Hausverbrauch über 22.000 kWh im Jahr

Hallo zusammen,

ich hoffe, dass ihr mir mit euren Erfahrungen oder eurem Fachwissen weiterhelfen könnt, denn wir sind mittlerweile ziemlich ratlos.

Seit 2023 betreiben wir eine REMKO HTS 260 Luft-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage. Leider liegt unser Stromverbrauch seit der Inbetriebnahme weit über den Erwartungen und inzwischen wissen wir nicht mehr, ob es sich um eine falsche Einstellung, einen technischen Defekt oder eine grundsätzliche Fehlplanung handelt.

Die Wärmepumpe befindet sich noch innerhalb der 5-jährigen Garantie. Das Thema wurde beim Installateur bereits mehrfach angesprochen, jedoch konnte bisher keine nachhaltige Lösung gefunden werden. Meine Vermutung ist eine zu Große Anlage, aber weder Remko noch der Fachbetrieb äußern sich dazu.

Unsere Gebäudedaten:

  • Zweifamilienhaus

  • Baujahr 1994

  • Erdgeschoss ca. 120 m² (bewohnt)

  • Obergeschoss ca. 120 m² (bewohnt)

  • Keller ca. 120 m² (meist unbeheizt)

  • Dachgeschoss ca. 80 m² (unbewohnt und unbeheizt)

  • Heizkörper Typ 33

  • keine Fußbodenheizung

  • PV-Anlage mit Batteriespeicher 10kWh

Daten der Wärmepumpe:

  • REMKO HTS 260

  • Heizleistung 20,62 kW (A7/W35)

  • Hochtemperatur-Wärmepumpe

  • max. Vorlauftemperatur 70 °C

Stromverbrauch 2025:

  • Gesamtverbrauch Haus: 22.562 kWh

  • PV-Erzeugung: 10.674 kWh

  • Netzbezug: 16.267 kWh

Die Stromkosten liegen inzwischen bei über 6.000 € pro Jahr.

Was mich besonders wundert:

  • Der Verbrauch ist vor allem in den Wintermonaten extrem hoch, Teilweise am Tag über 180 kWh.

  • Trotz PV-Anlage ist der Netzbezug enorm.

  • Die Anlage scheint nie wirklich effizient zu laufen.

  • Aktuell wird ein defekter Motor ersetzt (Wärmetauscher).

Bei einer aktuellen Anzeige fiel mir außerdem auf, dass Vor- und Rücklauftemperatur nahezu identisch bzw. teilweise sogar der Rücklauf minimal wärmer als der Vorlauf angezeigt wurden. Ob das nur ein Anzeigefehler ist oder auf ein hydraulisches Problem hindeutet, kann ich leider nicht beurteilen.

Der Installateur eskaliert das Thema zwar an Remko aber es kommt nix bei rum….

Meine Fragen an euch:

  • Findet ihr den Stromverbrauch für dieses Gebäude ebenfalls außergewöhnlich hoch?

  • Hat jemand Erfahrungen mit der REMKO HTS 260?

  • Welche Werte würdet ihr unbedingt kontrollieren lassen?

  • Könnte der Heizstab allein einen derart hohen Mehrverbrauch verursachen?

  • Seht ihr Hinweise auf eine fehlerhafte Planung oder einen technischen Defekt?

Ich bin für jede Einschätzung dankbar. Nach mittlerweile über zwei Jahren mit diesem Problem möchten wir die Ursache endlich finden und die Anlage so betreiben können, wie es ursprünglich vorgesehen war, gerne noch in den 5 Jahren Gewährleistung..

Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe!

Ich würde behaupten, dass die Wärmepumpe viel zu groß ist.
Die muss ja takten ohne ende.
Wieviele Takte hast du bisher?

Was ergab die Heizlastberechnung als die Wärmepumpe eingebaut wurde?

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass du eine 10 kW Wärmepumpe benötigtst und keine 20 kW. Wärmepumpen sind beim Starten/Anfahren ineffizierter, da sie erst einmal ihre Betriebs-Parameter erreichen müssen. Das sehe ich bei meiner Wärmepumpe, mit der ich aktuell nur mein halbes Haus beheize, da die andere Hälfte akutell saniert wird. Meine Wärmepumpe ist deutlich zu groß für nur eine Haushälfte und taktet auch; der SCOP geht in den Keller und verbrauche auch “viel” Strom fürs Heizen.

