In meinem EFH würde ich gerne das EG mit einer LLWP heizen. Im Flur im EG gibt es einen Kamin mit welchem aktuell geheizt wird (ungefähr 12-15 Stermeter im Jahr, Herbst bis Frühjahr) und eine Vaillant Gasheizung (2010) die für WW aufbereitung benützt wird und selten um auch das DG zu beheizen da niemand oben wohnt. Mein aktueller Strompreis liegt bei 0,2137 Cent/KW und Gas bei 0,08 Cent/KW. Holz kaufe ich für ungefähr 300-330 Euro/5 Ster
Mein Absicht ist das EG während der Übergangszeit zu beheizen, aber auch im Winter wenn nicht gefeuert wird und die Außentemperaturen nicht unter 0 Grad fallen.
Das Gerät ist ein Gree Soyal 3.5kw COP 5.1 A+++.
Die Fläche beträgt ungefähr 45m2.
Meine Frage ist, ob sich die Wärme so in alle Räume verteilen würde, wenn alle Türen immer offen bleiben?
Man kann es nicht mit dem Ofen vergleichen. Da sind die Temperaturen viel höher und durch den Schornstein wird auch noch viel aufgeheizt.
Das zentrale Thema ist: Die Türen lassen nur sehr wenig Wärmeleistung durch. So etwa 150-200W pro Grad Temperaturdifferenz. Wenn ein Haus sehr gut gedämmt ist, sind die Wärmeverluste auch niedrig. Braucht dann ein Raum z.B. nur 200W, dann gibts nur 1 Grad Temperaturverlust durch eine Tür. Braucht ein Raum hingegen 1000W, dann hast du schon 5 Grad Temperaturgefälle.
Mit Lüftern kann man das noch deutlich verbessern, also z.B. mit so säulenartigen Lüftern, die man in den Bereich der Tür stellt. In der Regel funktioniert es besser, vom kalten Raum in den warmen Raum die Luft zu schaufeln. Aber das fühlt sich dann mitunter auch unangenehm an. Muss mal ausprobieren.
Das ist ein Trugschluss: Die Decke ist kein Loch, wo Wärme verschwindet. Wenn sich erstmal ein bestimmtes Temperaturgefälle aufgebaut hat von Decke bis Boden, geht jede kWh Wärme auch wieder gleichmäßig in den Raum.
Den Temperaturverlust pro Raum hast du immer. Musst dir dann überlegen, wie das am Sinnvollsten ist. Beispiel: Im Schlafzimmer reicht vielen eine Temperatur von 16 Grad. Das kann man problemlos mitheizen, wenn es im Raum daneben 21 Grad hat.
Willst du aus dem Flur heraus ein WZ heizen, muss es im Flur sehr warm sein. Kann man machen, manche kommen gut mit sowas zurecht, andere nicht. Da gibts hier im Forum geteilte Meinungen bzw. auch unterschiedliche Erfahrungen.
Mein Hauptproblem ist, dass ich im September, Oktober, November, März, April Mai mit Holz heize, obwohl es an den meisten Tagen nicht wirklich kalt ist sondern kühl. Wenn ich in diesen Monaten das EG warm bekommen würde, ist mein Problem gelöst.
Baujahr 1893, 2 fach verglast aber schwache Qualität., nichts gedämmt. Dieses Jahr kommt neue 3-fach Verglasung und die Fassade wird gedämmt mit 10 bis 14 cm 0,32 graues EPS.
Ich kenne das von Dir beschriebene “Problem”. Mit einer LLWP wirst Du Deinen Holzbedarf deutlich senken. Mit einem Kamin neigt man ja in der Übergangszeit dazu zu “überheizen”, was ja Verschwendung ist.
Wenn Du jetzt noch in Richtung PV was machst, bist Du super aufgestellt. Übergangszeit mit LLWP und soweit es geht mit PV. Im Kernwinter dann mit dem Kamin.
Vorteil der LLWP ist auch, dass Du auch im Winter verreisen kannst, da die LLWP Dir eine Grundwärme halten kann.
Ja dann hast du beste Voraussetzungen, dass sich die Wärme gut über die Räume verteilt. Dann macht es vermutlich Sinn, in den recht großen Flur die Anlage zu hängen und alle Räume darüber zu versorgen.