Was ist denn nun draus geworden?
Bei Netzfiltern ist zu bedenken, dass dies die Sicherheitsabschaltung im Wechselrichter
deaktivieren oder zumindest verzögern kann.
Interessantes Thema übrigens, da ich mit dem Gedanken spiele so eine AFDD
zu implementieren.
Offen gesagt lese ich hier zum ersten Mal etwas von AFDDs, aber mir scheint, diese Technik ist noch nicht ganz ausgereift. In wenigen Jahren, wird es vielleicht Geräte mit integrierter MCU und KI geben, mir graut! Früher hatte man Häuser nur mit 2 Adern verdrahtet, Phase und Nulleiter und die meisten Leute haben es überlebt. Heute droht ein ZS vor lauter Elektronik und IT zu bersten und es wird immer mehr. Je mehr Sicherheitsfeatures, desto höher die Gefahr, dass auch mal eines ausfällt oder falsch reagiert (oder einfach nicht kompatibel ist mit irgendwelchen Geräten).
Ich würde persönlich auf diese AFDDs verzichten, aber scheinbar gibt es auch hierfür schon wieder Normen und Vorschriften. Wir haben bei uns kaum einen RCD verbaut und überleben schon über 25 Jahre in dem Haus. Auch unser Eli hat beim ‘Auffrischen’ des ZS für unsere PV keinen eingebaut (und auch nicht danach gefragt). Von AFDDs war gar nicht die Rede.
Sorry, für OT, aber mir scheint das noch nicht wirklich ausgereift. Ähnliche Probleme gibts ja manchmal auch mit den empfindlichen RCDs…
P.S. habe gerade gelesen das diese AFDDs praktisch kleine Computer sind. Da drin läuft tatsächlich ein Signalprozessor mit einem Algorithmus, der Spannungs- und Stromverlauf ständig analysiert und nach best. für Lichbögen typische Muster im Hochfrequenten Bereich (10 MHz) sucht. Das da Fehler bei div. Oberschwingungen und Harmonischen durch WR und Laderegler auftreten, ist dann nicht verwunderlich. Zusammen mit Lastwechseln, werden die dann ein Niveau erreichen, wo der AFDD dann offenbar auslöst. Schwierig daagegen etwas zu unternehmen, wenn man den genauen Algrorithmus nicht kennt. Das ist dann eher etwas für Hacker…
Für einen DC-String ist das schon zu empfehlen. Spektakuläre Brände sind zahlreich;
Das Gleiche gilt für Akkus. Das BMS wird da lediglich ein paar Zeilen Code für benötigen
um das zu implementieren.
Wechselrichter-Netzseitig ist der ja schon über die ENS im Wechselrichter drin.
Deshalb sehe ich für Hobie da eigentlich keinen Grund weshalb die Leitung zum Wechselrichter
einen benötigt. Wäre ja doppeltgemoppelt.
Kannst ja mal eine lockere Leitung simulieren, da sollte jeder Netzwechselrichter unverzüglich
aussteigen.
Ich habe inzwischen den WR auf eine andere Phase geklemmt. Auf dieser Phase sind keine Großgeräte wie Waschmaschine, Geschirrspüler oder Kühlschrank angeschlossen. Seitdem ist erstmal Ruhe. Leider konnte mir ja niemand sagen, welcher Netzfilter geeignet wäre, um die entsprechenden Frequenzen, die der WR erzeugt, wegzubekommen.
Ich fänd es ja immernoch spannend, ob nicht jemand einmal so einen WR durchmessen kann, um zu sehen, was da so an hochfrequenten Signalen kommt, bei Lastwechsel.
Prinzipiell kann ich aber sagen, dass ein AFDD sicherlich sinnvoll ist, aber in der Praxis sollte man sich das gut überlegen, ob man das wirklich braucht. Ich kann wie gesagt nicht darauf verzichten, weil bei Elektroinstallation auf Holz AFDDs vorgeschrieben sind.
Ein AFDD im DC-String macht sicherlich sehr viel Sinn, hat aber natürlich mit der hier diskutierten Problematik überhaupt nichts zu tun, weil es um die AC-Seite geht. Aus meiner Sicht ist das auch nicht doppelt gemoppelt, weil die Brandschutz-Überwachung der AC-Hausinstallation ja eben nur die AC-Seite betrifft.Ob der Wechselrichter bei einer losen Leitung aussteigt ist auch nicht wirklich relevant, weil ja das Problem ist, dass der WR Frequenzen erzeugt, die vom AFDD als “lose Leitung” erkannt wird und dann der AFDD eben alles abschaltet. Eigentlich müsste der WR intern einen Filter haben, der entsprechende Störfrequenzen rausfiltert, dann wäre die Sache gegessen.
Korrekt, sehe ich auch so.
Ich finde schon, dass zwei AFDDs in Serie doppeltgemoppelt sind.
Daran wird es nicht liegen, weil Du das problem ja durch Umklemmen auf einen anderen
AFDD gelöst hast. Ich gehe von einem Bug in der AFDD Software aus.
Für den Wechselrichter sicherlich nicht, weil der AC-seitig im WR ja schon vorhanden ist.
Das hat mal jemand gemacht. Ich weiß jedoch aus eigener Erfahrung (selbstgebauter Wechselrichter) dass ein Bug in der Wechselrichtersoftware beim MPP-Suchen einen,
ich nenne das Einspeisestromsattel, erzeugen kann.
Das sieht dann so aus:
Das da ein AFDD drauf ansprechen kann, ist für mich plausibel.
Interessant, danke für das Video. Allerdings überwacht der AFDD im WR ja nicht die Hausleitung AC-seitig, bzw. wenn doch kann er die Hausnetzleitung ja trotzdem nicht spannungsfrei schalten.
Das Umklemmen bei mir hat nicht wirklich direkt einen AFDD betroffen, sondern wie gesagt, meine Zuleitung zum WR hat nur einen FI/LS. Das Problem war, dass der AFDD von Verbrauchern auf der selben Phase angesprochen hat, wenn z.B. die Waschmaschine gelaufen ist und so eine Spitze vom WR damit sozusagen direkt zum Verbraucher durchgeleitet wurde. Da sind dann auch veschiedene AFDDs gefallen, je nachdem, ob gerade der Geschirrspüler oder die Waschmaschine gelaufen ist. Vielleicht ist es auch die Kombination mit Verbrauchern wie GS oder Wama, die generell mit ihren Motoren auch alleine gerne mal einen AFDD auslösen (habe ich zumindest gelesen, ist bei mir nur in Verbindung mit dem WR der Fall). Auf der anderen Phase, wo es keine Probleme gibt, hängen einfach keine solchen Geräte.
Das meine ich aber schon. Ist ja keine andere dran.
Muss er auch nicht. Stromfrei genügt.
Ich kann mir vorstellen, dass der AFDD erst bei höheren Strömen aktiv wird.
Mit ein Paar Ampere auf der Leitung gibt es keine Schmor und Brandgefahr.
Also wird er unterhalb einer Stromschwelle wie ein normaler Leitungsschutz arbeiten.
Aber das sind nur Vermutungen, ich würde den so bauen.