Hyperion BMZ Reparatur

Carolus hat mich ersteinmal mit seiner Enzyklopädie so dermaßen eingeschüchtert :grinning_face_with_smiling_eyes: daß ich wirklich nicht weiß was jetzt Sache ist, so wie ich Carolus aktuell verstanden habe, gibt es so ein mV Balancieren zu allen Zeiten nicht oder er beruft sich auf die TOP Anpassung bei der ersten Inbetriebnahme eines Speichers. aber so ganz habe ich es tatsächlich nicht verstanden, würde mich freuen, wenn Carlos nochmal etwas dazu schreiben könnte.

Sorry, das ist nicht beabsichtigt. Das ganze ist Wissen, welches beim Selbstbau von Akkus hilft. Nicht alles davon ist für eure Situation notwendig.

Ein dauerhaftes balancieren funktioniert bei Lifepo zellen nicht (bei LiIon - 4,2 V Maximalspannung pro Zelle schon).
Hoffentlich habe ich das jetzt nicht verbockt: welche Zellchemie habt ihr da drin?

Beschteibe doch mal die Situationen mit Zellspannungen und den angegebenen Differenzen/Drifts.
SOC ist für Fehleranalyse komplett nutzlos.

leider besitze ich so einen Speicher nicht und kann nur theoretische Fragen dazu stellen. Da ich noch immer Fragezeichen hatte, habe ich mal etwas automatisch im Internet suchen lassen. Meine Frage war:"Welche Nachteile hat permanentes aktives Balancieren bei LiFePO4"

aber am besten selbst danach suchen.

ich zeige hier nur kleine Auszüge.


Anscheinend gibt es Anwendungen wo dauerhaft balanciert wird, aber es gibt auch einige viele Nachteile, darunter war auch ein sehr hoher Schaltungsaufwand genannt.

Interessant war, daß hier auch das Akkudoktor Forum als 2. Auflistung in den Links angegeben worden ist, hoffe das ist nicht so ein Phänomen des Selbstbeweises.

2. Risiko von „Over-Balancing" im flachen Spannungsbereich

  • LiFePO₄-Zellen haben im mittleren SOC-Bereich (ca. 20–80%) eine extrem flache Spannungskurve.akkudoktor+2

  • Ein permanent arbeitender aktiver Balancer kann hier Ladungsunterschiede erzeugen statt zu korrigieren, da kleine Spannungsunterschiede nicht zuverlässig den tatsächlichen SOC widerspiegeln.akkudoktor+1

  • Praktische Messungen zeigen: Nach 4 Wochen Dauerbetrieb können sich Ungleichgewichte von bis zu 4,5 Ah (ca. 2% bei 280-Ah-Zellen) aufbauen, was die nutzbare Kapazität einschränkt.


Denke das hilft im Endeffekt alles nichts weiter zu raten oder theoretisch anzunehmen, was im Hyperion von BMZ so abgehen könnte. Man benötigt ja ersteinmal ein paar aussagekräftige stabile Fakten zum Speicher.und da ist die Frage von Carlos auch schonmal sehr nice.

Da ich nicht so tief in der Materie stecke, hätte ich aber trotzdem auch eine etwas blödere Frage: Was sagt die Bedienungsanleitung über die Arbeitsweise des Speichers?

und anscheinend gibt es da bei den BMZ Hyperion mehrere Ausführungen die unterschiedliche Akkutypen verwenden, womit wir wieder bei der Frage von Carlos zur Zellchemie angelangt sind.

Ich hab mir was einfallen lassen...

Einige haben mit den hyperion Akkus Probleme, die Firma ist pleite. es braucht einiges an Kenntnis, um das Problem selbst anzugehen.

Eine Lösung wäre: einen NEEY mit Steckverbindung anstöpseln und arbeiten lassen.

Das müsste ein Bastler ausprobieren und dann für BMZ Besitzer Kabelsätze machen. Kosten vielleicht nen hunderter pro Satz. Wenn man damit den Akkubetrieb retten kann, wäre das eine gute Sache.

Jemand Interesse?

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DANKE!!! Das ist genau das, was ich (und wahrscheinlich viele anderen) benötigen.

