Hallo zusammen,
wer von euch hat schon Hybridgenerator gebaut oder im Einsatz (z. B. für Baustellen, ohne Netzanschluss)?
Mich interessieren insbesondere: ︎ Praxis-Erfahrungen (Was lief gut / schlecht?) ︎ Effizienz & realer Energie-Ertrag (Treibstoffersparnis) ︎ Komponenten & Dimensionierung (PV, Batterie, Wechselrichter?)
Spitzen sind bis 50kVa (Anlaufströme) Tagesstromverbrauch ca. 30kWh (Seilbahn und Kran) sonst sind eigentlich das meiste nur Akku betriebene Geräte plus ab und zu mal Schlagbohrer und Kreissäge etc.
Wir haben diesen Sommer eine Alpin Baustelle die ca. 5-6 Monate gehen wird.
Die 50kVA Anlaufstrom sind nicht zu verachten, das setzt einen großen Akku und massive Batteriewechselrichter voraus. Die 30kWh Tagesverbrauch sollte man in den Sommermonaten locker durch Solar erzeugen können.
Bevor ich irgendwo auf dem Berg für 5 Monate provisorisch 30 kWp inkl. Gestellen und Verkabelung installiere, würde ich lieber den Sprit für die 4500 kWh aus dem Generator kaufen…
Bei dem verlinkten System geht’s halt darum, einen kleineren Generator nehmen zu können und den auch nicht dauernd laufen lassen zu müssen. Langfristig gesehen ist das sicher die richtige Lösung, aber rechnen wir doch mal, wie es für die 5 Monate ausschaut:
4500 kWh Strom, Wirkungsgrad eines Diesel-Generators vielleicht 30%, also 15000 kWh Diesel = 1500 Liter Diesel = 2500 Euro.
Im Fall A mietet / kauft man sich also einen großen Generator, der alles alleine schafft, oder im Fall B braucht man nur einen kleineren Generator, hat aber Mehrkosten für drei fette Wechselrichter, einen großen Akku, ein bißchen Steuerung… und bei B spart man dafür einen unbekannten Prozentsatz der 2500 Euro, weil man weniger Sprit braucht.
Mein Bauchgefühl sagt, dass es sich nicht rechnen wird.
3 Multiplus 8000 sollten im Unterstützungsmodus die Anlaufströme bereitstellen können, dazu ein 3 phasiger Dieselgenerator der die Akkus laden kann. Akkugröße am besten so das die Ströme unter 1C bleiben. Da bist du mit Akku, Kabel etc. aber schnell bei 10k€
30kWp werden wahrscheinlich denke ich nicht gebraucht, denke so 7-8kWp der Rest kommt aus dem Diesel. Die Spitzen sind nur kurz wen der Kran anfährt etc. das ist nach einer Minute wieder vorbei. Das wird für uns nicht die letzte Alpin Baustelle sein, wir haben fast jedes zweite Jahr eine und wenn geflogen werden muss rechnet sich es schon bei der ersten Flugstunde, wir haben letztes Jahr nur für den Treibstoffflug 3*10min 1800€ gezahlt, wenn ich falsch kalkuliere brauche ich einen extra Flug dann zahle ich Anflug, Transport und Abflug dann sind schnell 6k weg, das bei einer kleinen Maschine. Daher möchten wir das gerne dieses Jahr ausprobieren, kleinerer Generator weniger verbrauch dort müsste ich mit einem Transportflug den Treibstoff für die 5 Monate haben.