mein Name ist Mark aus dem schönen Sachsenland und ich bin neu hier im Forum. Ich hoffe, dass es ok ist wenn ich ein neues Thema erstelle, denn ich habe nicht wirklich etwas passendes gefunden.
Zu meinem Problem:
Ich habe eine Arctic Leopard EXE880 (Elektroenduro aus China).
Zuletzt hatte ich die Fehlermeldung BUS UVP (under volt protection) im Display und das System fuhr herunter. Nach langem hin und her habe ich mich "getraut" den Akku aufzuschreiben und das Ergebnis sehr ihr auf den Bildern. Scheinbar ist eine Zelle (laut ANT BMS die 4.) defekt. Ich habe alle möglichen Firmen in D angeschrieben und gefragt, ob jemand eine Reparatur vornehmen würde. Leider nur Absagen. Auf FB meinten einige User, dass ich die Zelle selbst wechseln soll. Wäre wohl nicht soooo schwierig, aber ehrlich gesagt traue ich mich da nicht ran.
Es handelt sich um einen Lithium Ionen Akku mit einer Kapazität von 6,75 kWh (90V75Ah).
Nun meine Frage:
Gibt es hier im Forum jemanden (vielleicht sogar im Südosten Deutschlands) der sich einen Zellenwechsel bei meinem Akku zutraut?
Ihr würdet mir unfassbar weiterhelfen, denn über den Preis eines neuen Akkus müssen wir denke ich gar nicht erst reden.
Bin gespannt. Von einer Reparatur bei Pouch-Zellen, habe ich noch nie hier im Forum gehört.
Wie will man da eine einzelne der verklebten Zellen herausholen? Ohne die Intakten zu beschädigen? Und woher bekommt man eine Ersatzzelle? Wie verbindet man diese dann? Klar, dass das Deine Anfragen zu einer Reparatur ins Leere liefen.
Schreib am besten den Hersteller in China an. Evtl. kann der Dir günstig einen Ersatzakku anbieten.
Oder Du baust statt dessen prismatische Zellen ein. Dann brauchst Du ein neues BMS und wirst viel mehr mehr Platz für die gleiche Kapazität benötigen. Wenn ich mir das Motorrad so ansehe scheint da aber alles ziemlich kompakt zu sein. Vermutlich wenig Platz für Standardkomponenten.
Ich habe so etwas ähnliches bei einem Akku meiner Gx100 probiert. Ergebnis war dass der Akku voll schrott war. Mir ist es nicht gelungen die verklebten Zellen ohne Zerstörung des Aussenpacks zu entnehmen. Hätte mir halt nen neuen Behälter gedruckt. bin aber dann an der Zerlegung der Zellen gescheitert. Meine kaputte war auch mittendrin Am Ende gab es nur noch was zum Entsorgen.
Wenn du jemand findest oder es selbst hinbekommst wäre ich interessiert wie das gehen soll. Habe es mit erwärmen Fadenschneiden mit Stickstoff besprühen und dann Hammer und Meisel (alles Tricks die man mir vorgeschlagen hat) Hat alles nix gebracht (zuerst war erwärmen und versuch mit Faden zu trennen, aber da habe ich den Akku beschädigt, da dann alles eh zu spät war habe ich noch diverse andere Techniken versucht aber nix hat wirklich funktioniert)
Die einzelnen Zellen gibt es wohl zu kaufen und ich Versuche gerade herauszufinden wie die untereinander verklebt sind. Theoretisch kann man ja das Gehäuse abziehen und sollte die Pouch Zellen dann "auseinanderziehen" können, aber wenn die so arg untereinander verklebt sind sehr ich da auch schwarz.
Dies Art von Lithium Akku (Folienzellen) ist ohnehin schon "brandgefährlich". Schon ohne "Reparatur".
Die mittleren Zellen bekommen i.d.R. am meisten Hitze ab und sterben deshalb zuerst.
Angesichts der Gefährlichkeit und auch der (gefühlt?) ständig steigenden Anzahl von Hausbränden aufgrund von Akkugeräten würde ich an deiner Stelle unbedingt Abstand davon nehmen, dieses Akkupack "retten" zu wollen.
Am Ende müsste der ja - selbst wenn es Erfolg hätte - auch wieder geladen werden und da würde das Risiko dann nicht unbedingt geringer dadurch.
Ich würde es positiv sehen:
Zum Glück hat das Pack nicht angefangen zu brennen, also froh sein und fachgerecht entsorgen
Bei der kleinen Laufleistung und Zyklenzahl würde ich auf Gewährleistung/Garantie setzen und im Zweifelsfall eine Kulanzanfrage stellen. Das ist definitiv zu wenig für einen solchen Akku und die Infos dazu schaden ja auch dem Ruf des Herstellers.
Aus meiner Sicht ist das ein 'Produktionsfehler' und darf nicht passieren. Diese Pouchzellen sind allerdings das schlechteste und billigste was man machen kann - eben China-Billigware. Gibt natürlich viel Energie auf kleinem Raum - ist aber deshalb auch deutlich gefährlicher und fehleranfälliger. Von Reparaturversuchen würde ich auch Abstand nehmen - die Gefahr ist hier zu groß.
Entweder schmale prismatische Akkus verwenden oder Becherzellen - da wird aber nicht die gleiche Kapazität bei gleichem Raum herauskommen, fürchte ich. Da mußt Du mit 20-30% Abstrichen rechnen, dafür bei ordentlicher Bauweise längere Lebensdauer.
Tja da sieht es bei einem China-Import leider schlecht aus. Dem Hersteller scheint es egal zu sein. Sie haben mir einen neuen Akku zum "Sonderpreis" angeboten.
Das ist in der Tat die Frage - ich würde es wohl auch nicht riskieren.
Preislich grundsätzlich o.k., wenn man dafür 6,75 kWh bekommt.
Ein ebike-Akku, der 10% davon hat, liegt neu im Orig. meist bei 800-900 Eur.
Gibt es denn irgendwelche Erfahrungsberichte zu dem Motorrad/Akku? Da müßte sich doch im Web was finden lassen, wenn die regelmässig Schrottakkus ausliefern.
Für knapp 2k bekommt man übrigens einen fertigen PV-Akku mit guten prismatischen Zellen und 16 kWh - aber das ist hier nicht vergleichbar.
Tja was auch immer der Grund war, zu 100% wird man es wohl nicht klären können. Es handelt sich übrigens um sogenannte P76D Zellen.
Das Problem, wenn es auf einen neuen Akku hinausläuft ist folgendes. Kaufen ich denn jetzt muss er halten und das Motorrad noch mindestens 2 Jahre unauffällig laufen. Verbauen ich einen neuen Akku und verkaufe das Motorrad machen ich ca. 4k Verlust. Wenn ich es mit defektem Akku verkaufe mache ich auch ca. 4k Verlust. Solange es niemand reparieren kann oder ich es nicht behalte ist der Verlust nahezu gleich. Behalte ich es mit dem neuen Akku weiß auch niemand, ob das Teil hochgeht oder nicht.