Der Speicher funktioniert, kommuniziert, kann auch geladen oder entladen werden. Sobald aber 0,1 V Zelldrift entstehen (Speicher ist auf NMC-Basis, also fast linearer Spannungsverlauf), meldet das Slave-BMS des Moduls an das Master-BMS des Speichers entsprechenden Fehler und er stellt SOFORT den Dienst ein. Kann nicht mehr ge- oder entladen werden, außer man nimmt das Modul raus und betreibt es mit einem weniger weiter.

...Eigentlich sollte das Modul balancen. Das tut es jedoch nicht mehr! auf 3 von 6 Modulen nicht.
Ich habe mal per Labornetzteil das gesamte Modul geladen.. Dabei gewartet, bis 0W abgenommen wurden vom Netzteil.

Zielspannung waren dabei bis zu 56,9V = 4,064 V pro Zelle (14S NMC) mit sehr niedrigem Ladestrom. Das ist auch der "100% Ladestand" des Speichers, wobei er zu den 4,2V einiges an Puffer hat.
3,2 kWh brutto, nutzbar nur 2,5 kWh.

Dann eingebaut wirft das Modul exakt den gleichen Fehler aus, meldet es dem Main-BMS und der DC-DC Wandler des Speichers stellt den Dienst ein... Ein Balancing wird hier also nicht passiert sein, da sonst ja trotz meines "Zwangsladens" nach Tagen noch immer so große Ungleichgewichte von bis zu 0,1 V gab...

Bevor ich hier alles umbaue, würde ich lieber einen separaten Balancer anschließen. Danke für die Idee!

Hadt du mal versucht, mit laden oder entladen der abweichenden Zellen die Differenz zu verkleinern?

Vorab schonmal, beim einbauen eines NEEY kommt die unangenehme Aufgabe, dass man die Vorhandenen Drähte von BMS zu den zellen nicht mitbenutzen darf, weil dadurch die Spannungsmessung des BMS gestört wird.
Eigentlich braucht man also für NEEY eigene Drähte bis auf die Pole.

Aber erstmal anfangen und rumprobieren.
Kauf einen kleinen Neey, 1 ode 2 A reicht.

Grübel.. ich möchte auch mal Infragestellen, was da überhaupt kaputt ist.

Die Sicherung verbindet die Akkublöcke. Da fliesst der Hauptstrom drüber.

Es gibt eine Anzapfung für den Balancer.

Wenn die Hauptsicherung unterbricht, läuft der ganze Block nicht mehr.

Wenn die Anzapfung unterbrochen wird, kann das BMS die Spannung nicht mehr messen.

Beides ist doch nicht der Fall.

Also was ist da eigentlich los?

(Sind die Sicherungen garnicht kaputt, sondern....(was ist da los?) )

Die Spannungsdifferenz ist das Problem.

Das meine ich auch.

Dann würde Akku öffnen und Differenz nachladen ausreichen, den akku wieder in betrieb funktionieren.

Hallo in die Runde, es gibt mittlerweile ein YouTube Video von "Thomas Fröhlich" (@Brudertac), wo er vier defekte Module aufschraubt. Ich werde meine zeitnah auch öffnen (hab da erstmal gewartet, was bzgl Garantieanfrage beim Solateur kommt) und dann berichten. Die Probleme und Symptome hören sich aber 1:1 an wie die von allen anderen mit dem Speicher...

Habs mir angesehen.

Mein Zornesadern sind nicht geschwollen... Sie sind geplatzt. Dazu später mehr.

Nachfolgendes vorab:

Alle Blöcke können potentiell ausfallen.

Die Parameter sind:

häufiger hoher strom

Zuwenig balancerzeit.

Ich kann leider nur in kleinen Portionen schreiben. Diese post wird weiter erganzt. Schaut also häufiger nach.ihr könnt kommentieren und fragen, ich werde da nachschauen.

Ich versteige mich mal in folgende Aussage:
Ich glaube verstanden zu haben, was da schief gegangen ist. Ein blanker Konstruktionsfehler. Das Thema haben wir vor einem halben Jahr hier auf dem bord bei einem selbstgebauten Akku gehabt.

Als erstes ein schneller tip an alle Betreiber:
Wenn euch ein Block ausfällt, sind alle anderen kurz davor (weil sie parallel sind).

Rettungsaktion:
Langsam entladen. Mit 2 oder max 3 A pro block. 15 Stunden.

Dann langsam laden. 1,5 A.

Kann man die Zellenspannungen auslesen?
Wenn ja: sobald die Spannungsdifferenz der Blöcke klein genug (20 mV?) geworden ist, kann man wieder Normalbetrieb machen.

