Hallo,
Ich überlege gerade mein Bad zu renovieren bzw. mache mir Gedanken darüber. Das Bad befindet sich im 1.OG. Im Moment gibt es dort einen Heizkörper, der an der Zentralheizung hängt (Gastherme). Die Therme ist zwar schon sehr alt, es wurden aber viele Neuteile eingebaut - alles wesentliche ist neu.
Im Moment macht die Gasheizung mittels 125 Liter Boiler das WW, ein Durchlauferhitzer direkt hinter dem Boiler (als Backup) ist ebenfalls vorhanden.
Die Beheizung vom Bad erfolgt aktuell über eine LLWP im Flur, was grundsätzlich sehr gut funktioniert. Im Bad ist noch ein Heizlüfter, um die 20-22° die durch die LLWP beheizt werden bei Nutzung schnell anzuheben so lange das Bad genutzt wird.
Nun stellt sich für mich die Frage: Was sollte geändert werden?
Aktuell stört der kühle Fliesenboden, deshalb soll auf jeden Fall eine Fußbodenheizung rein. Hier tendiere ich aktuell zu einer “herkömmlichen” Wasser FBH, da der Verbrauch der elektrischen ja sehr hoch ist und ich gerne auch eine “Grundlage” schaffen möchte für eine später ev. folgende LWWP.
Es handelt sich um ein Trockenbau - Haus, der Bodenaufbau ist: Beplankte Holzdecke, gepresste Steinwolle, Styropor, (ich denke?) Rigips 2 fach über kreuz verlegt und darüber aktuell Fliesen. Der Bodenaufbau soll ohnehin raus, weil dieser für die punktuelle Druckeinleitung der aktuell kleinen Fliesen nicht geeignet war und deshalb stellenweise die Fugen defekt sind. (ein ähnliches Problem gab es im Flur EG, dort war PVC und es gab anders als im restlichen Haus (mit Parkett) auch dort punktuell ein Problem.)
Da also nun der Boden ohnehin raus soll, tendiere ich eben zur wassergeführten FBH + Estrich. Lösungen mit Trockenbau Fußboden + FBH sollen wohl nicht so toll sein bzgl. Wärmeübergang von den Heizungsrohren zur Fußbodenüberfläche (was nachvollziehbar ist). Mir wäre das zwar sehr viel lieber im Trockenbau als Estrich - ich mag aber auch keine halbgare Lösung…
Der aktuelle Plan sieht vor:
Heizkörper entfernen, dafür dann FBH mit UP Anschlusskasten in dem dann auch ein HK Ventil sein soll / RL Temperaturbegenzer. Ausführung FBH entweder konventionell in “normalem” Strich, oder alternativ in Trockenbauvariante mit Fermacell etc.
Warmwasser entweder wie bisher über Gasheizung / Backup DLE
ODER:
Alternativ mit eigener BW Heizug über BBWP / Elektroboiler / DLE
Voreile wären:
- Sofort bzw. sehr viel schneller WW ohne Nachteile wie bei einer Zirkulationsleitung
- Ggfs. Ersparnis im Verbrauch, da man 2x die Leitungslänge in Wärme “spart” (1x bis es warm wird, 1x wird es wieder kalt) + 1x Wassermenge Leitung Ersparnis
- Vermutlich deutliche Ersparnis mit DLE, weil nicht wie im Boiler ständig warmes Wasser gebunkert ist das dann Wärme abgibt in den Raum
Nachteil ist nat. der Aufwand und die Kosten…
Im Moment tendiere ich eher dazu, es dabei zu belassen wie es ist. Erschwerend kommt nämlich hinzu, dass das betroffene Bad akutell über 2 Stränge mit Warm+Kaltwasser versorgt wird. Einmal von der Küche aus und einmal vom WC im EG. Also sollte dann eine alternative Versorgung auch ggfs. beides abdecken - was dann aber im jeden Fall eine “Totleitung” erzeugen würde. Die wäre zwar zb. von der Küche aus gut abzuklemmen (Wartungsklappe) - aber dennoch Mehraufwand…
Aktuell tendiere ich zu:
Alles lassen wie es ist, aber die Gasheizung nur dann Zeitgesteuert laufen lassen, bevor das Bad genutzt wird. Dann wird die FBH nach Bedarf geheizt damit der Boden warm ist, die Raumheizung übernimmt ohnehin die LLWP. Der WW Boiler wird dann auch nur für die Nutzung geheizt, kann dann bis zur nächsten Nutzung eben aus bleiben.
Danke schon mal für eure Meinungen.