Hantech im Modus Entfeuchten

Servus
Vor wenigen Tagen haben wir eine Hantech 1200 (HNT-12-HPRO) installiert bekommen,

alles bestens, heizt, kühlt.

Aufstellort ist ein in der Regel nicht beheizter Wintergarten, bei Temperaturabfall und somit Luftfeuchtezunahme über Nacht bildet sich ziemlich viel Kondenswasser vor allem an den Ecken der 2-Scheiben-Glaser.

Messung Shelly HT: Temperatur fällt auf 16°, Luftfeuchte steigt auf 65%

Wenn zuviel Kondenswasser anschlägt sammelt sich das an den Dichtungen und wenn zu hoch/zuviel dringt das in die Holzkonstruktion ein was gar nicht gut ist.
Verkaufsprospekt Klima wirbt auch mit “Entfeuchten”, perfekt dachten wir, Klima zum Kühlen ist eh überfällig.

Nun: Modus Kühlen/Heizen mit Wunschtemperatur: perfekt, Lüfterdrehzahl / Luftdurchsatz 5-stufig einstellbar: perfekt
Modus Entfeuchten: keine % ansteuerbar, Lüfterdrehzahl Stufe 1 - nicht veränderbar

Über die ganze Nacht stellt sich schon eine Wirkung ein, aber viel zu schwach.

Wie kriege ich es hin die Feuchte zwischen 45 und 50% zu halten da dann der Beschlag fast weg wäre? Temperatur egal, Luftdurchsatz muss aber maximal sein da dann die trocknere Luft auch in den Raumecken ankommen würde.

Im Winter kann man mit Spllit-Klima nicht entfeuchten bzw. es wäre energetischer Irrsinn. Der Entfeuchtermodus ist im Grunde nichts anderes, als ein spezieller Kühlmodus. Das heißt, du schaufelst dir Wärme aus dem Innenraum nach draußen und heizt damit die Umwelt.

Wenn du entfeuchten willst, brauchst du einen separaten Entfeuchter. Wärmepumpenentfeuchter funktioniert zwar genauso, wie eine Split-Klimaanlage im Entfeuchtermodus, aber hier sind Innen- und Außengerät quasi in einem Gehäuse, so dass man die Wärme nicht nach außen pumpt, sondern sie direkt wieder in den Raum abgegeben wird.

Je nach Größe des Raums wirst du einen Entfeuchter mit schätzungsweise 10-24 Liter pro Tag brauchen. Gibt es im Bereich zwischen 100-300 Euro.

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Entfeuchtermodus ist im Grunde nichts anderes, als ein spezieller Kühlmodus

OK, glaube ich hab verstanden:
Ich müsste ja mit fallender Aussentemperatur dem damit fallenden Taupunkt innen folgen?

Habe in der Zwischenzeit einen Entfeuchter angeschafft, mit 2-3 kWh hält der die Feuchte über Nacht nun auf 50-55%, “günstiger” geht`s wohl kaum

Danke für Dein Bemühen

Es geht erstmal nur um die Verhältnisse der Innenluft. Durch die Außentemperatur sinkt natürlich die Temperatur an den Außenwänden und an den Fenstern. Deshalb kondensiert dann dort die Innenluft. Und zwar genau dann, wenn der Taupunkt der Innenluft unterschritten wird an den Außenwänden und Fenstern. In der Regel sind es zuerst die Fenster, Fensterrahmen oder die Laibung.

Du musst also die Luftfeuchte so niedrig halten, dass der Taupunkt soweit absinkt, dass er niedriger liegt, als die Temperatur an der kältesten Stelle im Raum, also Fensterbereich.

Wenn das nämlich so ist, kann die Luft dort auf diese Temperatur abfallen, ohne das Feuchtigkeit abgeschieden wird.

Und man muss dazu auch wissen, dass Luft, je kälter sie ist, um so weniger Feuchtigkeit halten kann. Wenn also Luft bei hoher Temperatur noch die Feuchtigkeit gasförmig halten kann, fällt Feuchtigkeit aus, wenn man sie abkühlt.

Und beim Luftentfeuchter darfst du auch nicht zu tief gehen, weil der ja auch nichts anderes macht, als die Luft abzukühlen, damit sie am Wärmetauscher dann kondensiert. Entfeuchtest du zu stark, muss der dann schon unter Gefrierpunkt abkühlen und dann wird so ein Entfeuchter sehr ineffizient.