Also mal zusammengefasst: Phasenanschnitt ist über 200w nicht zulässig, weil es die Sinuskurve für alle Stromverbraucher im Hausnetz beeinträchtigt, Oberwellen erzeugt und schlicht bei Leistungselektronik verboten ist, scheidet also aus. PWM (Puls-Weiten-Modulation) tastet die Sinuskurve diskret in hoher Frequenz (z.b. 20kHz) ab und schaltet entsprechend viele oder wenige der 20.000 Stromstöße je Sekunde zu. Somit ist ein Sinusdimmer der ganze Wellenpakete (bzw. ganzzahlige vielfachve von 2 Wellenpaketen) am Nullpunkt schaltet ebenfalls eine Form von PulswellenModulation, nur eben mit 0.5Hz und immer am Nullpunkt.
Wenn nur einphasig strom erzeugt wird, muss der Zähler saldieren. Durch PWM wird es möglich, den Stromfluss in so hoher Frequenz zu schalten, dass dies innerhalb des Saldierungszeitfensters des Zählers passiert und auch ein ein-phasiger Betrieb keinen externen Strombezug hervorruft. Soweit ich das verstehe, ist dies für einen dreiphasigen Betrieb egal, weil der Wechselrichter eh schon eine nahezu perfekte Sinuskurve über alle drei phasen erzeugt. Die an den Heizstab abgegebene Leistung ist also symmetrisch auf allen Phasen.
Entsprechend kann bei einer dreiphasigen Anlage ein Sinusdimmer bzw. eine Vollwellensteuerung/Schwingungspaketsteuerung eingesetzt werden.
Ich würde mich von dem Gedanken verabschieden, dass es da irgendeine Einbindungsmöglichkeit geben wird. Steuersignal 0-10V und dann über einen Arduino oder Pi steuern auf basis der Überschusseinspeisung am EM24 bzw. Cerbo und die erreichte Temperatur am Puffer auslesen und damit eine Regelung aufbauen.
(1) Überschuss da? -> (2) Spannung auf den Steuereingang bis Überschuss == 0 -> (3) Temperatur am Puffer oben prüfen -> (4) Wenn Temperatur über Grenzwert abschalten
(2) kann man idealerweise auf einer vom Hersteller gelieferten Leistungskurve aufbauen und muss die nicht selbst ermitteln
(3) Damit der Puffer nicht platzt
(4) Womöglich bietet sich hier noch ein Schütz an, zumindest aber eine redundante Auslegung der Überwachung mit entsprechendem Alarmsystem, da die Heizung keine Möglichkeit hat einzugreifen, wenn Überdruck entsteht außer über das Sicherheitsventil.
OK Leute, danke für's heftige und fachliche Diskutieren. Ich habe zwar nicht alles verstanden, aber doch einiges und denke, dass dieser Vorschlag von @Leoo der Sinnvollste sein könnte. Meine Heizung hat eine kesseltemperaturabhängige Ein- und Abschaltreglung für den Brenner (Pellets). Die ist auch aktiv, wenn der Brenner vom Strom genommen wurde und/oder die Heizung auf Sommerabschaltung und/oder nur Brauchwasserhitzung geschaltet ist.
Ich lese aber gerne weiter mit. Danke euch ?
Valider Kritikpunkt, bei Netztypen bin ich am Ende meines Latein, verstehe die Unterschiede kaum und weiß auch nicht wie das was der Multi da aufbaut, wenn das Außennetz wegbricht korrekt zu bezeichnen ist, vielleicht TN C?
Auch wenn der Kritikpunkt valide ist, frag ich mich wie relevant er für die Praxis ist (angenommen deine Anlage läuft eigentlich Netzparallel). Denn dann wäre das einzige Risiko, dass du bei einem Sonnigen Tag, an dem (Netz-)Stromausfall ist dein Puffer über den Heizstab nicht geladen werden kann. Diesen Sonderfall könnte man programatisch abfangen, indem man sicherstellt, dass das EM24 eine anliegende Spannung meldet.
Ich berichte dann mal in meinem Thread (15.4kWp + 20kWh LiFePo4 + Heizstab + Überschussladen (EV) - Panels, Wechselrichter, Laderegler - Akkudoktor Forum) ob er tut was er soll, wird aber noch ein paar Monate dauern. ist jetzt die 12A Variante obwohl mein Heizstab 9kW hat und 15A bräuchte, das hätte mich aber das doppelte gekostet und das wollt ich dann doch nicht ausgeben. 215€ warens jetzt.
