Was ist denn ein Effizienzwert? Wenn der 74% sein soll, dann glaube ich keine Sekunde, daß es sich um den Wirkungsgrad handelt. Wir hatten eine Gasheizung von 1991 (keine Brennwertheizung) und die hatte einen viel höheren Wirkungsgrad, auf den Zahlenwert will ich mich aber nicht festlegen, Unterlagen habe ich nicht mehr.
Vielleicht ist der Effizienzwert etwas bei dem ein idealer Brennwertkessel 100% darstellt. Aber selbst dann wären 74% wenig.
Gute Frage, ich hab grade nochmal unten geguckt. Es kleben diverse Zettel von diversen Wartungen auf der Heizung. Auf einem Messprotokoll das von einem Testo Gerät erstellt wurde steht ein Wirkungsgrad von 95,7%, was auch immer dieser Wirkungsgrad ist.
Einen Wert in dieser Region habe ich für meine Heizung auch in Erinnerung. Das ist der Prozentsatz vom Heizwert der als Wärme in der Heizung landet. Der Heizwert spiegelt dabei nicht den tatsächlichen chemischen Energiegehalt des Brennstoffs wider. Der Heizwert ist die Wärmeenergie, die man bei einer standardisierten theoretischen Verbrennung aus dem Brennstoff gewinnen kann. Beim Brennwert kommt noch die Kondensationswärme dazu. Der Heizwert ist immer noch die gängige Größe, wenn es um die Angabe des Energiegehalts von Brennstoffen, wie eben Erdgas, geht.
Das dürfte einfach nur der Wirkungsgrad der nackten Verbrennung sein, ggf. auch noch bezogen auf den Heizwert, während man für den Brennwert (etwa 109% des Heizwerts) bezahlt. Macht keine Aussage drüber, was davon wirklich im Heizungswasser ankommt und man mit einem Wärmemengenzähler messen würde. Vermutlich kommen die besten Werte auch im “Schornsteinfeger” Modus raus, wo das Ding mit voller Leistung ballert. Unsere an der unteren Leistungsgrenze betriebene Gasbrennwerttherme war mit WMZ so irgendwo bei 85% des Brennwerts (kann es nicht exakt sagen, da ich den Aufwand fürs Brauchwasser abschätzen mußte).
74% / (95,7% / 109%) = 84%. Die 84% könnten der Anteil der Verbrennung sein, der im Wasser tatsächlich ankommt. Wenn das der Effizienzwert ist, dann taugen die 74% vom Verbrauch (in Brennwert) tatsächlich als Basis für die Heizlastberechnung, also für die Berechnung die DerChris1 in seinem ersten Beitrag gemacht hat.