Hoymiles HM-600 & HM-1500 mit Module über Speicher und Laderegler verbinden

Interessant ! Vor allem die Einschaltstrom Begrenzung, wie hast Du diese ausgeführt? Worüber steuerst Du das Relais?

Ich verwende einen HM-600 und stelle den Akku grade von 12V auf 48V um.

Die Akkuspannung liegt momentan bei ca. 53V.

Zwischen Akku und HM-600 habe ich je Kanal einen DC-DC-Wandler, den ich als Strombegrenzung nutzen will. (Kanal = Anschlussmöglichkeit des HM für ein Solarmodul)

Jetzt der merkwürdige Effekt:

Jeder der beiden Kanäle liefert 300W, wenn er allein an den HM angeschlossen ist.

Sind beide Kanäle angeschlossen, erreiche ich nicht wie zu erwarten wäre 600W sondern nur rund 470W. Das ändert sich nicht, wenn ich beide Kanäle mit einem separaten DC-DC verwende oder beide an einen gemeinsamen hänge. Ich verwende AhoyDTU, die Leistungsunterschiede bleiben proportional erhalten, wenn ich die Gesamtleistung drossele.

Das Zangenamperemeter zeigt, dass die Ströme für beide Kanäle nicht symmetrisch sind. Gerundet sieht es etwa so aus:

Kanal 1: 6A in der Hinleitung, 3A in der Rückleitung / Kanal 2: 3A in der Hinleitung, 6A in der Rückleitung

Irgenwelche Ideen,

  • wie ich in Summe auf 600W komme und

  • sicher sein kann, dass ich den HM nicht schädige, wenn die Ströme asymmetisch sind?

Ich wäre für hilfreiche Hinweise sehr dankbar.

Viele Grüße, StillerBastler

@stillerbastler Genau die gleichen Kabel, Kabelschuhe und genau die gleichen Kabellängen für beide Eingänge? Ich habe festgestellt, dass selbst 1cm Kabellänge Unterschied ausreicht um unterschiedliche Werte zu erreichen.
Aber mal eine ganz blöde Frage: Wieso DC-DC-Wandler für Strombegrenzung? Strom kannst du 400A in den Wechselrichter schicken und der geht nicht kaputt, da er nur so viel nimmt wie er verarbeiten kann.
Du hast doch schon eine DTU. Dann stell die einfach auf 599W und schon hast du deine Strombegrenzung.
Wieso solltest du so den Wechselrichter schädigen? Wenn du jeweils an den Eingang ein Modul hängst, wirst du unterschiedliche Spannung und Ströme haben. Dafür sind die Teile doch gemacht.
Leute: Macht es nicht komplizierter als es ist. So ein Wandler ist nur wichtig wenn du die falsche Spannung hast. Damit kannst du deinen Wechselrichter zerstören. Zu viel Strom gibt es theoretisch nicht. Zumindest in dem Fall.
Höchstens im Fall eines Kurzschlusses, kann was passieren mit zu viel Strom. Aber deswegen baut man Sicherungen ein und zweckentfremdet keinen DC-DC Wandler.

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@Stich82 Ich danke erstmal dafür, dass Du dir Zeit für eine ausführliche Antwort genommen hast. Und ich will die Sache auch nicht komplizierter machen als erforderlich.
Zu den Punkte, die Du angeführt hast:
Die Anbindung der beiden Kanäle ist unterschiedlich (Kabellänge, Querschnitt). Nach deinem Hinweis werde ich mal probieren, ob ich die „Schieflage“ beeinflussen kann, wenn ich die Anbindung "so gleich wie möglich" mache. Wenn ich da einigermaßen eine Angleichung erreichen, verfeinere ich das noch und das soll es dann gewesen sein.
An der Frage der Strombegrenzer scheiden sich die Geister: Einerseits ist es naheliegend, dass der Inverter nur so viel Strom zieht, wie er verarbeiten kann – andererseits ist dann unklar, warum der Hersteller einen max. Kurzschlussstrom für die Module vorschreibt. Es gibt Meldungen, dass die Inverter gelegentlich zu Kalibrierungszwecken die Eingänge kurzschließen, war im Falle der direkten Anbindung der Batterie fatal wäre. Ich hoffe, dass der Vorschlag mit einer Sicherung hier den gewünschten Effekt hat. Ich versuche das mal mit 5A.
Zur „Schädigung des Inverters durch asymmetrische Ströme“: Ich war bisher der Ansicht, dass die beiden Kanäle des Inverters ein gemeinsames Massepotenzial haben und nur die Eingänge getrennt auf ihren jeweiligen und voneinander unabhängigen MPPT geführt werden. Das scheint aber nicht so zu sein, sonst müssen beide Kanäle die 300W bringen. Ich war in Sorge, dass der Strom Wege nimmt, die nicht dafür gedacht sind und die bei Modulen (die ja keine Querverbindungen haben) nicht auftreten.
Daher nochmal Danke für deine Überlegungen, ich werde dran bleiben.
VG StillerBastler

