpe.

Zum Schaltschrank: Wie müsste der denn idealerweise aussehen bzw. ausgestattet sein? Es ist auf jeden Fall schon ein digitaler Stromzähler vorhanden, und ich schätze, die Anlage stammt etwa aus dem Jahr 1997.
Sorry, falls ich da etwas unwissend frage.

Hi,

die Heizung ist aus 1997 – ich glaube, es ist noch keine Brennwerttherme. Nichtsdestotrotz sieht mein aktueller Gedanke ähnlich aus wie deine Konstellation.

Ich habe mich bisher allerdings nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt und möchte mit diesem Beitrag hier vor allem dazulernen. In meinem Kopf sieht die Rechnung aktuell so aus, dass ich etwa 3.500 € in LWWP investiere und möglichst viel in Eigenleistung umsetze, um die laufenden Kosten zu senken. Der Gedanke dahinter ist, einen Teil des Stroms über Solar zu decken und insgesamt effizienter zu werden als mit dem aktuellen Setup.

Im Moment sammle ich einfach so viele Ideen und Informationen wie möglich.

Hallo zusammen ,

eine Isolierung auf der Decke zum Dachboden ist oft die beste Variante im Verhältnis Kosten zu Einsparungen . Unter 200 mm sollte man nicht gehen . Sowas habe ich schon öfter gemacht .

Fenster prüfen ob sie noch dicht sind , ggf das Glas tauschen . Glas tauschen ist wesentlich günstiger als Fenstertausch.

Wenn man sich zutrauen viel selber zu machen, spart das viel Geld . Heute gibt es YouTube .

Das Kupferlegierungen verbaut sind , ist schon ein Vorteil. Bei mir am Ort hat die Hälfte noch Stahl.

Bei WW bin ich für einer BWWP . Im Winter wenn wenig Strom vom Dach kommt , ist das von Vorteil .
Im Keller verbaut , trocknet der dadurch ein wenig aus .

Bei YouTube würde ich Mal die Kanäle vom : Fachwerker und den Energiesparkomisar anschauen . Natürlich auch den Kanal vom Forumbetreiber Andreas . Ideen und Möglichkeiten gibt es viele .

Gruß Eckard