20kW hört sich gross an fur 240qm heizen. Wie gross sind Heizwasserspeicher und Warmwasserspeicher? Welche Vorlauftemperatur brauchen die Heizkörper?

Stromaufnahme, Gasdrücke, Temparaturen kontrollieren. Such “Danfoss Kältemittelschieber”, zum groben abschätzen ob ein Defekt im Kältemittelkreislauf besteht

Elektrische Zuheizung mal ausschalten und vergleichen.

Die Batterie scheint mir zu klein

Hallo, das klingt ja nicht so toll. Mich würde interessieren, was Du vor der Wärmepumpe an Energie benötigt hast in kwh. Ich lese bei Euch 22 000 kwh Strom insgesamt im Jahr. da könnte man denken ihr benötigt 16 000 kwh Strom nur für die Wärmepumpe. Wenn ich überschlage, würde ich 16 000 mal 2,5 (oder 3) nehmen komme ich auf 40 000 kwh bis 45 000 kwh Energie für Heizung und Warmwasser. Das wären früher bei Gas ca. 4500 qm oder 45 000 kwh (Überschlag) War das so?

Euer Stromverbrauch ist sehr hoch.

Ich selbst habe bei 130 qm eine 5kw WP, fahre 35 Grad Vorlauftemperatur, Heizstab ist deaktiviert. Warmwasser ist auf 50 Grad max. gestellt (wir leben noch). Früher 13 000 kwh Gas, heute 4500 kwh Strom im Jahr. Meine WP fährt bis auf 800 Watt zurück bis max.3000 Watt Stromaufnahme.

Ich denke auch , deine Wärmepumpe ist zu leistungsstark.

Kann gut sein das Eure Wärmepumpe falsch eingestellt ist. Ich habe meine Wärmepumpe nicht über Auto laufen. Ich muss kein Warmwasser nachts machen, nur weil das Wasser ein Grad zu tief ist. Wir heizen mit 2 Personen nur tagsüber 200 Liter auf 50 Grad. Das immer , wenn es Draußen am wärmsten ist. 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr. So reicht es bei uns. Wie macht ihr das? Wie viele Personen?

Solange da keine weiteren Daten vorliegen, wirds schwierig.

Was verbraucht die WP? Gibt es einen Heizstab? Was verbraucht der?
Wie hoch sind Vor- und Rücklauftemperatur? Gibt es eine Puffer im Heizkreislauf? Gibts da ein oder mehrere Mischer?
Wie hoch ist die Temperatur im Warmwasserspeicher? Wie oft wird der nachgeheizt?

Natürlich ist die WP zu groß. Das alleine erklärt den Stromverbrauch aber nicht.

Oliver

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Die Wärmepumpe ist meiner Meinung nach viel zu groß. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass hier noch andere massive Energieräuber vorhanden sind.

Oberste Geschossdecke gedämmt?

Zirku 24/7?

Warmwasserbereitung 24/7?

NAT, Raumtemperaturen, Heizverhalten, Heizzeiten, Volumenstrom, Vorlauftemperatur, Personenanzahl und Warmwasserverbrauch in kwh?

Wärmetauscherfläche des Warmwasserspeichers? Temperatur dessen? Legionellenprogramm, wenn ja wie oft und welche Temperatur?

Puffer, wenn ja wie groß? Wie eingebunden?

Die wesentlichen Angaben zur Hydraulik, Dimensionierung der Leitungen, Fernwärmeleitung, Dämmung, Schema usw fehlen komplett.

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Wichtig, um das genau zu beurteilen wäre erst einmal zu wissen was vor dem Umbau an Öl/Gas verbraucht wurde.
Heizlast wäre auch nicht schlecht.
Wie sind die Vorlauftemperaturen und wie hoch wird das Warmwasser erhitzt ?

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Läuft vielleicht einfach immer der Heizstab?