@stillerbastler Dann haben wir vermutlich das Problem der unterschiedlichen Energie pro Eingang. War bei mir nicht anders. Nur 10cm Unterschied der Kabellängen und schon hatte ich einen Unterschied von 50 bis 100W.
Ich hätte nie gedacht, dass so geringe Unterschiede so viel ausmachen können.
Das Massepotential müsste tatsächlich gleich sein bzw. beide Eingänge zusammen hängen. Aber es sollte bekannt sein, dass die Spannung bei den Modulen relativ gleich bleibt und sich hauptsächlich die Ströme ändern.
Wenn du jetzt 2 Module an den HM-600 anschließt und verschiedene Ausrichtungen der Module hast, dann hast du demnach extrem unterschiedliche Ströme an den jeweiligen Modulen.
Mir ist vom Hersteller nichts bekannt, dass man an beiden Eingängen die gleichen Module und die Module die gleichen Ausrichtungen haben müssen.
Demnach ist also vorprogrammiert, dass an den Eingängen unterschiedliche Ströme von den Modulen kommen.
Nach meiner Erfahrung würde ich sagen es ist dem Wechselrichter egal ob vom Modul oder vom Speicher.
Mit dem Kurzschlussstrom hast du natürlich recht. Aber deswegen eben eine Sicherung die definitiv deutlich weniger Verlust haben wird als ein DC-DC-Wandler.
Aber 5A? Der HM-600 kann pro Eingang bis 11,5A betrieben werden. Kurzschlussstrom ist glaube ich so 14A. Bin mir aber nicht mehr sicher. Ich würde tatsächlich eine Sicherung nehmen die so hoch ist wie die Angabe des Herstellers für max. Kurzschlussstrom. Bei 49V bist du bei ca. 6A um die vollen 300W pro Eingang ausnutzen zu können.
Ich habe übrigens aktuell keine Absicherung für den Kurzschlussstrom und mein Hoymiles läuft seit Dezember mit Speicher. Aktuell liegen am einen Eingang über 5A an und am anderen sogar über 6A. Bei 52,1V. Wirkungsgrad des Hoymiles liegt bei ca. 95,5%.
Bei 5A Sicherung, wird dir die Sicherung ständig rausfliegen wenn du den Wechselrichter auf 599W einstellst.

@stiech82 @Suslik1987 Ich hätte noch mal 2 Fragen an Euch wo ich noch Verständnisprobleme habe.

Ich habe am Wochenende versuchsweise meine Regelung getestet. Ich hole alle 2s einen Leistungswert vom Stromzähler ab und kann also schnell auf Änderungen reagieren. Aber mir ist aufgefallen, dass die AhoyDTU nach dem Einstellen eines neuen Limits für ca. 16 bis 18s keine neuen Werte mehr vom WR abholt. Das erkenne ich über den Zeitstempel der Daten, der sich erst dann wieder ändert. Wenn ich kein Limit einstelle, bekomme ich, so wie in der AhoyDTU konfiguriert, alle 5s neue Werte mit einen neuen Zeitstempel. Diese Trägheit / Todzeit hat meine Regelung als der Backofen lief ziemlich ins Trudeln gebracht. Wie sind hier Eure Erfahrungen? Könnt Ihr mit der Trägheit insgesamt gut leben? Backofen war ja schon ein Extremfall.

Ich wollte mir den LiTime 48V / 100Ah Akku kaufen, der meines Wissens nach keine Schnittstelle hat, um die SoC auszulesen. Kann ich aus der Spannung, die der WR misst, unter Brüdern auf die SoC des Akkus schliessen? Ich weiß, optimal ist das nicht. Ich würde noch den Innenwiderstand des Akkus bestimmen, um den Spannungsabfall unter Last zu berücksichtigen zu können. Aber funktioniert das noch verlässlich, wenn der Laderegler den Akku lädt? Oder sollte ich gleich besser die serielle Schnittstelle des Victron anzapfen, um an die SoC des Akkus zu kommen? Hier würde ich mich über einen Rat freuen.

