Hilfe mit der Splitklima im sanierten Bestand

Guten Abend zusammen,

langsam aber sicher geht es nun immer weiter mit der Modernisierung meines Hauses.

Nachdem nun der Dachboden ausgebaut wird steht gleich noch ein Thema an was mich sehr interessiert, bei dem ich aber keinerlei Erfahrung habe. Die Klimatisierung der wichtigsten Räume.

Glücklicher Weise ist mein Haus freistehend und die Seite um die es geht freizugänglich. Nun möchte ich im Dachgeschoss, Erdgeschoss und evtl Untergeschoss die Räume klimatisieren.

Im UG ist es eine Küche mit angeschlossenem Wohnzimmer (30qm), im EG eine Küche mit Wohnzimmer (45qm) und das Spielzimmer der Kinder unterm Dach (25qm). UG und EG verfügen über ausreichend große Heizkörper. Das DG hat keine Heizung bisher.

Mein Ziel ist nun mit einer Splitklima möglichst viel Wohnqualität zu erzeugen und meinen PV Strom (20kwp) effektiv zu nutzen. Aktuell sind die Wände nicht gedämmt und haben ein U Wert von ca. 0,9 (Ubakus). Das Dach erfüllt den aktuellen Standard mit einem U Wert von ca. 0,2. Nur die Giebelseite ist wie die übrigen Außenwände ungedämmt.

Meine Wunschvorstellung wäre eine Unterstützung der Heizung sowie die Kühlung im Sommer. Wenn die Heizleistung später für eine vollständige Beheizung reicht wäre das natürlich traumhaft.

Das Dachgeschoss möchte ich ausschließlich damit beheizen und kühlen.

Könnt ihr mir für mein Vorhaben konkrete Geräte empfehlen bzw. den Zahn ziehen falls meine Wünsche nicht sinnvoll abbildbar sind? Für den elektrischen Anschluss habe ich ein 3 phasigen Anschluss (2,5mmm²) bereits gelegt und vorbereitet.

Danke euch für eure Unterstützung :slight_smile:

Ich habe für den oberen Raum unterm Dach eine ungefähre Heizlast von 3000W bei -10C° ermittelt.

Vermutlich etwas weniger aber nicht wesentlich.

Im Eg würde das Gerät nur bedarfsweise laufen bzw. ist nicht unbedingt für die Heizung notwendig.

Als Gerät würde ich hier am Liebsten ein dual Split gerät verwenden. Z.b. Daikin 2AMXM50M + ATXM35A + ATXM35A

Oder sollte ich 2 getrennte Geräte nutzen damit die Heizung oben auch in kritischeren Zeiten gewährleistet ist?

Ich würde bei der Wahl zwischen Single- oder Duosplit immer berücksichtigen, welches Heizverhalten bei der Duosplit für beide Räume angewendet werden soll. Duosplit macht immer dann (mehr) Sinn wenn beide Räume ein möglichst identisches Heizverhalten haben sollen.

Beispiel einer ungünstigen Anwendung einer Duosplit:

Raum1: Wohnzimmer mit z.B. 22°C Solltemperatur

Raum2: Schlafzimmer mit z.B. 18°C Solltemperatur

.

Beispiel einer eher günstigen Anwendung einer Duosplit:

Raum1: Kinderzimmer 1 mit 20°C Solltemperatur

Raum2: Kinderzimmer 2 mit 20°C Solltemperatur

oder

Raum1: Badezimmer 23°C Solltemperatur

Raum2: Büro für Homeoffice 22°C Solltemperatur

.

Dabei habe ich jetzt bewusst nicht den Fokus auf die unterschiedlichen Raumgrößen gelegt sondern erst mal nur auf das Heizverhalten. Natürlich muss auch die Gesamtheizlast bekannt sein um zu wissen ob die Multisplit die geforderte Heizleistung bei niedriger bis sehr niedriger Außentemperatur (NAT) überhaupt noch erbringen kann. Im Zweifel entscheidet die Heizlast darüber ob eine Dualsplit oder zwei Singlesplit notwendig sind.

By the way erscheinen mir bei dir 120W/m² im DG irgendwie deutlich zu hoch. Du schreibst, das Dach hätte einen U-Wert von 0,2 und die Wände 0,9. Wie viel ist denn im DG von den Wänden noch zu sehen oder ist das DG "nur Dach"?

Für unseren 61er Altbau komme ich beim 28m² großen Wohnzimmer auf eine Heizlast von 2,5kW bei NAT (-11°C) und einem deltaT von 32K unter Berücksichtigung aller einzel U-Werte (Decke 1.68, Boden zum Keller 1.68, Außenwände 1.5, Innenwände 2.49, Fenster 2.7 usw.). Ohne Fremenergiequellen (Elektrogeräte, Menschen im Raum usw.) zu berücksichtigen.

Single-Split ist natürlich technisch gesehen die bessere Alternative. Ein 5kW Multi bringt bei -10 Grad auch sehr viel weniger, als 2 3,5KW Single-Splits.

Die 3000 W Heizlast bei -10 Grad sind aber auch für eine 3,5kW Single-Split zu viel, wenn du wirklich vor hast, bei -10 Grad die Temperatur von 21 Grad zu halten. Die dürfte bei -10 Grad nur noch 2,5 kW bringen.