Wer wohl noch nen Lüfter dran hängen und die Montage möglichst luftig machen, damit die Abwärme weg kann.
Sinusdimmer == PWM und Schwingungspaketsteuerung (oder Impulsgruppensteuerung oder Vollwellensteuerung oder Wellenpaketsteuerung) sind Spezialfälle von PWM.
Was mich bei näherem Hinschauen stutzig macht ist, dass hier die Abkürzungen "Ph" und "PH/IG" verwendet werden und auf meinem Gerät überall nur "Ph" zu finden ist bis auf eine Stelle am Typenschild wo "compact/SP" steht, was auf Schwingungspaket schließen lässt, aber keine der Abkürzungen ist, die sie selbst erfunden haben {green} . Hab ne Mail geschrieben ob ich nicht doch einen Phasenschneider bekommen habe. EDIT: Ja, SP steht für Schwingungspaket und ich hab das richtige Gerät bekommen.
Es sieht desweiteren nicht so aus als hätten Sie sich bei der Umarbeitung des HAndbuchs von 1phasig auf 3-phasig viel Mühe gegeben (siehe seite 12)
Hier wird immer von 230V zwischen T1 und T2 geschrieben was nur einphasig (T1==L und T2==N) Sinn ergibt.
Weil mir die Sache keine Ruhe gelassen hat, habe ich heut in die aktuelle TAB meines NB geschaut. Dort wird auf "VDE-AR-N 4100 (Abschnitt 5.4)" verwiesen und da steht nichts (mehr) mit Verboten von Phasen- anschnitt oder abschnitt. :neutral:
Und auch bei Smartfox habe ich genauer hingeschaut. So wie es ausschaut und auch von @leoo bereits angemerkt wurde, arbeiten die auch "nur" mit einem normalen Thyristorsteller. Kann mir auch kaum vorstellen, dass es sonst in D verkauft werden dürfte. Bzw. müssten die bei Verkauf doch Hinweise geben, dass es nicht "überall" zulässig ist. Korrekt???
So richtig bin ich mit dem Thema noch nicht durch...
sehe ich genauso. Phasenanschnitt hat soweit ich das verstehe noch andere nachteile (oberwellenverschmutzung und evtl. geht dann der WR auf "Fehler") aber das übersteigt meine elektriker-kenntnisse. Ich denke mit einer Wellenpaketsteuerung ist man auf der sicheren seite.
Bitte vergiss den Heizstab. Du hast bereits 5 Warmwasser bereitende Module auf deinem Dach. Diese werden im Sommer mehr als ausreichend Leistung für deinen Speicher zur Verfügung stellen.
In der Übergangszeit und im Winter ist eh nicht genug Sonne vorhanden, um diese über einen Heizstab in deinen WW Speicher stecken zu können.
Ich habe einen 500L Tank und weiß ab etwa April nicht mehr wohin mit dem warmen Wasser. Auf meinem Dach werkelt ein 4,5m² Röhrenkollektor.
Einen Heizstab habe ich auch gleich mitverbauen lassen. Aber wie schon gesagt, im Winter reichen meine 9kWp nicht aus, um den 2kw Heizstab planbar zu verwenden. Den schalte ich von Hand zu, wenn es nötig ist. Überschuss nimmt die Batterie auch gern in kleinen Dosen
obwohl ich in einem früheren Beitrag ein "ABER" bzgl. der Sternschaltung ohne N-Leiter formuliert habe, freunde ich mich grad immer mehr mit dem Teil auf dem Bild an.
Bin mir aber noch nicht sicher, wie ich die Ansteuerung gestalten soll. Cool wäre es über den Cerbo.
Glaube aber einfacher ist es mit nem ESP8266. (Also Tasmota Modbus-Bridge --> PID-Regler --> PWM zu 0-10V) Dann könnte man das auch in der Weboberfläche einstellen.
Wenn es ein Solaredge Inverter ist, dann gibt es dazu den Hot-Water-Controller. Der kommuniziert über Zigbee mit dem WR und regelt den angeschlossenen Heizstab (irgendeinen bis max 3kW, eine Phase) so, dass nur Überschussstrom in den Speicher fließt. Vor ca 2 Jahren hat der Hot-Water-Controller von Solaredge ca 370€ gekostet (soweit ich mich erinnere). Dazu ein Heizstab mit Bimetall-Schalter für ca 130€. Selbst eingebaut in einen 40 Jahre alten Buderus 200l Speicher. Dazu ein FI. System macht jetzt seit ca. 2 Jahren warmes Wasser ohne Probleme