@Suslik1987 Das Abschalten des WRs funktioniert mit Version 0.6.0 der DTU über REST API. Vielleicht ist das eine Alternative für Dich.

@holzwurm68 hi.

Welche Version nutzt du?

Ich bin auf 6.3 gegangen. Soll besser und stabiler laufen als 6.0

Ich setze den Hoymiles auf 0 Einspeisewert, das passt schon.

Es gibt auch noch die Empfehlung einen Kondensator an das Radiomodul anzulöten um mehr stabilität zu erhalten. Das werde ich auch noch testen die Tage. Hängt wohl auch vom Ladegerät ab was man so liest...

@holzwurm68 Ich habe meine Nulleinspeisung auf 3s eingestellt. Kürzer hatte ich auch totale Probleme und teilweise sind die Befehle überhaupt nicht angekommen.
Es kommt auch stark darauf an wie gut dein Empfang ist. Also Wlan und auch zwischen Hoymiles und DTU. Ich habe jetzt einen Router für das Wlan direkt bei meiner PV. Also perfekter Empfang.
Ich habe meinen Speicher von Powerqueen. Also diese Camperdinger. Einmal habe ich einen Batteriesensor von Victron an denen direkt dran hängen und für meine Funktion über Node-Red hole ich mir die Spannung vom Eingang des Hoymiles, da ich meine Victrondaten noch nicht ins Netzwerk bekomme.
Ich habe in der Anfangszeit immer mal wieder die Spannung verglichen von den zwei Werten und die weicht nur ab, wenn die PV-Leistung schlagartig hoch und runter geht. Ansonsten weichen die Werte um maximal 0,2V a und das auch nur selten. Meistens ist das ein Unterschied von maximal 0,5V.
Wenn die PV richtig Leistung ab gibt, dann steigt auch der Wert am Batteriesensor. Ich komme also nicht tiefer in die Speicherwerte rein.
Aber ich sehe das nicht als Problem, wenn die Spannung abhängig von der PV-Leistung steigt. Denn wenn der Speicher leer ist und meine PV z.B. 2000W liefert, dann wird weniger Spannung angezeigt als wenn der Speicher voll ist und die PV 2000W liefert.
Also wird selbst in diesem Moment der Batteriestand beachtet.

@holzwurm68 Evtl. ist die openDTU Software performanter (habe sie auf einem ESP32 laufen, ich vermute Du auch).
Bei mir war es so, dass ich den Wechselrichter(und nicht die DTU) an die Grenze gebracht hatte und der Limitstatus nur noch auf "Pending" stand.
Natürlich sind die Stromschwankungen bei jedem individuell verschieden. Habe anfangs auch viel zu kompliziert gedacht. Wie schon geschrieben, habe ich die Steuerung inzwischen stark vereinfacht und so auch die Sendebefehle der Limits stark reduzieren können.
es wird alle 2 Minuten geprüft, ob der Verbrauch sich noch innerhalb eines Toleranzbereiches bewegt und ggf. möglichst gegen 0 nachjustiert.
Ansonsten wird das Limit nur geändert, wenn ein Verbraucher eingeschaltet oder ausgeschaltet wird, dann aber sofort.
Das habe ich auch deshalb so umgesetzt, weil mir bei der Heißluftfriteuse aufgefallen ist, dass sie nur in relativen kurzen Intervallen Strom bezieht.
Da wurden vorher extrem viele Limitänderungen los geschickt, bis der WR überfordert war.
Jetzt klappt es perfekt.

@holzwurm68 ab Version 0.6.5 geht es auch wieder per mqtt den power level auf 0 und 1 zu schalten =)

@aromedia Da stimme ich zu. Ich habe einen Sendeintervall von 12 Sekunden. Bei 10 Sekunden kommen gelegentlich starke Schwankungen auf. Weiterhin habe ich eine Hysterese von -+10 zum aktuellen Einspeisewert. Damit läuft es sehr stabil.

Danke zunächst für Eure Erfahrungsbericht. Bei mir läuft die AhoyDTU Version 0.6.0 auf einem ESP8266 mit Kondensator am Radiomodul.

@aromedia: Du meinst, dass Du nach dem Einstellen eines neuen Limits mindestens 2 Minuten wartest, bis Du wieder ein neues Limit einstellst? Damit möchtest Du Schwankungen durch Verbraucher mit relativ hoher Frequenz überspringen? Aber was ist, wenn Du nach 2 Minuten zufällig in einer Phase landest, wo die HLF oder Herdplatte gerade nicht heizt. Dann speist Du für die nächsten 2 Minuten zu wenig Leistung vom WR ein. Oder habe ich etwas falsch verstanden?

