zur Zeit betriebe ich je 1 Modul pro Eingang mit der Austrichtung Süden.
Da ab ca 1630 nur noch ein paar Watt generiert werden, kam der Gedanke auf ein 3. Modul an die Westwand zu hängen , um so zum Abend hin noch mehr Ertrag zu haben.
das 3. Modul würde dann parallel geschaltet werden.
Bringt das was ? Wird ein Eingang überlastet , wenn kurzzeitig mehr A zur Verfügung stehen ?
[quote data-userid="19458" data-postid="135386"]… Bringt das was ? Wird ein Eingang überlastet , wenn kurzzeitig mehr A zur Verfügung stehen ? Will ja ungern den WR grillen.[/quote] Ja, Ja, Du grillst ihn.
Ich bin mal optimistisch und Du hast das BKW angemeldet {green} und Du hast die Bestätigung im MaStR, das Dein Netzbetreiber die Anlage geprüft hat {green}:face: .
Dann hinterm Dich doch keiner auf die dunkle Seite zu wechseln und den WR gegen einen mit 4 MPPTraker zu tauschen und ihn auf 600W Softwaremäßig zu begrenzen {blackemo} Aber bloß nicht dem VNB erzählen, {green}:nonoise: wenn er dahinter kommt sagst Du einfach das der alter WR den Geist aufgegeben hat, Du den neuen aber extra auf 600W gedrosselt hast.
Ich denke nicht, dass das dem Wechselrichter schadet. Es liegt eine Spannung an und der WR regelt die entnommene Leistung über den Strom.
Stell dir ein Ersatzschaltbild vor, bei dem der DC-Eingang des WR ein veränderlicher geregelter Widerstand ist. Da fliessen also nicht mehr Ampere rein.
Solange die parallelgeschalteten Module dieselbe Spannung liefern ist alles OK. Bei deiner unterschiedlichen Ausrichtung könnte das aber ein (kleines) Problem sein.
Was in keinem Fall geht, ist die zulässige Eingangsspannung am DC-Eingang des WR zu überschreiten.
Dann können wirklich ganz schnell Innereien wie Mosfets oder Kondensatoren Schaden nehmen.
[quote data-userid="2509" data-postid="135421"]Das bezweifele ich.[/quote]Ich halte es für riskant. Wenn der MPPT mehr Strom bekommt, als wofür er ausgelegt ist, kann es ihm die Mosfet‘s grillen. Du weis nie ob da Reserven in der Berechnung sind oder nicht. Auch die Wärmeabfuhr ist wichtig, selbst wenn Reserven im Mosfet sind.
@JensGo Du kannst auch erst einmal den Strom an beiden Plätzen messen:
Stell die PV-Module an den gewünschten Orten auf
Schließe die beiden PV-Module an ZWEI Trackern deines WR an und beobachte die Strom und Leistungsverlauf der beiden PV-Module über zwei Tage.
Addiere den Strom beider PV-Module und errechne den maximal gleichzeitigen Strom.
Ist der höchste Wert des errechnet gleichzeitigen Stromes kleiner als der maximale zugelassene MPPT-Strom, ist alle Save und Du kannst die Module parallel schalten und das Dritte auf dem freien MPPT anschließen
Nein, so ist das nicht. Der WR reguliert doch den Strom und damit auch die Leistung pro Eingang. Wenn es ein 600 Watt WR ist, dann eben 300 Watt AC-Leistung und vielleicht 5% mehr an Eingangsleistung. Egal, wie viele Module da jetzt dranhängen.
Stichwort ist Überbelegung, wie @Carolus schon schrieb.
Die Offizielle Aussage der Hersteller ist immer, nicht mehr anzuschließen, als maximal als Modulleistung angegeben ist. Die Praxis zeigt, dass eine Überbelegung bei fast allen Wechselrichtern völlig problemlos ist und technisch ist das ja auch nachvollziehbar. Vorstellbar wären noch extrem seltene Fehlerfälle, wo der Wechselrichter z.B. einen Kurzschluss am Eingang hat. Bei massiver Überbelegung könnte dann ein stark erhöhter Strom fließen. Das könnte man aber auch noch separat absichern.
Vergleiche es einfach mit einer einfachen 220V Steckdose. Diese kann 3700W leisten. Wenn Du da jetzt eine 600W Bohrmaschine anschließt wird die ja nicht mit 3700W/16A geschossen sondern zieht nur ihre 600W.
Das ist mit dem WR genau so. Der zieht max 600W, egal wleche PV-Leistung da dran hängt.
Wichtig ist das die Spannung (Volt) nicht überschritten wird. Wenn Du das wieder mit der Bohrmaschine und der Steckdose vergleichst ist das genau so. Bei 230V läuft die Maschine einwandfrei. Gibst Du da aber z.B. 350V drauf dann wird sie geschossen.
[quote data-userid="2509" data-postid="135454"] Wenn ich mich recht erinnere, hat elektrofix den falschen Ratschlag schon einmal gegeben, und ist korrigiert worden[/quote]Ich kann mich nicht erinnern schon einmal einen Rat zu zwei parallelbetrieben PV-Module gegeben zu haben, oder ich werde alt {green}:crying:
@halsbonbon: Ich befürchte einen zu hohen Strom, nicht eine zu hohe Leistung. Ich betreibe auch meinen WR 6.0kW mit Generatorleistung 7,29kWp, aber die maximale Strangspannung und der maximale Strangstrom werden nicht überschritten.
Wichtig für @JensGo ist doch: Einige Menschen habe es schon ausprobiert haben, also wird es funktionieren. Und ich habe zu viel Hintergrundwissen und hatte meinen Bedenken. Manchmal sind wir technische Menschen zu theoretisch {green}
Den kann es nicht geben, weil der WR den Strom selber bestimmt, als Folge des MPPT Algorithmus, nicht das Panel. Abgesehen davon haben die Panels verschiedene Ausrichtung.
Wie geschrieben wurde, parallel kein Problem, in Reihe geht es in der Regel nicht, weil Mikrowechselrichter von der Spannung nur für ein Modul ausgelegt sind.
Und parallel auch nur, wenn von der Spannung möglichst identische Module.
Die Hersteller geben bei genauer Nachfrage an, daß der Strom der Module den KURZSCHLUSSstrom des Wechselrichters nicht überschreiten soll.
Dies für den Fall, daß durch einen Defekt der WR plötzlich den ganzen von den Modulen gelieferten Strom an seine Innereien weiterleitet. Das würde dann in Rauch aufgehen.
Dass es trotzdem im Normalfall funktioniert, zeigen die zahlreichen Basteleien mit Mikrowechselrichtern, bei denen eine Batterie anstelle eines PV-Moduls angeschlossen wird und dann über Nacht die Grundlast abdeckt. So ein typischer 1 kwh Akku hat bedeutend mehr Ivan im Ärmel (Ampere) als ein paar parallele PV-Module.
Geht also. Darf nur kein Defekt am WR auftreten. Ich würde den WR in so einem Fall dort montieren, wo er in Rauch aufgehen kann, ohne Innenräume zu verseuchen oder was abzufackeln