Ich brauche jemanden, der eine frisch ausgefallenen block aufmacht und die Zellspannungen der 10 Blöcke misst.

Ich sage voraus, dass die Spannung des ersten und letzten Blocks kleiner ist als die der anderen. Kann sein, dass block 5 und 6 auch niedriger sind

Unvollständig, wird noch erweitert.

Hallo Carlos,

warum platzen deine Zornadern? Viele (auch ich) haben ziemlich lange Zeit damit verbracht, den Fehler überhaupt zu lokalisieren. Die Module öffnet man normalerweise eher nicht, da dann die Garantie erlischt - der Speicher wird ja bewusst nicht von DIY´lern erworben, sondern von Leuten, die ein fertiges System kaufen wollen, und dafür auch einiges an Geld an SMA und den Solarteur gezahlt haben.

Ich würde die Tage einen Speicherblock öffnen. Garantie gibts keine mehr und der Solateur will von nichts wissen.

Zu den Speichermodulen: Diese sind nicht parallel, sondern seriell geschaltet. Der Speicher hat zw. 150V (3 Module) bis 300V (6 Module). Betrieb mit weniger als 3 nicht möglich.

Der Ausfall Block nach Block ist genau so auch unser Thema.
4 Jahre problemloser Betrieb, dieses Frühjahr fallen jedoch alle 4-8 Wochen ein Block nach dem anderen aus.
Hat sich nach dem Ausfall des ersten auch nicht gebessert, obwohl wir ab da dann das prognosebasierte Laden deaktiviert haben um dem Balancing nachzuhelfen.

Kann man die Zellspannungen auslesen? - Nein, leider nicht. Würde nur über PEAKCan Adapter gehen, aber das geht dann sehr arg ins technische.
Beim Sunny Tripower Smart energy werden gar keine Zellspannungen angezeigt.
Beim Sunny Boy Storage wird nur die niedrigste und höchste Zellspannung angezeigt - in welchem der Module welcher Wert jetzt herrscht weiß man daraus aber nicht...

ich kann aber anbieten aufzuschrauben und mal testweise nachzumessen.

Offtopic zu dem verlinkten Thread: Wenn der Zelldrift viel zu groß wird, Zellspannungen nicht mehr ausgelesen werden können oder sonstiges, kann das Slave-BMS der Module die SMD-Sicherungen durchschmelzen lassen, da diese einen Heizdraht eingebaut haben, der gezielt getriggered werden kann. In dem Fall liegt dann wohl auch gar keine Spannung mehr auf den Polen des Moduls an (liegt bei mir so aber nicht vor).
Quasi als letzte Sicherheitsstufe, um Bränden oder sowas vorzubeugen

Zum teil aus Mitleid. Ich habe mir das Video angesehen.
Und in der Hand hat er, auch im Video trotz rumfuchtelei gut sichtbar, genau das in der hand, womit man die Ursache und all die Ausfälle erklären kann.
Samt einer Änderung, die man vornehmen kann, damit das Problem garnicht auftritt.

Nochmal aus Mitleid mit BMZ... Ein genialer Aufbau mit einem minimalen elektrischen Fehler und einer Schnaps Idee (Ersatz der Mosfets durch die komische Sicherung).
Das hat due Firma in den Ruin getrieben.

Naja, von dir lerne ich: Serienschaltung, da muss man sich was für die mosfets überlegen.
Für Mosfets steht die Lösung hier auf dem Board, von Nimbus4, mit einer Reversdiode können sie keine negative Spannung kriegen.
Aber das Sicherungsding geht garnicht.

Ich lehne mich gerade weit aus dem Fenster...

Aber ich bin mir sicher genug, das zu tun.

Einer soll mir bei einem geöffneten, frisch ausgefallenen Modul die Spannungen messen.
Und wenn meine Vorhersage stimmt, gibts die gesamten notwendigen Änderungen, die man an noch nicht ausgefallenen Modulen machen muss.

Es gibt eine Einschränkung.
Der Fehler beim Aufbau führt dazu, dass extrem viel Balancerarbeit entsteht. Je höher der Strom, umso mehr. Wenn dadurch einzelne Balancerstufen ausfallen... Dagegen hab ich nichts. Das muss beim ausgefallenen Modul geprüft werden, ob es diesen Sekundärfehler entwickelt hat.