@Suslik: Deine Schwankungen könnten daher kommen, dass nach 10 Sekunden die DTU noch keine aktuellen Wert WR hat oder der WR die Leistung, die dem neuen Limit entspricht, noch nicht eingeregelt hat. Dann basiert die Berechnung des neuen Limits auf einer falschen WR Leistung. So ist es zumindest bei mir, wenn ich die "Todzeit" nicht abwarte.

Diese "Todzeit" lässt sich bei mir auch beobachten, wenn ich das Limit im Browser über das Webinterface einstelle, dann zu den Live Daten wechsele und auf aktualisieren klicke. Der Zeitstempel und die Leistung ändern sich auch hier für einge Zeit nicht. Ist das bei Euch anders / schneller?

Ich arbeite gerade an einem Micropython Script für den ESP32, dass über die serielle Schnittstelle die Daten vom Victron 150/35 ausliest und über einen Webserver per REST API meiner Steuerung einen JSON mit dem Daten schickt. Schaden kann es ja nicht, die Daten zu haben. :slight_smile:

@holzwurm68 Die Werte des victron kriegst du auch schpn über open dtu on battery. Gibt schon was fertiges. Nutze ich auch.

@holzwurm68 empfehle dir auf 0.6.3 zu gehen oder direkt 0.6.5 Habe in vielen anderen Foren gelesen das diese stabiler läuft.

Kann ich nur bestätigen.

@holzwurm68 Nein, wenn ein Verbraucher ein-/ausgeschaltet wird bzw. die Herdplatte heizt/nicht heizt wird sofort geregelt, ansonsten wird alle 2 Minuten überprüft und ggf. gegen 0kWh Einspeisung/Bezug "nachjustiert".
Funktioniert bislang sehr gut und für mich ist es auch nicht tragisch, wenn ich mal für 1 Min 10W vom Netz beziehe,das sind selbst auf's Jahr hochgerechnet keine Beträge im Vergleich zu dem was ich einspare und weder DTU noch WR werden mit häufigen Limitänderungen überfordert.

@suslik1987 danke für die Tipp. Finde ich irgendwo die Binary zu den frischen Beta Versionen oder muss ich das Projekt selbst compilieren? Edit: Habe es gerade gefunden.

Mein Script für den Victron ist nahezu fertig. Das ziehe ich jetzt durch.

Hier mein Log woraus man schön erkennt, dass die AhoyDTU 0.6.0 bis ca. 10s nach dem Setzen des Limits noch den "alten" Leistungswert schickt. Am Netz macht sich die Änderung des Limits bereits nach ca. 5s bemerkbar. Der Timestamp der letzten erfolgreichen WR Abfrage ist nach der Änderung der WEBAPI leider zu einem anderen Endpunkt gewandert.

@holzwurm68 Actions · lumapu/ahoy (github.com)

hier findest du die Versionen, gibt auch schon 0.6.6. Ich bin aktuell auf 0.6.5.

Kannst über OTA (over the Air) Update machen.

Hat bei mir super geklappt und geht super schnell.

Gruß

@suslik1987 Danke Dir. Mir ist beim OTA Update die DTU komplett abgeschmiert und ich musste alles neu installieren. Inzwischen läuft die 0.6.5. Das zeitliche Verhalten nach dem Post des neuen Limits ist identisch. Naja, kann ich mt leben, wenn ich das weiß. Mir ist aufgefallen, dass der Scan nach WLAN Netzwerken nicht mehr funktioniert.

@holzwurm68 das ist mir auch einmal passiert. Ich glaube ich hatte das falsche .bin file ausgewählt..vermutlich das esp32 ...hab den 8266.

Habs dann nochmal probiert mehrmals mitlerweile immer darauf geachtet das richtige zu nehmen und es hat geklappt...

Werde die Tage ahoy auch auf einem esp32 installieren und testen. Habe den kondensator am nrf Modul jetzt dran aber macht kein großen Unterschied.

@suslik1987 Und noch eine spezielle Frage. Weißt Du wie ich den Victron Laderegler unter Laborbedingungen in Betrieb nehmen kann, um die VE Direct Kommunikation mit meine kleine Leiterplatte und Firmware testen zu können? Reichen 5V am VE Direct Eingang? Oder geht mit einem Netzteil an den MPPT bzw. Batterieklemmen?